Der perfekte Gastgeber – zwischen Gefühl, Service und Standard | Mit Jens Stacklies
Shownotes
Was macht eigentlich einen guten Gastgeber aus und kann man Gastfreundschaft wirklich lernen und sogar messen?
In der ersten Folge von „Bring dich mit” sprechen Sara und Minu mit Jens Stacklies, Vizepräsident der DEHOGA Hamburg und langjähriger Hotel- & Gastro-Unternehmer (u. a. Grand Élysée, Fischauktionshalle, Gröninger Brauerei).
Gemeinsam diskutieren wir, was echtes Gastgebertum heute bedeutet: Wie viel Persönlichkeit braucht ein guter Gastgeber? Können digitale Tools wirklich Herzlichkeit ersetzen? Und warum wird Menschlichkeit in der Hospitality zukünftig wichtiger denn je?
Außerdem geht’s um Hamburg als Hotspot für moderne Gastronomie, um Gästefeedback, Digitalisierung und warum manchmal ein ehrliches Lächeln den größten Unterschied macht.
Jetzt reinhören, wenn ihr wissen wollt, wie Gastgeber*innen heute denken, handeln und begeistern!
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Produziert von Podstars by OMR.
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:19: Moin und herzlich willkommen zu.
00:00:21: Bring dich mit dem Podcast, in dem wir ganz genau auf die Hospitality-Branche schauen.
00:00:26: Denn hier geht es nicht nur um das Thema Hotel, also um rein die schöne Hardware, sondern wir gucken ganz genau auf die Menschen, Ideen, aber auch auf die Entwicklungen, die unsere Branche am Ende des Tages prägen.
00:00:39: Wir schauen also ganz genau hinter die Kulissen, entdecken neue Perspektiven und fragen uns, wie können wir gemeinsam gestalten, was als nächstes kommt.
00:00:47: Unser Motto lautet, bring dich mit, denn nur was ich wirklich einbringt, kann etwas bewegen.
00:00:52: Wir sind
00:00:53: Minu
00:00:53: und Sarah von der Sikon Hospitality, dem größten Anbieter von Service Apartments und Hotels auf dem Hamburger Markt.
00:01:00: Und wir freuen uns, dass ihr dabei seid.
00:01:02: Heute in unserer allerersten Folge von Bring dich mit geht es um ein Thema, das wohl jenen nach Hospitalität die Branche und durchaus auch privat beschäftigt.
00:01:10: Was macht eigentlich einen guten Gastgeber aus und gibt es überhaupt eine universelle Definition dafür?
00:01:16: Oder ist der gute Gastgeber so facettenreich und individuell wie die Konzepte der Branche selbst?
00:01:22: Um diese Frage zu beantworten, haben wir Jens Stadtlis bei uns zu Gast.
00:01:26: Er ist Vizepräsident der Dehoge Hamburg, dem pulsierenden Netzwerk der Hamburger Gastronomie und Hoteleriebranche.
00:01:33: Zudem war er ganze sieben Jahre lang Direktor des Grand-Elysée Hamburg und hat jetzt auch im Bereich Wohnaufzeit gestartet.
00:01:39: Hinzu ist er unter anderem Betreiber der Fischaktionshalle in Hamburg, der Grüninger Privatbauerei und der Restaurants Schönes Leben.
00:01:48: Er ist somit sowohl Experte im Bereich Gastro als auch in der Hotellerie.
00:01:53: Jens kennt die Branche also wie kaum ein anderer.
00:01:56: Schön, dass du da bist, Jens.
00:01:57: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:00: In dieser Folge erwarten euch also ganz viele praxisnahe Tipps, spannende Geschichten aus der Branche und vor allem inspirierende Perspektiven, die nicht nur für Hotel- und Gastroprofis relevant sind, sondern vor allem für all die, die sich vielleicht auch allgemein für obane Lifestyles, Hospitality und vor allem für die Zukunft des Arbeiten und Wohns interessieren.
00:02:26: Bevor wir aber spannend und stark in unser Hauptinterview starten, wollen wir erst mal das Eis mit dir brechen jetzt.
00:02:33: Und dementsprechend bringen wir eine Rubrik wieder zurück, die eigentlich jeder kennt.
00:02:37: Aber ich glaube, nicht tagtäglich spielt.
00:02:39: Und zwar, ich packe meinen Koffer.
00:02:41: Darf ich mal anfangen?
