Innenstadt-Transformation zwischen Konsumkrise und lebendigem Lebensraum mit Mimi Sewalski
Shownotes
Was passiert mit unseren Innenstädten, wenn das klassische Shopping als Publikumsmagnet nicht mehr ausreicht? Wie verwandeln wir steinerne Konsumtempel in lebendige Lebensräume, in denen sich auch die Gen Z zu Hause fühlt? Und warum scheitern die besten urbanen Konzepte oft nicht am Geld, sondern am Mut zur Lücke und an fehlenden Emotionen?
In dieser Folge von „Bring dich mit“ begrüßen Sara und Minu eine echte Transformationsgestalterin: Mimi Sewalski. Als Geschäftsführerin des City-Managements Hamburg und ehemalige CEO vom Avocado Store bringt sie einen einzigartigen Mix aus E-Commerce-Kompetenz, Nachhaltigkeit und Coaching-Expertise mit. Gemeinsam blicken wir weit hinter die Kulissen der Hamburger Stadtentwicklung. Wir sprechen darüber, warum die City kein reiner Verkaufsraum mehr sein darf, wie der Spagat zwischen Tradition und TikTok gelingt und welche entscheidende Rolle die Hospitality dabei spielt, urbane Räume wieder mit echter Seele und Herzlichkeit zu füllen.
Darum geht es in der Folge:
- Der Abschied von der reinen Frequenzmessung: Während früher nur die schiere Masse an Menschen in den Fußgängerzonen zählte, wandelt sich die Innenstadt heute zum echten Lebensraum. Die neue Währung ist die Aufenthaltsqualität – Räume müssen so gestaltet werden, dass Menschen dort gerne Zeit verbringen und verweilen möchten, ganz ohne Konsumzwang.
- Transformation statt Dauerkrise: Das bloße Intensivieren alter Marketingmaßnahmen oder Events funktioniert nicht mehr. Durch die Pluralisierung der Lebensstile müssen Städte heute völlig unterschiedliche Bubbles gleichzeitig abholen – von der klassischen Anzeige im Abendblatt für die ältere Garde bis hin zu viralen Erlebnissen auf Instagram und TikTok für die jüngere Generation.
- Mut zum Scheitern und zu verrückten Kombinationen: Gute Ideen für die City gibt es im Überfluss, doch sie werden in der Stadtgesellschaft oft durch zu viele Bedenken zerredet. Gefragt sind mutige „Trial-and-Error“-Ansätze sowie unkonventionelle Kooperationen – wie Offline-Leseclubs, Stricken im Kino oder DJ-Events in der Kaufhaus-Unterwäscheabteilung –, die Herz und Bauch der Menschen ansprechen.
- Die Kraft der Nische gegen den Leerstand: Während der Standard-Einzelhandel unter dem Druck des Online-Booms leidet, behaupten sich einzigartige Hamburger Originale wie traditionelle Hutläden oder spezialisierte Landkarten-Geschäfte durch exzellente Beratung. Für ungenutzte Obergeschosse und Leerstände braucht es zudem radikal neue, vielfältige Nutzungsmixe aus Wohnen, Kultur und einem belebten Nachtleben.
- Hospitality als authentischer Stadtbaustein: Hotels und Apartment-Hotels sind wichtige Kuratoren des urbanen Erlebnisses, da sie den ersten direkten Kontaktpunkt für Gäste bilden. Gerade die Gen Z entlarvt künstliche, glatte Werbeversprechen sofort; sie fordert radikale Transparenz, echte Nahbarkeit und Orte, die visuell begeistern („instagrammable“ sind) und gleichzeitig echte Gemeinschaft stiften.
Urbane Transformation gelingt am Ende nie rein auf der Sachebene, sondern nur auf der Beziehungsebene – wir müssen die Menschen emotional mitnehmen, Barrieren abbauen und die Stadt als Gemeinschaftsprojekt mit Herz und Verstand gestalten.
Jetzt reinhören und erfahren, wie die Innenstadt von morgen zum lebendigen Treffpunkt für alle Generationen wird und warum mutige Kollaborationen zwischen Handel, Kultur und Hospitality der Schlüssel zum Erfolg sind!
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Produziert von Podstars by OMR.
Transkript anzeigen
00:00:09: Moin und herzlich willkommen zum Erbring dich mit Podcast von der Sikonspitalti und einer neuen Folge.
00:00:15: Heute sprechen wir über Innenstadtentwicklung und darüber und über die Frage, wie kann eine Stadt eigentlich attraktiv, wettbewerbsfähig und lebendig bleiben?
00:00:25: Und dafür haben wir DiMiriam Sibalski heute bei uns Geschäftsführerin des Citymanagements hier in Hamburg.
00:00:31: Und sie bringt auf jeden Fall einen spannenden beruflichen Hintergrund mit unter anderem als ehemaliges CEO vom Avocados-Tor.
00:00:37: Auf jeden Fall Erfahrung aus Coachmit, Transformationsgestalterin, Unternehmerinnen und ganz vieles mehr!
00:00:43: eine super Partnerin genau dieses Thema zu besprechen, wie eigentlich eine Stadt nicht nur verwaltet wird sondern vor allem mit weiterentwickelt wird.
00:00:51: Schön, dass du da bist, Mimmy!
00:00:52: Vielen
00:00:52: Dank für die Einladung!
00:00:53: Willkommen!
00:01:00: So dann würde ich sagen starten wir direkt mal rein in unsere Rubrik und zwar ich packe mein Koffer diesmal aber kein normaler Koffern natürlich, sondern wenn wir unseren Koffe diesmal für eine interessante lebendige Hamburger Innenstadt packen was würdest Du einpacken?
00:01:17: Auf jeden Fall ganz viele bunte Sachen.
00:01:19: Also ich würde allen packen ein tolles Café, ich würde was Tolles zum Essen mitbringen.
00:01:26: Ich würde aber auch irgendwas, was Spaß macht mitbringen.
00:01:29: also man kennt vielleicht von den verkaufsoffenen Sonntagen Luftballonkünstler.
00:01:33: das haben vielleicht so einige im Kopf vielleicht kriegt man es noch spannender hin.
00:01:38: und also das Wichtig ist dass man bunten Koffer dabei hat.
00:01:41: sehr schön und vielleicht die Gummistiefel?
00:01:44: Ja, die auch.
00:01:45: Oder Weihnachten oder vierter November hatten wir ja auch einen verkaufsoffenen Sonntag.
00:01:50: da hatten wir hier Eisplatten.
00:01:51: Da hätte man fast Schlittschuhe laufen können.
00:01:53: Auch
00:01:53: gut!
00:01:54: Ich finde alles gut was mit Farbe zu tun hat gerade wenn das Wetter vielleicht nicht mitspielt.
00:02:01: Mimmy, ich hatte das vorhin auch schon im Intro gesagt.
00:02:04: Du bringst einen ungewöhnlichen Mix mit E-Commerce Nachhaltigkeit Handelmarketing Unternehmertum Coaching und jetzt City Management.
00:02:13: Wie würdest du die Aufgaben des City Managements heute beschreiben?
00:02:17: So dass es alle verstehen
00:02:19: Ja, also der Podcast darf ja heute nicht zu lange dauern.
00:02:22: Das ist gar nicht so einfach sehr vielseitig.
00:02:25: deswegen finde ich passt mein Lebenslauf ganz gut zum Job und ich glaube das bekannteste sind die Verkaufs auf einen Sonntage.
00:02:32: dann machen wir natürlich noch andere Events.
00:02:35: Märchenschiffe bin als Filmfest große Empfehlung im September vom zehnten bis dreizehnten vier Tage kostenlos.
00:02:43: Und die Events sind aber nicht das einzige.
00:02:46: Ich bin auch so eine Art Kümmererin.
00:02:48: Das ist ein Wort, das mag ich eigentlich nicht so gerne.
00:02:51: Aber es beschreibt es am besten.
00:02:53: Das heißt Leute aus der Innenstadt rufen mich an.
00:02:55: Es können Ladeninhaber sein, das kann die Stadtreinigung sein.
00:02:59: Das kann aber auch mal ein Politiker sein, dass sich zum Thema informiert oder der Innenstadkoordinator.
00:03:04: den gibt es auch und im Grunde geht's um alles was in der Stadt stattfindet.
00:03:09: Und in anderen Städten macht einen Citymanagement gerne mal Stadtmarketing.
00:03:13: Das vielleicht auch noch ganz interessant.
00:03:15: Das mache ich nicht so viel.
00:03:18: wenn Zeit ist oder ein Weihnachten muss Sinn macht, aber das macht den Hamburg-Hamburg-Tourismus und Hamburg Marketing.