00:02:42: Ja.
00:02:42: Also, wenn ich meinen Koffer packe, darf eine Sache auf jeden Fall nicht fehlen.
00:02:45: Das ist mein Reisepass.
00:02:47: Ich meine, sonst kommt man ja nicht mal los.
00:02:50: Und ich muss definitiv sagen, ich packe immer eine Powerbank mit ein, weil ich tatsächlich die Tendenz habe, auf Urlauben immer alles zu fotografieren.
00:02:58: Auch wenn ich mir die Fotos nicht alle immer danach noch mal anschaube, ich habe da so einen kleinen Drang.
00:03:02: Und vor allem packe ich ja auch viel zu viel ein.
00:03:04: Also man weiß ja auch nie, was einen am Ende des Tages erwartet.
00:03:07: Aber vor allem interessiert es aber jetzt gerade Jens, was du eigentlich einpaksst, wenn du spontan auf eine Reise fährst.
00:03:12: Was darf bei dir nicht fehlen?
00:03:13: Ja, das kommt ja auch so ein bisschen auf die Länge drauf an, aber auf jeden Fall nehme ich immer Sportschuhe mit.
00:03:18: weil ich gerne laufen gehe.
00:03:19: Also ich erkundete Stadtplätze, Orte, egal wo ich bin, immer gerne zu Fuß.
00:03:24: Das ist für mich immer ganz wichtig, dass ich das dabei habe und ich habe immer eine Badehose mit.
00:03:28: Das ist für mich ganz wichtig, wenn ich immer Gelegenheit habe, Baden zu gehen, eine Sauna zu benutzen oder sowas, dann mache ich das gerne.
00:03:35: Deswegen bin ich da immer ausgestattet.
00:03:37: Ansonsten bin ich da relativ unkompliziert und stimme das so ein bisschen auf den Anlass an.
00:03:42: Bequeme Kleidung und das war's schon.
00:03:43: Also ich bin da eher so ein Sporttaschen Typ,
00:03:47: der möglichst
00:03:47: wenig mitnimmt.
00:03:48: Papier hab ich natürlich dabei.
00:03:50: Und ich muss immer ein bisschen Bargeld in einer Tasche haben, weil mir das immer so ein bisschen Freiheit gibt, trotz Kreditkarte.
00:03:55: Ja, das fällt mir immer wieder ein.
00:03:56: Also mir fehlt ja immer das Bargeld.
00:03:58: Und genau dann brauchst du es halt immer, wenn du es nicht dabei hast.
00:04:02: Ja, aber cool, ich würde sagen, dann sind unsere Koffer geparkt und wir sind bereit für unsere Abenteuer.
00:04:07: Genau, ich denke, die Reise kann starten.
00:04:10: Cool.
00:04:11: Dann fangen wir direkt an mit unserer ersten Frage.
00:04:15: Was macht eigentlich einen guten Gastgeber aus?
00:04:17: Und gibt es sowas wie eine gemeingültige Definition dafür?
00:04:21: Oder würdest du sagen, Jens, das hängt vom Kontext ab?
00:04:24: Also sicherlich spielt der Kontext eine Rolle, aber das Entscheidende ist eigentlich immer behandelt den Gast so, wie du gerne selber behandelt werden möchtest.
00:04:31: Das finde ich immer so.
00:04:32: als Basis das Entscheidende.
00:04:35: Und Freundlichkeit und Lächeln.
00:04:37: kostet nichts.
00:04:38: Das ist das Einfachste, was man machen kann.
00:04:40: Einfach freundlich sein.
00:04:41: Egal, selbst wenn man einen schlechten Tag hat, schlecht aufgestanden, schlecht geschlafen hat und so weiter.
00:04:47: Wir sind Gastgeber und das verpflichtet einfach, finde ich, freundlich zu sein, freundlich zu bleiben.
00:04:52: Das ist das Entscheidende.
00:04:53: Dann geht mit alles mit los.
00:04:56: Und wenn wir über Gastfreundschaft sprechen, da treffen wir ja teilweise auch zwei Welten aufeinander.