00:03:25: Und wie würdest du sagen hat dein Weg deinen Blick auf die Innenstadt geprägt?
00:03:31: Einfach dadurch dass man so viele Sachen mitgenommen hat.
00:03:34: schon in seinem Leben
00:03:36: also Als ich den Job angefangen habe, ich hatte vorher mein Avocado-Storbüro quasi in der Altstadt im Krimon.
00:03:42: Das ist in der Nähe der Deichstraße.
00:03:44: die kennen ja viele und ich bin schon mal in die Innenstadt aber nicht so oft und ehrlich gesagt meinen Bekanntenkreis auch nicht so viele.
00:03:52: und Ich hab' den Job dann angenommen und bevor ich das habe, habe ich es erstmal natürlich darum gelaufen Und da sind viele Sachen nicht so wie ich mir das wünschen würde.
00:04:01: Ich persönlich kaufe gerne mal einen kleinen Stadtteilen ein, einen kleinen Boutique mich jetzt echt sagt eher.
00:04:07: Ich bin auch jemand, der sehr oft Trends achtet und aber je länger ich darauf geguckt habe, desto mehr hab' ich
00:04:12: entdeckt.".
00:04:13: Und zu deiner Frage?
00:04:14: Ich glaube das ist dieses Thema Potenzial- und Transformationen um Trends.
00:04:18: also in allen Jobs, in denen ich war ging es immer irgendwie darum am Puls der Zeit zu sein In der Innenstadt dachte ich, hier ist irgendwie so ein Momentum.
00:04:27: Hier passiert gerade was und wir haben hier eine Gestaltungsmöglichkeit als Innenstadtakteure, als HamburgerInnen auch und da wollte ich irgendwie dabei sein.
00:04:36: Und ich finde passt das Bunte aus meinem Lebenslauf ganz gut
00:04:38: dazu.
00:04:39: Ja, cool!
00:04:39: Auf jeden Fall.
00:04:41: Kommen wir dann zu Überraschungen vielleicht?
00:04:43: Was war eigentlich die größte Überraschnung für dich, wenn du den Job beim City Management angefangen hast?
00:04:49: Ich glaube, die Vielzahl der Akteure in der Innenstadt.
00:04:52: Also das würde man jetzt, glaube ich so wenn man sich nicht auskängt überhaupt nicht wahrnehmen wie viele Vereine es gibt also vom Verein Lebendiger Lungwanzstieg über einen Verein der heißt zum Beispiel Trägerverbund.
00:05:05: Es gibt wirklich ganz, ganz viele Vereinen und die reden dann natürlich immer mit.
00:05:09: Also es gibt viele große Runden mit vielen Meinungen und das war auf jeden Fall überraschend.
00:05:13: und zweiter war Wieviele Kulinarische Tolle Einrichtungen ist tatsächlich auch in der Innenstadt gibt.
00:05:20: Das hatte ich nämlich auch nicht so auf dem Schirm.
00:05:21: Ja, wenn man hat ja immer das Gefühl dass eigentlich in den, sag' ich mal anderen Stadt da ein viel mehr los ist und die Innenstadt gar nicht so gastromäßig was kann aber stimmt ja gar nicht.
00:05:29: Stimmt wirklich nicht also... Ich finde es ganz spannend als ich da, ich hab letztes Jahr im Oktober angefangen Und dann bin ich quasi im September durch und da gab es immer so Läden, wo Schlangen standen.
00:05:40: Ich dachte mir hey was ist denn da los?
00:05:42: Also auch sehr interessant.
00:05:43: das waren oft so Instagram Brands die dann da irgendein Trendprodukt hatten.
00:05:48: Das kann was Kulinarisches sein, das gibt's aber auch für andere Sachen und das fand ich mega spannend.
00:05:52: also weil das hat man halt wenn man diesen TikTok Channel oder nicht so auf TikTok ist, dann kriegt man das halt nicht mit.
00:05:58: Ich erinnere mich noch ich glaube dass war zu Coronazeiten oder so waren vor zwei Geschäften in der Innenstadt immer irre lange Schlagen mit so Mädels in meinem Alter.
00:06:07: Und ich war so, ja natürlich!
00:06:09: Das sind die Läden und mein Vater hat die ganze Zeit gesagt nur was ist das?
00:06:13: Warum stehen da so viele Menschen?
00:06:15: Ja das ist echt beeindruckend.
00:06:18: Du hast ja schon angesprochen dass ihr ganz viele verschiedene Projekte habt, die total vielseitig sind.
00:06:24: woran macht dir denn fest inwiefern diese Projekten Wirkung zeigen?
00:06:29: Früher hat man das am Thema Frequenz festgemacht.
00:06:33: Das waren vor allem die großen Kaufhäuser, die messen übrigens auch in ihren Kaufhäusern die Frequenzen.
00:06:38: Dann wird natürlich eine Innenstadt, wird auch eine Frequence gemessen.
00:06:42: Gibt sie Business Improvement Districts?
00:06:43: Sie können auch auf Frequences zurückgreifen.
00:06:46: Das eigentlich Interessante ist aber sowohl für die Gastrode... als auch für den Handel, ja eigentlich die Conversion.
00:06:53: Also wie viel der Leute kaufen?
00:06:55: So wenn ich jetzt aber als City Managerin drauf gucke und merke mal ein bisschen, dass ich früher e-Commerce gemacht habe also Conversion Rate ist wie viele der Leute, die in die Stadt kommen, kaufen das wäre jetzt aber ein Online gedacht.
00:07:04: so Das kann man natürlich auch analog sehen.
00:07:07: Ich finde es viel spannender wie viele Leute kommen in die Städte und halten sich da gerne auf.
00:07:12: Das kann ich nur nicht so gut messen.
00:07:13: Eigentlich kann ich das leider gar nicht messen.
00:07:16: Also ich glaube da ist gerade einen Wechsel von diesen reinen Frequenzmessen in, wie kriegen wir die Innenstadt zu einem Lebensraum?
00:07:23: Zu einem Raum wo man sich halt auch gerne irgendwie aufhält vielleicht auch ohne zu konsumieren.
00:07:27: Das ist schon jetzt irgendwie so ganz neu und das findet vielleicht noch nicht jeder gut.
00:07:33: aber ich glaube dass es der Weg zur Lösung.
00:07:35: Es ist eigentlich gerade jetzt auch ein sehr sehr guter Punkt denn wäre auch die nächste Frage gewesen was man eigentlich macht wenn die Innenstatt Attraktiv sein soll, aber das Shopping reicht gar nicht mehr.
00:07:47: Und genau das was du gerade angesprochen hast?
00:07:48: Was macht man oder was bietet man den Leuten an damit sie nicht nur in die Stadt kommen sondern vor allem lange bleiben.
00:07:55: ja
00:07:56: Also ich glaube, wir haben uns lange gedacht das ist so eine Innenstadt-Krise und so langsam kommt die Erkenntnis.
00:08:02: Wir sind in der Transformation.
00:08:03: Das heißt an einem Umkehrschluss die gleichen Marketingmaßnahmen zum Beispiel Events dreimal Dollar zu machen hilft einfach jetzt nichts mehr.
00:08:11: Und als Soziologen kann ich sagen wir haben ja auch ne Pluralisierung der Lebensstile.
00:08:15: also so wie wir hier sitzen bin ich mir sicher wir haben Parallelen in unserem Insta Feed aber wahrscheinlich auch irgendwie eigene Bubbles genau die Kunst, dass man sowohl vielleicht eine Anzeige im Hamburger Abendblatt schaltet als auch die Leute auf Insta und TikTok abholen.
00:08:32: Aber vielleicht auch Leute abholt, die überhaupt nicht digital sind und die auch keine Medien konsumieren oder vielleicht auch kein Geld haben.
00:08:39: Und das ist aber auch richtig schwierig weil jetzt mal Salop formuliert ist es richtig, richtig scheiß für Arbeit!
00:08:46: Also da ist jetzt auf jeden Fall wie kriegt man die Leute in die Stadt?
00:08:49: wahnsinnig aufwändig?
00:08:51: Ich glaube dieses Pluralisierung der Lebensstile muss ich dann eben auch in der Innenstadt abbilden.
00:08:58: Und wenn du dir die Hamburger Innenstadt anguckst, wie nimmst du diese wahr im Vergleich vielleicht zu anderen Großstädten?
00:09:05: Also es wird immer viel gemäckert, so.
00:09:08: Das glaube ich ja gar nicht!
00:09:11: Aber also ich komme ursprünglich aus Mittelfranken, man hört das vielleicht ein bisschen meiner weichen Sprache noch... Ich komme aus einer kleinen Stadt Ansbach die übrigens spannenderweise auch als ich damals Abbey gemacht habe einen Shoppingcenter bekommen hat gegenüber, also hinter einer großen Verkehrsstraße.
00:09:27: Sie haben ein bisschen wie bei uns die Situation gerade mit dem Westfiel und danach ist die Innenstadt Ja, schon ein bisschen in Sterben gekommen.
00:09:34: Also es gibt schon noch Einzelhandel aber es gibt hier einen Euroshops, Kosmetikshops und ich glaube Spielcasinos ist so das andere häufigste.
00:09:42: Und Optiker und Das ist halt ganz spannend weil In der Hamburger Wahrnehmung ist Hamburg da am absteigenden Ass, wenn man es aber mit anderen Städten vergleicht steht.
00:09:52: Hamburg richtig gut da und vielleicht auch deswegen weil wir viele Punkte haben die nicht nur Shopping sind also die haben ja jetzt schon.
00:10:00: Also wir haben eine Binnenalster die ich übrigens finde wie wir mehr bespielen könnten.
00:10:05: Wir haben aber auch das Rathaus was Touristen anzieht.
00:10:08: Wir habe aber auch unglaublich schöne Gebäude.
00:10:10: so mein Tipp mal wirklich den Blick nach oben richten wenn man durch die Innenstadt läuft oder mal reingehen, wenn die Chance sich ergibt.
00:10:19: Unglaublich tolle Treppenhäuser auch!
00:10:22: Ein paar Dinge hast du schon mal aufgezählt?
00:10:24: Ich gehe immer davon aus als es dazugehört.
00:10:25: Wie würdest Du sagen hat Hamburg seine besonderen Stärken?
00:10:30: Also auf jeden Fall schon auch darin zu sagen, wir sind offen.
00:10:34: Es ist wirklich für jeden was dabei.
00:10:35: Tourismus ist ein ganz wichtiger Punkt also auch für die Innenstadt aber ich glaube für ganz Hamburg.
00:10:41: Viele Touristen denken man kommt nur wegen des Hafens.
00:10:44: Aber das ist ja auch das Spannende in Hamburg diese Stadtteile zu entdecken.
00:10:48: und ich finde auch wenn wir jetzt mal zum Beispiel Hotels nehmen oder Restaurants es ist ja wirklich für Jeden etwas dabei.
00:10:54: Wir haben jetzt schon die Vielfalt und wir haben jetzt auch so eine Offenheit für jeden war es, also für ältere Menschen und junge Leute mit Budget oder ohne Budget.
00:11:04: Und ich glaube das ist ein großes Geheimnis warum sich das dann auch irgendwie so lebendig anfühlt.
00:11:09: Wenn sich die schönste Städte Welt Hamburg was von anderen abgucken könnte wo würdest du sagen ah das sollte Hamburg eigentlich auch machen genauso wie andere Großstädte es machen?
00:11:19: bisschen mutiger sein.
00:11:20: Also ich finde, wir könnten mehr Sachen auch haben die einfach wo Leute jetzt erste Reaktion haben sei dir verrückt geworden!
00:11:27: Ich glaube dann sind wir auf einem richtigen Weg das dann einfach mal zu machen.
00:11:30: und also mein Eindruck jetzt nach ja vielleicht ein dreiviertel Jahr fast im City Management ist dass in dieser Stadtgesellschaft immer viele Bedenken auch geäußert werden und gerne mal was zerredet wird.
00:11:43: Es scheitert nicht an den Ideen.
00:11:45: es gibt so viele tolle Menschen mit richtig tollen Ideen.
00:11:48: Es scheitert dann eher an der Umsetzung und es muss nicht immer das Finanzielle sein.
00:11:52: Es scheitet auch manchmal in Verwaltung, nicht nur oder an Politik oder einfach an zu vielen Meinungen.
00:11:58: Und da mit dem Mut zu haben, zu sagen okay wir sind jetzt mal verrückt und wenn wir dann scheitern... Wir machen's aber trotzdem weil das ist unsere Chance einzigartig zu sein.
00:12:07: Das würde ich mir wünschen.
00:12:08: Bisschen mehr trial and error dann auch.
00:12:10: Aber vielleicht ist die Angst doch einfach dazu groß noch?
00:12:13: Ja, wir sind halt... Man merkt schon dass da der Handel ein bisschen ist.
00:12:17: Dass dann eine Kaufmannschaft ist und das man dann halt überlegt ja was springt in daraus?
00:12:22: Wie ist die Marge?
00:12:23: also vielleicht auch unbewusst so.
00:12:25: Und vielleicht muss man auch mal Sachen machen wo man die man nicht in monetären Sachen messen kann sondern vielleicht in Glück.
00:12:32: ich weiß es klingt unglaublich naiv aber wenn dann das in den Medien ist oder Leute kommen sagen ich habe da etwas gespürt Und je digitaler wir gerade werden, das ist ja auch spannend.
00:12:43: Es gibt ja auch den Gegentrend.
00:12:44: also ich hab vorhin viel über TikTok gesprochen und Instagram und Social Media total wichtig für City Management.
00:12:51: Und gleichzeitig kommt so ein Trend wo die Leute grade jungen Menschen sagen nee bloß nicht!
00:12:56: Also so Stricken im Kino oder Offline-Leseclub.
00:13:00: Also es sind auch Sachen die ich gerne in Innenstadt holen möchte.
00:13:03: falls jetzt jemand hört gerne bei mir melden.
00:13:08: Aber machen wir gleich mal weiter.
00:13:11: Ein großer Treiber der Innenstadt-Debatte ist ja der Konsumwandel, also ich meine so was wie Online Shops etc.
00:13:18: und dieser Druck auf den stationellen Einzelhandel wird ja immer größer.
00:13:23: Wie beeinflusst das die Innenstadt?
00:13:25: sehr stark.
00:13:26: Also ich beobachte, dass viele der größeren schneller in den Cell gehen weil der Druck größer ist.
00:13:33: die arbeiten auch alle mit Apps.
00:13:35: es gibt auch Läden die sagen was in der Innenstadt.
00:13:37: was in unserem Ladengeschäft passiert ist vielleicht gar nicht so relevant.
00:13:40: wir wollen das die Leute online kaufen.
00:13:43: Wir nutzen das eher als Showroom.
00:13:45: Es gibt auch Geschäfte die dann sagen ja wir müssen sparen und haben weniger Personal Was dann ja auch im Endeffekt wieder dazu führt, dass weniger Beratung stattfindet.
00:13:57: Unterscheidung mehr ist zum Online.
00:13:59: Also warum soll ich dann noch in die Stadt gehen, wenn ich noch nicht mal die Beratung kriege?
00:14:03: Also da gibt es so verschiedene Varianten.
00:14:05: Ich sehe aber auch z.B.
00:14:06: viele kleine Ladengeschäfte.
00:14:08: also wusstet ihr z. B., dass es in der Hamburger Innenstadt wahnsinnig viele Hutgeschäfte gibt.
00:14:12: richtig tolle kleine Hutgeschäft.
00:14:15: Wir tragen alle drei grad keinen Hut das kann auch mal ein Cap oder sowas sein.
00:14:19: Aber das hat eine Berechtigung Hamburg weil hier ist ja immer so windig und nass.
00:14:23: Dann ist ein Hut vielleicht praktischer als ein Schirm.
00:14:25: Und diese Läden sind richtig, richtig stark in Auswahl und Beratung.
00:14:30: Und es gibt schon auch so diese Kleinhabongensien.
00:14:32: also einer meiner Lieblingsläden ist zum Beispiel auch Doktor Götzland und Karte.
00:14:37: Also da kann man quasi Landkarten und sowas kaufen.
00:14:40: Reiseführer und diese kleinen Läden die schaffen das eben durch ihre Einzigartigkeit dann auch.
00:14:45: Das kriegst du kannst.
00:14:46: das kann des Internet nicht ersetzen.
00:14:48: Und wie sieht das dann aus mit dem Thema Leerstand?
00:14:51: Also ist das ein Problem in Hamburg, weil also ich komme aus Kiel.
00:14:54: Da weiß ich es ist ein Problem.
00:14:55: da ist ja noch mal eine ganz andere Hausnummer du läufst durch die Innenstadt und alles steht leer.
00:14:58: Das ist mir in Hamburg jetzt noch nicht so aktiv aufgefallen, aber ist es trotzdem Thema?
00:15:03: Ja.