00:05:00: Wir haben ja auf der einen Seite immer teilweise klare Service- und Qualitätsstandards, also wenn ich so zum Beispiel auch an den Dehoga-Verband denke, die halt auch Struktur und Orientierung geben sollen, aber auf der anderen Seite haben wir dann ja auch zum Teil Aspekte, die man vielleicht nicht direkt messen kann, also wie Empathie, Authentizität, kleines Lächeln nebenbei und Herzlichkeit, würdest du sagen, dass es da ... Entweder bei den Standards liegt, die den Unterschied machen oder eher bei der Persönlichkeit.
00:05:28: Denkst du, das lässt sich irgendwie vereinen?
00:05:30: Und wenn du sagst, ja, in wiefern?
00:05:32: Ja, ich glaube eher, dass es also immer schon eine Persönlichkeitssache ist.
00:05:36: Liegt natürlich am Standard.
00:05:37: Ich sag mal, wenn du im Vierarzeiten essen gehst, ist das ein anderer Standard.
00:05:40: Brauchen wir uns nichts vormachen.
00:05:42: Aber ich glaube, es hat sich dahin gehen positiv verendet, dass wir viel unkomplizierter geworden sind.
00:05:47: Früher war das so ganz wichtig, links, rechts, vorne, hinten.
00:05:50: Kann man machen.
00:05:51: ist aber gar nicht mehr so wichtig, auch bei vielen Gästen, die viel Geld für gutes Essen oder trinken oder übernachten ausgeben, dass diese Herzlichkeit, die es angenommen fühlen, das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Faktor.
00:06:04: Also die Wärme im Gastgeber sein, das ist der entscheidende Faktor und das muss eine Persönlichkeit haben und auch leben.
00:06:12: Und wenn sie sich da nicht mit Wohl fühlen, können sie in unserer Branche, glaube ich, nicht so gut arbeiten und so erfolgreich sein, wie sie gerne möchten.
00:06:19: Das heißt, Standards können eine gute Basis sozusagen bilden, aber am Ende des Tages, den entscheidenden Effekt hat, dann definitiv die Persönlichkeit, die auf jeden Fall rüberkommen sollte.
00:06:28: Absolut,
00:06:28: ja.
00:06:28: Und da muss unsere Branche eben immer dran arbeiten, dass wir genau die Personen finden, die sich dann für unsere Branche entscheiden.
00:06:34: Aber das machen ja viele auch, die testen das und kommen dann an.
00:06:38: Wir haben ja ganz viele Quereinschreiker mittlerweile auch.
00:06:41: Das werden ja mal mehr, das ist ein entscheidender Faktor.
00:06:43: Und da sind genau diese Persönlichkeiten, die wir eigentlich brauchen.
00:06:47: Würdest du dann aber sagen, dass es in allen Bereichen der Hospitality das gleiche Verständnis von gutem Service gibt?
00:06:54: oder spielen Aspekte jetzt wie Persönlichkeit, Individualität oder Direktheit oder so unterschiedlich große Rollen, wenn man jetzt verschiedene Bereiche der Hospitality wie Gastro oder Hotellerie betrachtet?
00:07:07: Ja, Hotellerie ist immer noch ein bisschen Übernachtung.
00:07:10: Das hat noch so ein bisschen mit ... Man kommt nach Hause, schläft dort, ist eingeladen.
00:07:15: Das hat immer noch ein bisschen mehr Wert, glaube ich.
00:07:20: Das Gastgeber sein bei einer Gastronomie, bei Veranstaltungen oder im Restaurant, das ist ja eine Momenteaufnahme.
00:07:27: Das ist eine gewisse Zeit, die ich den Gast versorge.
00:07:29: Da bin ich Gastgeber.
00:07:31: Das kommt auf das... Gastronomie-Konzept an.
00:07:33: Es gibt eben dieses Thema, die wir alle brauchen.
00:07:36: Die Schnellversorger, da muss es schnell sein, es muss unkompliziert sein.
00:07:39: Da mache ich eine Mittagspause, komme ich abends essen.
00:07:43: Das spielt eine große Rolle.
00:07:45: Und der Anlass ist immer ganz schön.
00:07:46: Ich schaue mal bei unseren Reservierungen gerne.
00:07:49: einmal so durch ist dann Geburtstag dabei oder warum sind die da?
00:07:54: Manchmal sind sie einfach nur da, weil sie Familie sich trifft, dann sind sie da, weil vielleicht der Besucher aus Australien da ist.
00:07:59: Das finde ich ist immer ganz wichtig zu wissen, weil es auch so eine kleine Verpflichtung ist, so ein bisschen Marke zu machen und sich zu zeigen.