00:15:03: Ist auf jeden Fall ein Thema übrigens auch nicht nur in der Erdgeschosslage sondern es geht auch um die oberen Geschosse, die wir vielleicht nicht so...die fallen eigentlich so ins Auge und da gibt's auch viele Debatten und Diskussionsrunden und Matchmaking-Runden für kreative Ideen.
00:15:19: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite Eigentümer dann quasi so ein bisschen den Druck spüren, diese Ideen vielleicht auch umzusetzen.
00:15:28: Und das ist aber auch manchmal nicht so einfach weil du musst dann vielleicht umbauen, du musst da Geld in die Hand nehmen und... letztendlich kann man sagen, dass es manchmal sogar günstiger ist für den Eigentümer als leer stehen zu lassen.
00:15:41: Das heißt aber nicht das es nicht passiert.
00:15:43: also da kommt gerade richtig was in Bewegung.
00:15:45: also es geht darum mehr Wohnen in die Innenstadt zu holen damit sie vielleicht auch abends mehr belebt ist.
00:15:51: oder am Sonntag heute im Radio habe ich was gehört, dass der Handelsverband dafür plädiert Sonntags auch zu öffnen.
00:15:58: Das wäre wahrscheinlich für die Belebung jetzt nicht so mega.
00:16:01: die Lösung gehe ich jetzt davon aus.
00:16:04: aber ich glaube wieder diese Vielfalt aus Wohnen und Kultur und vielleicht noch ein Gedankenspiel dazu wenn wir sagen Wir haben nicht so viel Wohn in der Stadt dann könnten wir es ja auch umdrehen und sagen da machen wir alle Clubs in die Innenstadt rein weil da wohn' ja keine Leute.
00:16:18: also auch sowas wird tatsächlich also jetzt nicht wirklich ernsthaft überlegt.
00:16:23: Debatte, kann man mehr Clubs in die Innenstadt holen.
00:16:26: Kann man mehr Nachtleben reinholen um das eben abends auch zu beleben?
00:16:31: Also um da eine Frage vielleicht final zu beantworten es ist was im Bewegung.
00:16:35: Es gibt viele Dialoggespräche mit Eigentümern Immobilienverwaltungen und der Schlüssel ist eigentlich dass man auch Gebäude vielfältiger nutzt.
00:16:43: Dann haben wir ja auch im Grunde noch ganz viel schon über Herausforderungen gesprochen.
00:16:46: aber was würdest du sagen?
00:16:48: es mit Abstand aktuell die größte Herausforderung mit den Hamburg zu kämpfen hat.
00:16:53: Also Hamburg ist ja nicht die Innenstadt, also
00:16:56: bezogen auf die Innen Stadt.
00:16:57: Bleiben wir bei der Innenstadt.
00:16:59: Was ich so ein bisschen merke, dass so Konzepte, die früher quasi auch durch den Handel finanziert wurden... Also zum Beispiel vielleicht kennt ihr die Weihnachtsparade?
00:17:07: Ich kannte sie vorher nicht bevor ich da angefangen habe.
00:17:10: Das sind, das ist ein Projekt oder auch die Weihnachtbeleuchtungen wurden früher aus der Händlerschaft selbst finanzierte.
00:17:17: Märchenschiffe, Binnenheizer Filmfest, das sind alles Sachen über Sponsoring laufen und es sind alles auch Projekte, die soziale Teilhabe erlauben.
00:17:25: Das heißt kostenlos sind und die sind gerade nicht mehr so einfach zum umsetzen.
00:17:29: weil einfach die finanzielle Lage die wirtschaftliche Lage nicht mehr So fluide ist sage ich jetzt mal wie das vielleicht vor fünfzehn Jahren war und da sehe Ich ein bisschen der Gefahr dass solche projekte Die grade eben soziale teilhaber erlaubten Dass sie so Stück für Stück Vielleicht verschwinden.
00:17:45: ich hoffe Nicht Wir Arbeiten Daran.
00:17:48: Und das zweite Ist natürlich Auch Genau Diesem diesen wandel alle mit zu nehmen.
00:17:52: Also es gibt sicher noch eher eine ältere konservative Garde, die sagt nee soll bitte alles so bleiben wie's ist.
00:17:59: und dann gibt aber auch andere sagen wir müssen uns jetzt bewegen und dann wirklich alle auf so einer Ebene mitzunehmen in der Kommunikation und dass man eben an einem Strang zieht das ist auf jeden Fall auch ne Herausforderung.
00:18:11: Und du hattest schon gesagt, dass es oft bei tollen Projekten eher an der Umsetzung scheitert.
00:18:17: Was würdest du sagen?
00:18:18: Weil ich meine man arbeitet ja in einem Projekt nicht einen Tag und dann kommt schon das nächste.
00:18:22: Als Außenstehender hat man immer eine Meinung und vielleicht meckert man auch viel zu sehr.
00:18:27: aber wo würdest Du sagen was wird an der umsetzung im Alltag oft unterschätzt in deinem Job?
00:18:33: Ja also Das ist jetzt kein Gemäckere, aber man braucht halt für viele Sachen eine Genehmigung auch von der Verwaltung vom Bezirksamt.
00:18:41: Und da gibt es Regeln die sicherlich Sinn machen.
00:18:43: also die sind ja irgendwie auch entstanden und das dauert halt einfach manchmal sehr lange oder es ist manchmal auch sehr analog.
00:18:49: Also da komme ich aus dem digitalen Bereich, da war ich manchmal erstaunt wie analog dass oft noch alles funktioniert.
00:18:55: Da ist definitiv Luft nach oben, das ist auch der Plan, das hört man, das merkt man auch manchmal schon, aber es ist nicht in der Geschwindigkeit Unternehmertum kennen.
00:19:05: Also ja, das ist auf
00:19:07: jeden Fall ...
00:19:08: Ja, ich würde sagen müssen wir noch ein bisschen drauf warten.
00:19:11: Das können wir aus der Hospitality auch, dass es teilweise wirklich noch sehr analog ist.
00:19:17: Obwohl man eigentlich so gerne viel digital arbeitet und man irgendwie also wir sind ja sehr digital unterwegs und geben unser Bestes und wenn du dann da teilweise an irgendwelchen Punkten ankommst, dann ist wirklich
00:19:31: Ist schwierig, ja.
00:19:32: Bringt mich aber auch zu der Frage wenn bei euch zum Beispiel was nicht umgesetzt wird Interessen gehen auseinander Dinge kommen nicht zustande und vielleicht auf kurz vor Abschluss, dann kann es ja immer sehr deprimierend sein.
00:19:44: Was nimmst du aus deiner gerade Coaching-Zeit so für dich mit?
00:19:47: Wo du sagst dadurch kannst du dich selbst beruhigen, kannst anderen helfen da gibt's mir sicher ein paar gute Tipps die du hier gerade mal kurz geben kannst.
00:19:54: Also
00:19:54: die kann man vielleicht auch als Lebenstipps mal so mitnehmen.
00:19:57: also funktioniert bestimmt nicht bei jedem aber bei mir funktioniert das ganz gut.
00:20:01: nochmal so ein bisschen auf Ressourcen gucken was an mir in mir hat bewirkt, dass ich woanders das schon erfolgreich umsetzen konnte.
00:20:11: Vielleicht auch immer so die andere Perspektive noch mal einnehmen zu sagen okay was ist denn jetzt das Gute daran?
00:20:18: Jede Medaille hat immer zwei Seiten.
00:20:20: also wenn ihr zum Beispiel einen Event nicht stattfindet dann ist meistens auch im Budget frei für ein anderes Event oder es gibt ja Gründe.
00:20:28: dann kann man daraus wieder etwas Neues gestalten.
00:20:31: und ich glaube die aller, aller wichtigste Botschaft und das zieht sich jetzt über mein ganzes Berufsleben.
00:20:37: Man macht es oft aber man versteht es nicht ist dass wenn man Menschen auf einer Sachebene mitnimmt also sagt das ist der Plan ABC kann es dann scheitern, wenn man nicht auch gleichzeitig die Menschen auf einer Beziehungsebene mitnimmt.
00:20:52: Also das heißt ich weiß nicht ob das verständlich ist was ich gerade sage aber man muss wirklich auch die Leute emotional abholen und mit ihnen quasi das so hinkriegen dass sie auch verstehen warum das ein guter Plan ist oder auch die Chancen haben sich mit einzubringen.
00:21:06: Und das kostet halt Arbeit.
00:21:08: Das kennt jeder der schon mal Führung machen musste Jeder der mit Teams arbeitet also egal ob City Management Gastro in Haber.
00:21:18: Man kann natürlich auf einer Sachebene was formulieren, aber wenn es nicht in Hürrenherz und Bauch reingeht wird das eben nicht umgesetzt.