00:08:06: Das ist eine Riesenschance für Gastgeber, Gastgeber zu sein.
00:08:10: Also würdest du schon sagen, dass in der Gastronomie das noch persönlicher und individueller und direkter ist als in der Hotellerie und es da dann eher noch mehr Strukturen und klare Linien gibt?
00:08:22: Ja, ich glaube schon.
00:08:22: Also bei der Übernachtung kommt ja immer darauf an, check ich ein.
00:08:26: Übernachte fühle mich wohl, wunderbar, je nach Produkt, Hotel, Anlass, Messerbesuch oder nicht.
00:08:31: Das ist ja ganz unterschiedlich.
00:08:33: Aber wenn ich zusammenkommen mit meiner Familie, mit meinen Freunden, mit meinen Geschäftspartnern.
00:08:39: Gerade Geschäftspartnern, ein Riesenthema, haben wir gerade übrigens bei uns auch ein bisschen Gespräch gemacht.
00:08:43: Wann störe ich an so einem Tisch?
00:08:45: Ich habe ein gewisses Feeling, das musst du haben.
00:08:48: Das ist ganz entscheidend, wenn du siehst, die unterhalten sich, dann sind sie zwar fertig mit dem Essen, aber dann würde ich nie dazwischengrätschen, sondern lasst das Gespräch zu Ende gehen und seht zu, haben die ihr Ziel so weit erreicht, wie sie es wollten.
00:09:00: Und dann kann ich stören und sagen, Mensch, darf ich mal kurz abräumen oder darf ich noch mal einen Wein ausgeben oder darf ich irgendwie den Service weiter begleiten.
00:09:09: Das ist eine ganz sensible Geschichte, ne?
00:09:10: Das ist übrigens in vielen Bereichen, wenn sie essen gehen, ganz wichtig, auch wenn Partner zusammenkommen, Familien zusammenkommen, dieses Gesprächsunterbrechen finde ich immer ganz unangenehm.
00:09:21: Ich persönlich, da muss so ein bisschen ... Vielen schon dabei sein.
00:09:24: Das sind ganz entscheidende Faktor, gerade bei Geschäftsgesprächen.
00:09:28: Ja, auf jeden Fall.
00:09:28: Oder auch am Ende des Tages, was du einen Feedback bekommst.
00:09:31: Also, es kann ja am Ende des Tages wirklich den Unterschied machen.
00:09:33: Man war mit einem zufrieden und dann stört man gerade in dem Moment, wo es halt einfach nicht passt.
00:09:37: Und dann heißt es gleich, es war alles schrecklich.
00:09:39: Ja,
00:09:39: genau.
00:09:40: Und
00:09:40: man selber denkt sich so, okay.
00:09:43: Ja, eigentlich war es gut, ne?
00:09:44: Also, die Leistung ist immer das Gesamtpaket von der Qualität, die auf dem Teller ist, natürlich von der Ausstattung, von dem Raum.
00:09:51: Aber dieses Gefühl, dass der Gast bekommt, der hat mich verstanden.
00:09:55: Der lässt mich jetzt gerade in Ruhe.
00:09:56: Ich kann mein Geschäft abwickeln.
00:09:57: Ich kann mit dem Partner das verhandeln, was ich möchte.
00:10:00: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:10:02: Wann darf ich stören?
00:10:03: Wann ist der Moment, einen stillen, sauberen, coolen Service zu machen?
00:10:09: Ein weiteres Thema, was, glaube ich, auch gar nicht mehr wegzudenken ist und was sich super schnell entwickelt, ist ja das Thema Technologie.
00:10:15: Digital everywhere, würde ich sagen.
00:10:18: Also von digitalen Tools, da gibt es ja auch schon wirklich unendlich viele, die unter anderem ja auch den Alltag erleichtern können.
00:10:25: Aber wenn wir jetzt das Ganze um Münzen auf das Thema Gastgeber tun, würdest du sagen, dass zum Beispiel digitale Tools oder die zunehmende Digitalisierung irgendwo vielleicht die wirkliche klassische Gastfreundschaft.
00:10:39: ersetzen kann, könnte in den nächsten Jahren?
00:10:41: oder sagst du, menschliche Nähe ist am Ende genau das, was unersetzlich bleibt.
00:10:47: Und wie integriest du eigentlich Technologie in deinen Alltag bzw.