00:21:26: Nee,
00:21:26: das stimmt!
00:21:27: Ich glaube ich kenne mir selber ganz gut.
00:21:29: Gut wir sind im Marketing natürlich immer sehr gut mitzunehmen auf die Reise.
00:21:33: Aber wir kennen's auch aus anderen Team oder größeren Projekten wo doch viele involviert sind und da versucht man doch immer auch sein Bestes bei anderen Themen einfach Leute mit zu nehmen, auch wenns nicht dein Job ist aktuell.
00:21:44: Aber ich glaube so kriegt ihr dann ein besseres Verständnis für größere Projekte und lässt sich hoffentlich begeistert.
00:21:48: Ja, ist manchmal gar nicht so einfach.
00:21:51: Das muss man auch öfters tun also einmal reicht dann manchmal nichts weil das ja eine Anlaufstelle ist.
00:21:57: Also da kommen ja Leute aus anderen Städten, aus anderen Ländern hoffentlich auch und sagen dann gehen vielleicht in ihr Hotelzimmer und dann liegt da vielleicht ein Prospekt oder die Begegnung an der Rezeption im Café beim Frühstück.
00:22:14: Da quasi die richtige Inspiration rüberzubringen, ist ja auch nicht so einfach.
00:22:18: Vor allem verschiedene Gäste wollen verschiedene Sachen aber ich finde Hamburg macht es einem da einfach.
00:22:23: Das habe ich ja vorhin auch schon kurz angedeutet.
00:22:26: Es gibt einfach total viele verschiedene Sachen, die wir nutzen können also von der Hafenrundfahrt über tolles Restaurant-Trendprodukt probieren.
00:22:36: Also am alten Wall kleiner Tipp kommen da ein paar Trendgeschichten gerade rüber gastronomisch bis hin zu... Ich interessiere mich für Architektur oder tolle Rundgänge auf der Reeperbahn und das muss aber kuratiert werden.
00:22:49: Und die Kuratierung ist eine wichtige Aufgabe, die ich vor allem auch in der Hospitality sehe – für diese Gruppe eben dann.
00:22:56: An welcher Stelle wird denn ein Hotel oder unseren Fall ein Apartment-Hotel dann wirklich relevant?
00:23:02: Ich glaube wenn man es schafft auch authentisch zu sein also wenn man nicht zu formal klinisch vielleicht einfach irgendwie so die fünf zu du es in Hamburg rüber gibt.
00:23:14: Vielleicht wenn man auch schafft was rüberzubringen, was auch für die Marke steht.
00:23:18: das kann jetzt für euer Beispiel gelten.
00:23:20: aber ich finde auch je authentischer dass du glaubwürdiger ist als die Menschen buchen ja auch aus einem bestimmten Grund.
00:23:27: Und wenn man das dann schafft, was Authentisches da reinzubringen – zum Beispiel Generation Z sind schon sehr dabei wirklich auf Authentizität zu achten.
00:23:38: Also je glatter es ist, desto schwieriger ist es eigentlich weil die einfach zu schlaue Sinn durch die ganze Online-Digitalerfahrung merken sofort, wann etwas Fake ist.
00:23:47: also deswegen ist die einzige Lösung einfach ehrlich authentisch radikal transparent vielleicht sogar zu sein.
00:23:52: und so sagen wir so ist es Wir sind A, B und deswegen sind unsere Angebote die passen auch dazu.
00:23:58: Also es können mir vorstellen dass das markentechnisch ganz gut funktioniert.
00:24:01: Da stimmt oft findest du ja tatsächlich nur generischer Text da.
00:24:05: Und Texte wo du denkst dann hab ich auch schon mal woanders gelesen weil eins zu eins einfach übernommen wird ne?
00:24:12: Aber was würdest du sagen mit der Rolle?
00:24:13: oder eigentlich kann man sich selbst beantworten aber ich will das auf jeden Fall von dir hören welche Rolle spielt denn eigentlich Digitalisierung Marketing um KI gerade in der Innenstadt Entwicklung?
00:24:22: Also ich hoffe bald mehr, weil es einfach so ein bisschen Synergieeffekte schafft und Ressourcen schon.
00:24:28: Und wir dann – also ich möchte nicht Jobs abschaffen aber mit den Jobs kann man wieder das machen was die KI eben nicht macht und was finde ich zu kurz kommt?
00:24:36: Echte Events schaffen, Begegnungen schaffen.
00:24:40: Bei uns jetzt im City Management, es kann natürlich mal helfen Texts zu formulieren oder einfach Zielgruppen nochmal zu analysieren, find' ich auch ganz spannend.
00:24:50: Wichtig ist halt immer auch das nochmal hinterfragen mit dem eigenen Bauch.
00:24:54: Ich finde gerade in der Business-Welt ist ja der Bauch oft sowas nicht relevantes, also es wird er oft belächelt grade wenn man als fraude sagt, finde ich, da bist du ja Bauch, denn der ist gleich unprofessionell und das find' ich eigentlich schade weil während Bauch hat, der mitfühlt und mitdenkt.
00:25:11: Ich sage auch jetzt bewusst mit Denk.
00:25:13: Das ist unglaublich viel Wert gerade wenn wir über Zielgruppen- und Marketing sprechen.
00:25:19: Und deswegen glaube ich das ist das Wichtigste!
00:25:22: Du hattest vorhin auch schon immer wieder mal TikTok, Instagram und Co.
00:25:26: erwähnt.
00:25:27: Wie erreicht man denn heutzutage die Menschen damit sie in die Innenstadt kommen?
00:25:31: Da gibt es ja diverse Wege aber ich bin mir sicher dass ihr ja auch irgendwo eure Schwerpunkte setzen möchtet oder halt neue Wege sucht.
00:25:38: Ja also hätte ich mehr Menschen die mit mir arbeiten im meinem Team.
00:25:43: das ist leider nicht so groß wie ich das gerne hätte.
00:25:46: dann hätten wir auch mehr Möglichkeiten.
00:25:47: als wenn ich könnte würde ich auch mehr auf TikTok machen nicht TikTok zum Beispiel.
00:25:52: Wir versuchen ein bisschen Instagram zu machen, darf man auch nicht vergessen City Management ist ja auch BtoB in dem Sinne.
00:25:59: das heißt wir sprechen damit unsere Mitglieder zb Newslettern an und was wir aber tun wirkt btc.
00:26:07: deswegen haben wir auch einen Instagram Kanal.
00:26:09: also das muss man immer gut unterscheiden.
00:26:11: und wie erreicht man die Menschen?
00:26:13: viele Kanäle auf jeden Fall?
00:26:15: Also ich versuche es dann weil ich wenig Ressourcen habe mit Kooperationen eben auch zu erreichen.
00:26:23: Hätte ich jetzt ein Marketing-Budget, was wesentlich höher wäre dann würde ich ganz klar die Channel durchperformen.
00:26:29: also das wäre eigentlich das naheliegendste.
00:26:31: und da wirklich aber auch Analoge mitdenken ist darf man auch nicht vergessen es gibt tolle Zeitschriften auch die immer noch eine Relevanz haben.
00:26:38: ich bin großer Fan von analogen Medien auch also ist auch ganz wichtig.
00:26:43: Und nochmal zurückkommend zum Thema KI, du hattest ja auch gerade gesagt intern grade Nutzung und Schreiben von Texten.
00:26:50: Ich glaube es gibt keinen der das nicht aktuell nutzt, er leichtert ja auch super viel.
00:26:54: Gibt es da noch andere Bräche?
00:26:55: wo du sagst KI könnte auf jeden Fall der Innenstadtentwicklung da extrem helfen?
00:27:00: Das ist dann nicht mehr ganz so mein Tanzbereich.
00:27:03: Ich hoffe, dass das vielleicht andere machen.
00:27:05: Also denke zum Beispiel an die Umweltbehörde, die sich überlegen muss.
00:27:10: Hamburg-Die Innenstadt ist viel Stein.
00:27:12: Wenn es richtig heiß wird, dann wird sie auch richtig heiß.
00:27:16: Die Steine strahlen das noch mehr ab.
00:27:19: Gute Orte zu identifizieren?
00:27:20: Wo machen wir Fassadenbegrünung?
00:27:22: Wo können wir noch Bäume hinpflanzen?
00:27:24: Übrigens gar nicht so einfach weil der Boden schon voll ist.
00:27:26: da sind ja viele Leitungen und so das wissen viele nicht.
00:27:29: Also es kann nicht so einfach Bäume zu pflanzen, wie man sich das so vorstellt.
00:27:33: Bisher
00:27:33: fliegende Bäume machen?
00:27:34: Ja genau!