00:10:51: ja auch in die ganzen Betriebe und in das ganze Unternehmertum, was du betreibst?
00:10:56: Es gibt natürlich ganz viele Hilfsmittel, das ganze KI-Thema, was auf uns zukommt.
00:11:00: Dienstplan, Gestaltung ist natürlich so ein Thema, was eigentlich im Moment alle nutzen, stellst du rein, gehst auf deine App, äh äußerst deine Wünsche.
00:11:08: kann es sich abstimmen, geht schneller, ist unkomplizierter, ist aber unverbindlicher.
00:11:12: Es ist leichter auf einem Dienstplan per App zu sagen, ich fühle mich heute nicht bleibt zu Hause als den Chef anzurufen und zu sagen, irgendwie ist mir komisch, dann wird vielleicht noch mal nachgefragt.
00:11:24: Es gibt ja unterschiedliche Aspekte auch in den Bereichen, das darf man nicht unterschätzen.
00:11:27: Also es wird auf jeden Fall, ich glaube, uns einiges erleichtern, Reservierungssysteme, Checklisten, ganze Betriebsabläufe lassen sich viel besser erfassen.
00:11:40: Die ganzen bürokratischen Auflagen, die wir haben, die können wir wahrscheinlich später noch viel besser in Tool springen, wobei ich ja immer noch auf Endbürokratisierung warte.
00:11:49: Da wird nichts passieren, da bin ich relativ ohne Hoffnung, muss ich ehrlich sagen.
00:11:54: Aber dieser menschliche Aspekt, glaube ich, der wird immer noch bei uns eine ganz große Rolle spielen.
00:12:00: Und ich glaube, er wird in den nächsten zehn, zwanzig Jahren sogar noch viel wichtiger werden, als wir jetzt so eigentlich für uns wahrnehmen.
00:12:08: Es gibt natürlich diese Versorgungsgeschichten, Messe, da geht das schnell, das ist unkompliziert.
00:12:12: Da habe ich meinen Schrank, da nehme ich was raus.
00:12:15: kann gezählt werden, registriert werden und so weiter.
00:12:18: Da gibt es die unterschiedlichsten Systeme nachher.
00:12:20: Es gibt ja auch diese Kochobotter schon.
00:12:21: Alles wunderbar.
00:12:23: Ich weiß immer nicht, ob ich mit meiner Frau essen gehe, aber ich vom Kochobotter bekocht werden möchte.
00:12:28: Das ist eine Geschmackssache.
00:12:29: Das macht alles sich toll entwickeln nachher.
00:12:31: Aber so ein Gerät muss wieder betreut werden.
00:12:33: Es muss gereinigt werden.
00:12:34: Es muss gewartet werden.
00:12:36: Wir wissen alles, was es heute kostet, wenn Sie heute eine Kaffeemaschine nehmen.
00:12:40: Die hat früher, ich weiß mal, drei, viertausend Euro gekostet.
00:12:43: Ich bin ja schon ein bisschen länger im Geschäft.
00:12:44: Heute kostet sie sechzehn und achtzehntausend und zwanzigtausend.
00:12:47: Sie können ja sich fast ein Auto dafür, kannst du ja fast kaufen.
00:12:49: Das ist schon Wahnsinn.
00:12:51: Dann die Wartung dazu, der Vertrag, das spezielle Reinigungsmittel, was du nur benutzen darfst und und und.
00:12:56: Also es wird auch nicht viel einfacher.
00:12:58: Es werden, glaube ich, auch ein paar Dinge deutlich komplizierter dadurch.
00:13:01: Das Maß der Dinge, das wird das Entscheidende sein, aber das werden die nächsten zehn Jahre zeigen.
00:13:06: Was ist wirklich für uns praktikabel und wichtig?
00:13:09: Eins wird immer bleiben, das Lächeln kommt nicht von irgendwo her, sondern es kommt von den Menschen, der mit dir spricht, der dich betreut, der für dich da ist und das schafft Vertrauen.
00:13:21: Eine Tiefgarage ist immer ein tolles Beispiel.
00:13:22: Ich bin immer, wenn wir in den Hotel fahren, Tiefgarage.
00:13:26: Ich freue mich immer, wenn ich so eine Tiefgarage habe.
00:13:28: Wir waren neulich in Frankfurt, große Tiefgarage.
00:13:31: Da saß ein Mensch.
00:13:32: Das ist toll.
00:13:33: Das gibt dir ein Gefühl von Sicherheit und auch mein Schip verloren oder das Ticket und also diese ganzen Themen.
00:13:39: Das ist schon... So eine Mischung, die es geben wird.
00:13:43: Ich seh das aber genauso, gerade bei dem Thema Park, was muss ich schon sagen.
00:13:46: Also wie oft bin ich irgendwo reingefahren, wo ich dann vor allem in anderen Städten, wo ich dann tatsächlich das Problem hatte, rauszukommen, dann denke ich, okay, wen kontaktier ich dann jetzt?
00:13:53: Und das ist wie beim Fahrstuhl.
00:13:54: Genau.
00:13:55: Du kontaktierst dann, drückst den Knopf und dann wartest du und du wartest.
00:13:58: Und irgendwie auch jedes Mal, wenn ich am Hauptbahnhof da an dem Park, ich denke hier, Gott sei Dank sitzen hier Leute, weil man weiß ja nie, was passiert hier.
00:14:04: Ja,
00:14:04: aber keine große
00:14:05: Freude.
00:14:06: Nee, nee, auf gar keinen Fall.
00:14:08: Uns aber nochmal interessieren würde.
00:14:10: Also jetzt kommen wir auch noch ein bisschen stärker zu dem Thema Wohn-off-Zeit.
00:14:15: Es gibt ja diverse Hospitality-Konzepte, die ja schon alles durch digitalisieren.
00:14:19: Also die stellen quasi die Hardware zur Verfügung, deine vier Wände, dein Zimmer.
00:14:22: Und da gibt es aber keinen Vorort, so wie ein Parkhaus jetzt.
00:14:26: Und dann kannst du alles digital abwickeln, geht super schnell und hast quasi die Räumlichkeit für dich.
00:14:32: Könnte man aber sagen, dass solche Anbieter wie zum Beispiel dann ein Lime-Home, die ja sowas zur Verfügung stellen, Könnte man die schon quasi als Gastgeber betiteln oder fehlt da am Ende des Tages doch irgendwo der persönliche Touch?
00:14:44: Also es ist eine ganz andere Form von Gastgeber sein, wenn man da stelle ich eine Höhle zur Verfügung, das muss man nur sehen.
00:14:52: Wir machen das bei uns so, dass wir die Paarpartners, die wir jetzt haben, sind im Speckgürtel unterwegs.
00:14:58: Natürlich die digitale Einschäcken, finde ich wunderbar, Schlüsse los.
00:15:02: Das sind die praktische Dinge.
00:15:04: Keine Schlüsse wird mehr verloren, das ist eine Karte weg.
00:15:06: Drog ich ne Neue aus oder brauche ein Fünf, krieg ich da Fünf.
00:15:09: Das hat ja alles enorme Vorteile.
00:15:10: Das sieht man ja auch in den Hotels.
00:15:12: Wie oft verliege ich meine Karte und hab ihn dann doch wieder irgendwo.
00:15:15: Dann kriegst du ne Neue.
00:15:16: Das ist überhaupt nicht das Thema.
00:15:17: Aber wir machen das so, dass wir jetzt vierzehn Tage gerne ... Die Apartments in das Wohnaufzeit einmal durchschauen, wir reinigen einmal, machen frische Bettwäsche hin.
00:15:27: Das hat viele Vorteile.
00:15:28: Die Menschen sind unterschiedlich und sie benehmen sich unterschiedlich.
00:15:32: Und auch diese Kontrolle, das muss stattfinden.
00:15:34: Das muss ja auch noch ästhetisch sein.
00:15:37: Also nur einfach so einchecken.
00:15:39: Es gibt so Zimmer, da gehe ich dann auch wieder raus und solche gern andere Zimmer.
00:15:42: Also ganz so einfach ist das auch nicht.
00:15:45: Oder man hat dann halt Gäste teilweise wie mich manchmal, die sie halt sagen, okay, ich gehe in das Zimmer, gefällt mir nicht.
00:15:50: Könnte ich noch mal ein anderes sehen oder das?
00:15:52: und das stört mich und das kannst du natürlich in solchen Konzepten.
00:15:55: Das erledigt.
00:15:57: Das individuelle geht verloren.
00:15:58: Das ist eine reine Übernachtung.
00:15:59: Das kommt immer darauf an, also Handwerker.