00:27:35: Es gibt auch Konstruktionen die Bäume imitieren wo dann quasi Wasser rauskommt.
00:27:40: Auch da könnte KI helfen.
00:27:42: was gibt es schon in der Welt, was könnte in Hamburg funktionieren verschiedene Konzepte mal übereinanderzulegen?
00:27:48: ich glaube dass sie da auch schon ein bisschen dran sind.
00:27:51: auf jeden Fall Ich kann da jetzt nicht so reingucken.
00:27:54: Aber das wäre es erst, dass mir einfällt und da geht's vor allem um Zukunftsfähigkeit.
00:27:59: Und das gilt dann natürlich auch für den Rest von Hamburg und nicht nur die Innenstadt.
00:28:04: Thema Zukunftsfähigkeit und Thema Nachhaltigkeit – du bringst ja auch im Hintergrund der Nachhaltigkeiten mit?
00:28:10: Was bedeutet denn die nachhaltige Innenstadtentwicklung für dich?
00:28:14: Ja, also es ist zum einen gerade diese Zukunftsfähigkeit im Sinn auf Hitze und Starkregen.
00:28:20: Das ist erstmal so ... Die Basis finde ich, die gelegt sein muss wenn's wirklich wir werden mehr Starkreben bekommen dass wir keine Überschwemmungen bekommen das Leute dann sicher sich aufhalten können bei Hitze.
00:28:31: genauso bräuchten wir Ruhe Inseln Ruhe Orte gibt es schon.
00:28:35: ein paar.
00:28:36: Gertrudenkirchhof gebe ich mal als Tipp mit.
00:28:38: da sind ganz schöner kleiner Garten gerade gepflanzt worden, am alten Weihl sind fünf Bäume gepflanzt worden.
00:28:44: Da kommen auch Bänke hin also sowas.
00:28:46: aber ich finde auch zu überlegen was ist denn eigentlich die Innenstadt der Zukunft?
00:28:50: Was will man denn da eigentlich?
00:28:52: Also wenn es shoppen nicht mehr ist...was ist das dann?
00:28:56: Und ich habe vorhin immer Gastro und Kultur gesagt, aber vielleicht gibt es ja noch viel mehr.
00:28:59: Also ich bin jetzt mal rum.
00:29:01: Ich wünsche mir immer so einen Markt oder eine Markthalle.
00:29:03: die ist dann vielleicht auch klimatisiert und läuft über, weiß ich nicht, Solarpaneele vielleicht?
00:29:09: Oder Windkraft ist in der Innenstadt jetzt schon ein bisschen verrückt gedacht.
00:29:12: Aber Solarpannele wäre jetzt nicht so verrückt gedacht.
00:29:15: Vielleicht gibt es eine kleine Oase, ein Spielplatz.
00:29:18: Es gibt keinen Spielplatz in der inner Stadt.
00:29:20: also auch sowas ist zukunftsfähig für mich dass man die vielen verschiedenen Generationen mitdenkt.
00:29:26: Spielplatz, übrigens auch immer toll für ältere Menschen die vielleicht auch einsam sind, die setzen sich da gerne mal hin und kommen mit menschlichen Kontakten.
00:29:33: So was muss man mitdenken.
00:29:36: Ja wahrscheinlich einfach auch insgesamt Sachen finden dass man nicht nur noch zum Shop-Mini in Stadt geht ne?
00:29:43: Wir kommen dann auch zu unserem Gen Z-Spot, den wir regelmäßig machen und so ein bisschen die Sichtweisenden jüngeren Generationen beleuchten.
00:29:50: Aber auch Themen womit wir uns alle auseinandersetzen müssen um halt die Jüngere Generation mitzunehmen in der digitalen Welt.
00:29:57: Wir wollen aber heute nicht nur die Frage beantworten, kommen die Leute überhaupt noch in die Innenstadt?
00:30:02: Sondern was möchte die jüngere generation eigentlich wirklich haben?
00:30:05: Was braucht sie damit?
00:30:07: Sie sagt ja Die Innenstadt ist genau der Platz wo ich mich mit anderen treffen und austauschen möchte.
00:30:13: Da komme ich auch schon zur Frage, was denkst du?
00:30:15: Müsste die Innenstadt eigentlich bieten damit junge Menschen diese nicht nur besuchen.
00:30:20: Sondern tatsächlich sich auch zugehörig fühlen und diesen Community Gedanken am Ende des Tages?
00:30:25: also ganz spannender Punkt weil der Jungfernstieg ist ja so ein Beispiel.
00:30:29: wir haben alle im Kopf so Messerstecherei Jugendgangs Ja da halten sich Jugendliche auf manchmal auch mit Migrationshintergrund Manchmal auch in so Gang Art Aber die Sozialbehäure spricht zum Beispiel gerade mit denen.
00:30:43: Die hat da quasi eine Initiative, die heißt Yuko und die kommen mit denen ins Gespräch.
00:30:47: und das Spannende ist es funktioniert richtig gut.
00:30:49: Sie reden mit denen – da waren ja viele erst mal skeptisch – was ganz klar ist, sie brauchen einfach Orte wo sie sich aufhalten können, wo ihnen auch ein Angebot gemacht wird.
00:30:59: Und dieses Angebot fehlt halt grade!
00:31:01: Der Jungfernstieg ist halt einfach nett zum Aufhalten.
00:31:04: Ja, gibt es Kioske.
00:31:05: Da kann man sich vielleicht auch günstig mal was holen.
00:31:08: und also die Lösung ist jetzt vielleicht nicht in Jugendklub am Jungfernstieg aber die Lösung könnte sein ihnen Orte zu geben wo sie sich ähnlich in guter Qualität aufhalten können und ihn dann vielleicht noch ein Angebot gemacht wird.
00:31:22: Und wenn ich jetzt mal weg von dieser vermeintlichen Problemgruppe nochmal gucke was in der Innenstadt an Jugend los ist Ich bin so froh dass es so Marken gibt die quasi über TikTok und Instagram Jugendlichen in die Stadt holen, weil sie beleben das unglaublich.
00:31:35: Also ich finde schon dass viele Jugendliche in der Stadt sind.
00:31:39: also Sie gehen vielleicht nicht mehr in die klassischen Ladengeschäfte so viel und geben ihr Geld halt für Erlebnis aus.
00:31:46: Das heißt wenn man da was konsumiert dann muss es eben auch zum Beispiel instagrammable sein.
00:31:51: Ich sehe wenig Jugendliche die sich nicht filmen.
00:31:55: Also Jugendliche würde ich jetzt übrigens auch damit, wenn wir nicht ineinander vorbeireden.
00:31:58: Ich würd sagen es fängt vielleicht ab vierzehn schon an und geht vielleicht bis knapp unter dreißig.
00:32:03: jetzt so.
00:32:03: also das sind dann keine Jugendlichen mehr.
00:32:05: aber diese Generationen Sie sehen ja jetzt schon zwei eigentlich rein rechnerisch.
00:32:11: Die laufen eben mit der Kamera rum und haben vielleicht sogar richtige Mikros dabei, also die total professionelle Social Media Ausstattung.
00:32:19: Und das ist für die Grundbedingungen dass das was sie da konsumieren eben auch digital gut ankommt.
00:32:25: Das finde ich ganz spannend weil viele andere machen es nicht.
00:32:28: Stimmt!
00:32:30: Welche Rolle spielen da vielleicht so etwas wie Musikkultur oder aber auch Pop-Ups?
00:32:35: Also Pop-Hubs glaube ich haben eine hohe Relevanz.
00:32:37: Musik und Kultur muss natürlich im richtigen Moment das Richtige sein, also schwierig ist immer wenn Menschen meiner Generation denken sie machen Musik für ne andere Generation.
00:32:47: man muss mal auf jeden Fall am Austausch sein weil sonst klappt es nicht.
00:32:50: Ich bin übrigens Jahrgang Achtzig falls sich grad da draußen jemand fragt.
00:32:54: Also das muss man wissen dass es da Sachen gibt, die man nicht weiß.
00:32:58: Und das kann man aber mit den Leuten natürlich machen.
00:33:02: Aber Kultur ist, finde ich, fast das Schwierigste weil so viele verschiedene Bubbles gibt, dass es unglaublich schwierig ist sie alle abzuholen und dann wird das sehr fragmentiert quasi.
00:33:12: An dieser Stelle stellt man sich ja auch die Frage was könnte die Hospitality in dem Rahmen tun?
00:33:18: Ihr habt ja viele Partnerschaften, Sponsora- und Verbände mit denen ihr zusammenarbeitet.