00:16:02: Er legt sein Geschäft, der will schlafen, fährt morgens wieder los, meistens frühstücken die gar nicht.
00:16:06: Wenn man jetzt so in diesen Bereich geht, da hab ich Bekannte, die machen das.
00:16:10: Das ist völlig unkompliziert, da passiert nicht viel.
00:16:13: Aber trotzdem, wenn wir also länger, wir machen so ab einem halben Jahr, drei Monaten bis zum halben Jahr, wohnen auf Zeit.
00:16:19: Und da ist ja schon gut, ne, dieser Kontakt und diese... Kontrolle, das macht schon Sinn für beide Seiten einfach und für die Nachfolge.
00:16:27: Man könnte ja auch vielleicht sagen, dass solche Konzepte dann eher so Gastgeber leid sind.
00:16:31: Ja, kann man sagen.
00:16:33: Ich finde,
00:16:35: das ist ein guter
00:16:35: Titel.
00:16:36: Wir haben jetzt ja schon oft angesprochen, dass es so die Kleingesen sind, dieses persönliche, dieses gewisse, dieser Blick aufs Detail, der den Unterschied macht.
00:16:46: Gibt es dann für dich so konkrete Momente oder Beispiele, wo du sagst genau, Das ist wahre Gastfreundschaft oder das bleibt dem Gast hängen.
00:16:56: oder das habe ich letzte Woche erlebt, wo ich dachte, boah, das ist cool.
00:17:00: Das war ein richtig guter Gastgeber.
00:17:04: Ja, es gibt ...
00:17:05: Du kannst ruhig sagen, wir.
00:17:08: Ja.
00:17:10: Wir haben da wirklich Unterschied, diese Erlebnisse, ich sag mal, bei uns war ein nettes Beispiel, kam eine tolle Hochzeit, ganz ausgemietet.
00:17:16: Wir haben noch so einen ganz sehr schönen alten Landgasthof, fünfhundertfünfzig Jahre alt in Neuendreich, in der Haseldorfer Marsch, wurde zehn Jahre gekauft und ausgebaut.
00:17:25: Und das ist eine ganz tolle Hochzeitslocation.
00:17:27: Da treffen sich also ganz viele Menschen und Heiraten.
00:17:29: Das macht große Freude.
00:17:31: Und da kommt die ... Schwiegermutter an mit der riesen Torte und Stolberte in die Betrieb rein.
00:17:39: Und die Torte war zerstört.
00:17:41: Jetzt haben wir aber Gott sei Dank ein Konditormeister bei uns beschäftigt, der auch Kühenchef ist.
00:17:44: Also das passt natürlich und der hat dann in Windeseile eine neue Torte gezaubert.
00:17:49: Das ist natürlich sensationell oder was ganz häufig ist.
00:17:54: Wir hatten neulich, wenn wir eine Veranstaltung tragen und dann fällt die ganze Technik aus, dann ist kein Techniker da.
00:17:59: Das sind so ganz kleine banale Dinge.
00:18:01: Wenn so ein Techniker sofort zur Verfügung ist, gerade bei Konferenzen, Sitzungen, die ich dann auch selber, wo ich selber eingeladen bin, das ist so wichtig, dass das dann alles weitergeht.
00:18:09: Das sind so Serviceleistungen, die musst du einfach machen, die kann keinen anderen.
00:18:13: Da muss ein Mensch kommen, der sagt, ich kriege das Problem für sie gelöst.
00:18:17: Das haben wir ganz oft im Catering-Bereich.
00:18:20: Das wissen auch unsere ganzen Mitarbeiter im Eventbereich.
00:18:22: Hat einer ein Problem, fehlt irgendwas, beruhigen.
00:18:26: Wir kriegen das Thema hin.
00:18:27: Wir werden das irgendwie lösen.
00:18:28: Das ist das Entscheidende.
00:18:29: Der will nicht wissen, was nicht geht.
00:18:31: Wir wollen immer nur wissen, was geht.
00:18:32: Und dann gucken wir die beste Lösung.
00:18:34: Und das muss eigentlich so das Ziel aller Dinge sein.
00:18:37: Wie kriegen wir das irgendwie gelöst zufrieden?
00:18:40: Wenn nicht, auf den will ich dann eben auf dem anderen.
00:18:42: Viele Wege führen nach oben.
00:18:43: Manchmal ist es viel einfacher, als wir denken.