00:33:23: spielter Hospitality größere Rolle, wenn es vielleicht auch um das Umdenken von Plätzen geht gerade für so eine jüngere Generation.
00:33:30: Also ich würde mir wünschen, dass es noch mehr Rolle spielt.
00:33:33: Ich suche immer gerne zum Beispiel nach Partnerschaften wo wir vielleicht meine Location nutzen.
00:33:38: das kann ja zb auch mal die Frühstückslocations sein die man dann Nachmittags vielleicht für ein Mini-Event nutzt oder sowas.
00:33:45: also da bin ich immer offen und höre gerne von Leuten die das jetzt vielleicht auch hören weil ich glaube mit so kleinen Spielereien erreicht man doch ganz viel weil es eben dann auch immer digital stattfinden kann.
00:33:59: Würdest du sagen, dass die Innenstadt vielleicht auch einfach mehr Inszenierung braucht?
00:34:03: Also Erlebnisseinszenierung setzen ja viele immer gleich.
00:34:06: Da kommt es ja immer darauf an wie man's umsetzt.
00:34:08: Ja also ich glaube wir haben unglaublich viel Potenzial weil wir...also wie gesagt die Ideen sind ja oft schon da Wir denken manchmal zu groß und ich glaube es würde Sinn machen mehr kleine Sachen umzusetzen als das eine große.
00:34:23: Und wenn wir das hinkriegen, dann könnten wir so gut zusammenspielen.
00:34:26: Dann könnte der Handel mit der Hospitalität, mit der Gastro und jetzt mit der Kultur... Also mal ein Beispiel ich habe die Märchenschiffe als Event da backen Kinder.
00:34:36: Wir haben auch ein kleines Theater-Schiff und wir planen jetzt zum Beispiel ist Theater Schiff auch mal abends für einen Event zu nutzen.
00:34:41: Da könnte man z.B.
00:34:43: eine Jazzband mal reinsetzen.
00:34:45: Also solche vermeintlich verrückten Vergnüpfungen einfach mal neu zu denken und sich trauen das zu machen.
00:34:51: Ja, also wären wir wieder bei Trial and Error.
00:34:54: Wie ist es eigentlich mit dir?
00:34:55: Gehst du in die Innenstadt oft?
00:34:58: Ich
00:34:58: glaube zum Shoppen.
00:34:59: Es ist immer dieses ... ja ich muss in die Innschaft, ich muss keine Ahnung zu Zara oder so.
00:35:06: Wobei ich dann immer in der Innenstadt bin und mir denke... So hässlich ist es gar nicht.
00:35:11: Und das klingt so blöd, aber wenn du dann irgendwie keine Ahnung zwischen Dammton-Hoppernhof einmal lang fährst... Ich finde das immer so schön, wenn du mal mit der Bahn da rüberfährst und dann einmal auf die Binde als er guckst und siehst okay, die Gebäude sind schön!
00:35:23: Du hast die Fontäne und es ist super schön eigentlich alles.
00:35:26: Dann ist immer so ja ok, eigentlich sind wir echt zu selten hier.
00:35:32: Ja ich weiß nicht, aber dann ist es trotzdem so.
00:35:34: Keine Ahnung du hast einen Job.
00:35:35: also man hat ein Job und hat Uni Und dann bleibt irgendwie nur der Samstag und es tut mir leid so schön die Innenstadt auch mal sein mag an einem Samstag gehe ich nicht in die Innenstaat da ist es mir einfach zu voll und zu viele Touristen Und dann versuche ich dem doch dann zu entweichen.
00:35:50: Ich habe ja selber früher sehr lange im Einzelhandel gearbeitet.
00:35:53: Das wird natürlich dann auch Samstags oder an sowas wie Silvester, Weihnachten arbeiten.
00:35:59: Da bin ich nämlich auch jemanden, die das meint, weil sie sich den gut gebrochen jetzt auch nicht.
00:36:04: Aber grundsätzlich glaube ich dass man durchaus sich auch mal wagen kann das wieder einmal stärker in Angriff zu nehmen.
00:36:10: Auf jeden Fall und es ist ja doch schön.
00:36:12: vor allem ich finde Jetzt abgesehen auch von der Mönkebergstraße und dem Junkmannstieg, du hast ja auch so viele irgendwie schöne Seitenstraßen die man vielleicht gar nicht unbedingt auf dem Schirm hat.
00:36:24: So die Stadthöfe und so weiter sind ja bildschön.
00:36:28: Man muss halt nur mal hin!
00:36:29: Und auch die Passagen tatsächlich das war immer was, was ich früher da bin ich halt nicht so rein weil ich weiß nicht, wenn ich nicht muss das dann laden ist.
00:36:37: Da bin ich da so nicht rein.
00:36:39: Das ist auch noch mal ein Tipp.
00:36:40: Da hat sich echt so'n bisschen was getan.
00:36:41: die versuchen jünger zu werden sind ja manchmal tolle Konzepte drin, die sich vielleicht sonst gar nicht tragen würden.
00:36:48: Darf ich euch denn auch eine Frage stellen?
00:36:50: Wart ihr schonmal im Westfield?
00:36:52: Ja.
00:36:52: Aha!
00:36:53: Weil das finde ich ganz spannend, weil City haben wir, denken wir, Jungfernstieg Mönkeberg-Spitaler.
00:36:59: Und die Idee ist ja, dass sich die City so verschiebt quasi das Westfield.
00:37:04: und wenn ich sage City Managerin gehört für mich auch das Westfeld dazu.
00:37:08: Also dazwischen muss noch gefüllt werden.
00:37:12: Stimmt.
00:37:12: Deswegen war es jetzt für mich so spannend zu hören ob ihr da schon wart.
00:37:16: Würdet ihr denn auch vom Westfield in die Innenstadt laufen oder andersrum?
00:37:19: Ich hab's schon mal gemacht, ich weiß nicht wie ich's nochmal machen würde.
00:37:23: Also, ich weiß nicht.
00:37:24: Für mich ist es dann doch noch mal in der Ecke und ... Ich hatte schon den Fall, da hatte ich einen Besuch aus der Heimat und wir waren in der Innenstadt und die war ins Westfield.
00:37:33: Da war's okay.
00:37:35: Wir laufen da jetzt nicht hin!
00:37:36: Dann sind wir eine Bandstation gefahren.
00:37:39: Und das macht den Unterschied.
00:37:41: Das ist dann doch einmal noch mal ... quer durch die Speicherstadt ist bis du im Westfield bist?
00:37:46: Ich
00:37:47: finde, es kommt drauf an welchen Weg du nimmst.
00:37:48: Weil wenn du wirklich tatsächlich da wo du runterfährst in die Parkgarage diesen Weg gerade aus einfach nur läufst dann am Schielehausen-Kur vorbei alles.
00:37:58: Da find ich jetzt eigentlich relativ schnell.
00:37:59: Wenn das Wetter noch stimmt schuld und warum nicht?
00:38:03: ja Ich weiß nicht.
00:38:05: Vielleicht
00:38:06: muss ich es mal probieren, aber das jetzt ... Und die Hafencity ist bis jetzt noch seine eigene Welt.
00:38:13: Ich finde, du bist da und hat für mich einfach nicht den Flair der Hamburg statt.
00:38:18: Aber vielleicht kommt es mit der Zeit.
00:38:20: Es ist anders, aber ich find's eine sehr gute Ergänzung.
00:38:24: Und also mein Tipp wäre, die kürzeste Achse.
00:38:26: Also wirklich die schnellste ist wenn man von der Kirche in St.
00:38:30: Petri das ist die quasi an der Mönchelbergstraße so am höchsten Punkt ist.
00:38:34: Wenn man diese Straße gerade ausläuft über den Übersäbolevard zum Westfield.
00:38:39: Das ist der schnellste Weg eigentlich.
00:38:41: Interessant!
00:38:42: Ich schaffe nur zehn Minuten.
00:38:43: Kannst du dir es fürs nächste Mal auch?
00:38:45: Mach ich.
00:38:46: Oder eben auch anders drum, weil tatsächlich die U-Bahn ist fast noch schneller.
00:38:51: Es sind ja nur eine Station.
00:38:53: Dann aber auch noch mal von mir eine Frage, die du ja anteilig glaube ich schon beantwortet hast.
00:38:57: Nutz ihr spezielle Formate um die jüngere Generationen zu ansprechen?
00:39:02: Also noch nicht direkt, außer dass ich jetzt vielleicht ein Instagram-Account habe.
00:39:06: Aber würde ich sagen, vielleicht nicht die ganz jungen Ansprüche so wie wir denn gerade machen?
00:39:12: Aber was wir schon planen ist das wir mit InfluencerInnen zusammenarbeiten, dass wir bestimmte Events wenn es passt.
00:39:19: also verkaufsoffener Sonntag zum Beispiel hat ja verschiedene Themen die sind von Bezirksamt vorgegeben z.B.
00:39:24: Kinder, Jugend und Familie.
00:39:25: macht das Sinn mit Familieninfluencerinnen zusammen zu arbeiten Und da gibt's ja auch schon viele jüngere Leute.
00:39:32: Jetzt ist es ganz spannend, die Leute werden wieder früher Eltern als das früher so war.
00:39:39: Und ansonsten versuche ich so Offline-Events noch mal ein bisschen zu machen weil das ja gerade ein starker Trend ist.
00:39:45: also ich würde unglaublich gern wir haben in der Innenstadt einen Kino des Passagekinos, Stricken im Kino machen oder ein Offlineleseklub Weil wir haben viele spannende Locations und ich habe quasi das Netzwerk um die dann auch bespielen zu können.
00:39:59: da freuen sich ja alle.
00:40:01: Auch eine verrückte Idee, das klassische Kaufhaus finde ich übrigens ein Kulturträger.
00:40:05: Für mich ist es ein Stück Kultur.
00:40:07: Wir wissen nicht wie lange es die noch gibt.
00:40:09: in der Innenstadt haben wir ja jetzt auch nicht mehr so viele da auch mal was stattfinden zu lassen von mir aus in der Unterwäsche Abteilung oder so ne?
00:40:18: Also ein DJ-Event mit Stricken in der unterwäsche Abteil also diese verrückten Kombinationen die könnten halt eigentlich ganz gut funktionieren.
00:40:24: Das werden wir auf jeden Fall dieses Jahr noch probieren sowas in die Richtung zu machen.
00:40:28: Spannend!
00:40:29: Und inwiefern bezieht ihr die Gensi dann in der Planung mit ein?
00:40:34: Oder ist das dann so, okay wir kriegen mit.
00:40:37: Gensie interessiert sich für einen Strickkino und wir machen jetzt den Strick Kino also...
00:40:41: Also ich würde mir nie zutrauen alleine selber was f- für eine Generation zu machen, wo ich nicht Teil davon bin.
00:40:47: Ich würde das dann nur für meine Generation machen.
00:40:51: aber es gibt ja bestehende Bubbles schon.
00:40:53: also es gibt jetzt zum Beispiel schon einen Offline-Leseclub.
00:40:55: dann würden wir die natürlich mit einbeziehen und auch denen vertrauen wenn sie sagen wir brauchen das und dass.
00:41:01: Dann würden wir versuchen das auch so ermöglichen.
00:41:03: Und dann noch mal einen Blick nach vorne Wenn wir in Zukunft gucken wie könnte Hamburg denn in sagen wir mal zehn Jahren aussehen?
00:41:13: Also, ich wünsch mir dann in der Innenstadt irgendwie was Tolles Verrücktes, was es nicht gab.
00:41:18: Es muss jetzt nicht die Skipiste auf dem Dach sein aber irgendwas mit Dach find' ich schon ganz spannend.
00:41:24: also wir haben tolle Dächer da hätte ich gern was und dass Leute kommen und sagen Mensch toll!
00:41:30: Der grüne Bunker ist für mich auch so ein Beispiel das jetzt nicht in den Innenstaat Aber sowas in der Art Und was ich mir auch wünsche Die HamburgerInnen selbst wieder merken, also nicht nur Touris und vielleicht auch aus dem Speckgürtel Leute, die dann mal zu Besuch kommen sollen.
00:41:46: Wir, die hier wohnen wissen ... Die HamburgerInnenstadt ist ein Ort wo immer was Spannendes passiert.
00:41:51: Ich kann da einfach hin und erlebe etwas Spannendes so.
00:41:54: Das würde ich mir wünschen.
00:41:56: Schön gesagt!
00:41:57: Ja, ich hoffe das kommt dann demnächst.
00:41:59: Ich hoffe
00:41:59: auch!
00:42:00: Ich arbeite dran.
00:42:01: Wunderbar!
00:42:02: Aber es war ein sehr schönes Schlusswort.
00:42:03: Und dann würde ich sagen, kommen wir schon zu unserer Entrobrik den
00:42:07: Big Three.
00:42:14: Genau, wir fassen immer am Ende des Tages noch mal drei Key-Thesen zusammen.
00:42:19: Die Leute nochmal mitnehmen können aus dem Gespräch und du darfst am Ende auf jeden Fall nochmal deine Toppunkte nochmal mitteilen.
00:42:26: Du sagst bitte das auch mit Beachten und mitnehmen!
00:42:29: Tese Nummer eins, Innenstadt muss mehr sein als ein Einkauf.
00:42:33: Wenn Shopping allein nicht mitträgt braucht die City definitiv neue Gründe zum kommen bleiben.
00:42:38: dann spielt natürlich sowas wie Aufenthaltsqualität eine Rolle.
00:42:41: Kultur Gastronomie vor allem aber begegner also Erlebnisse so wie du gesagt hattest.
00:42:46: Sicherheit darf man nicht vergessen und aber irgendwo auch der Nutzungsmix und echte Identität mit der Stadt.
00:42:53: Und Tese Nummer zwei, Hospitality ist ein echter Stadtbaustein.
00:42:58: Also apartment-Hotel, normales Hotel oder Gastronomie – es belebt die Innenstadt und nicht nur für Gäste sondern auch für die Hamburger innen selber.
00:43:10: also entscheidend ist ob sie sich öffnen vernetzen und eben dem jeweiligen Quartier etwas zurückgeben?
00:43:16: Genau!
00:43:17: Und Tise Nummer drei, Die Zukunft der Innenstadt wird analog aber auch digital gestaltet.
00:43:22: Beide Wege darf man nicht vergessen.
00:43:24: City Management, Handel, Hospitality, Kulturstadt und Nachbarschaft müssen gemeinsamen handeln mit klaren Prioritäten.
00:43:32: mutigen Tests, trial and error hatten wir besprochen und aber auch nachhaltige Konzepten und vor allem aber auch digitaler Sichtbarkeit.
00:43:40: also das wo du auch gerade sehr stark daran arbeitest dass man das mehr damit aufnimmt damit es auch am Ende des Tages wirklich gute Ideen gibt um Begegnung zu schaffen.
00:43:50: Hast du noch einen Schlusswort für uns?
00:43:51: Ja, also ich würde tatsächlich noch sagen das klingt ja auch irgendwie anstrengend.
00:43:55: Diese Pluralisierung, Fragmentierung von all diesen Sachen.
00:43:57: Das klingt erstmal nach viel Arbeit.
00:44:00: Deswegen ist vielleicht ein Weg dahin auch in Kollaborationen mehr zu denken.
00:44:04: Also sich zu öffnen.
00:44:05: Ein Hotel... kooperiert mit einem lokalen Händler oder eine Gastro, mit dem Citymanagement.
00:44:12: Oder was auch immer oder mit dem Jazzclub oder sowas.
00:44:15: Also dass man da nochmal diese Kollaborationen mitdenkt weil das könnte eben der Schlüssel sein, dass man effizient vielleicht an diesen vielseitigen Anforderungen dann arbeiten kann.
00:44:27: Ich muss aber sagen es klingt zwar anstrengend, aber ich finde es klingt einfach sehr spannend und ich bin wirklich gespannt was die nächsten Jahre auf uns zukommt.
00:44:34: Und ich freue
00:44:35: mich!
00:44:37: Und dann sind wir auch schon am Ende unserer Folge angekommen.
00:44:40: Danke, Mimmi, dass du da warst und mit uns darüber gesprochen hast wie die Innenstadt eben nicht nur verwaltet sondern aktiv gestaltet werden kann.
00:44:48: Genau!
00:44:48: Wenn euch die Folge gefallen hat, wie immer bitte folgt uns, abonniert unseren Kanal auf der Podcast-Platform eurer Wahl.
00:44:55: Lasst uns gerne Like da, Kommentar, Feedback alles was ihr möchtet und denn nur so wissen wir welche Themen euch gefallen rund um Tourismus, Hospitality und das Reisen.
00:45:05: Und dann sehen wir uns in zwei Wochen wieder.
00:45:07: Da haben wir Janine Platz bei uns zu Gast, sie ist Künstlerin und Kaligrafin.
00:45:11: Mit ihr sprechen wir über ganz viele kreative Themen.
00:45:15: Genau!
00:45:15: Bis dahin bleibt neugierig und bringt euch wieder mit nächstes Mal.
00:45:18: Macht's gut!
00:45:19: Tschau, tschüssi!
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