00:18:45: Wir machen immer so ein Riesenproblem aus irgendeinem
00:18:47: Problem.
00:18:47: Und
00:18:48: das brauchen wir eigentlich gar nicht.
00:18:49: Sondern lass uns da nicht darüber diskutieren, was für ein Problem das ist.
00:18:53: Dann guck lieber danach, wie können wir das... packen und lösen für alle Beseiten, sodass wir alle zufrieden sind.
00:18:58: Das stimmt aber schon.
00:18:59: Also wie oft hat man bei diversen Problemen, die man hat, es muss ja gar nicht mal mehr Hospital-Designer, also ob du jetzt im Einzelhandel zum Beispiel, oder keine Ahnung, über online was bestellst, einfach Hilfe brauchst, wird dir ja erst mal nur gesagt, was eigentlich gar nicht geht.
00:19:11: Und ich denke mir, ok, kommen wir dann irgendwann zu dem Puck, was eigentlich geht?
00:19:14: Was muss ich jetzt tatsächlich tun?
00:19:15: Also ja, was soll ich jetzt tun?
00:19:16: Also ich kann auch gerne helfen.
00:19:18: Wie kann ich das lösen?
00:19:19: Das ist das Thema ja.
00:19:21: Vielleicht auch um die Ecke denken, ne?
00:19:22: Ja, genau.
00:19:22: Zum Beispiel.
00:19:24: Wir beide hier sind ja bei der Sikors Betätig quasi aus Marketing und im Marketing misst man ja sehr gerne seine Sachen.
00:19:31: Also sollte man auch vor allen Dingen um zu gucken, dass das was man tut ja am Ende des Tages auch einen gewissen Erfolg erzielt.
00:19:38: Würdest du sagen, dass man Gastgeber sein eventuell messen kann oder bleibt das am Ende wirklich eine reine Gefühlssache?
00:19:45: Und wenn man es messen kann, was würdest du da für Indikatoren quasi hinzuziehen?
00:19:49: Also die ganze Bandbereite von Social Media, egal was man jetzt nimmt.
00:19:54: Kann man mit der Stilier Meinung sein, dass eines gut ist, eines schlecht ist, eines ganz anonym.
00:19:59: Und direkt wird dir das dann nie einer sagen, aber schreiben tut das dann und so.
00:20:03: Drei
00:20:04: Monate später.
00:20:06: Das ist ja so das Thema.
00:20:07: Aber das ist natürlich ein Riesengradmesser, das darf man nicht unterschätzen.
00:20:10: Einerseits haben wir ein Missbrauch, weil feige Menschen einfach hinterher irgendwie dämlich nachtreten und ihr Problem gar nicht gesagt haben, also konnte ich es auch nicht lösen.
00:20:18: Das spielt eine große Rolle.
00:20:19: Aber unter dem Strich ist da schon eine starke Bewertung drin.
00:20:23: Also die netten und echten Ehrlichen, die sagen ja wirklich, Das war toll, das hat mir geholfen.
00:20:30: Ich habe mich sehr wohl gefühlt, das war alles prima oder es gibt, das haben wir ganz oft, das werden wir natürlich sehr gut aus, das macht unser Sohn Felix.
00:20:37: Der guckt dann genau, also das hat ganz toll alles geklappt, aber da sind so zwei, drei Dinge, die haben uns nicht so gut gefallen, die wollten wir gerne sagen.
00:20:44: Und das ist ja die größte Wertschätzung, die wir kriegen können.
00:20:46: Wenn uns ein Kunde sagt, es war toll bei euch, aber ich habe noch zwei, drei Kritikpunkte, die ich als Verbesserungsvorschläge sehe.
00:20:54: Habt ihr das mal so oder so überlegt?
00:20:55: Also das müssen wir schon messen und auswerten.
00:20:57: Das ist ein ganz entscheidender Faktor.
00:20:58: Ich glaube, das spielt eine große Rolle und hilft uns einfach auch die Zukunft weiter zu gestalten.
00:21:03: Wir fragen ja auch Gäste ganz offensiv nach.
00:21:06: Wenn wir sehen, dass sind Gäste, so mit denen kannst du auch mal reden und da kriegst du was raus.
00:21:10: Jeder will das ja auch nicht.
00:21:12: Aber wenn wir dann die Gelegenheit haben und sehen, Menschen, die tritt mit uns in die Kommunikation, dann nutze ich das natürlich sofort.
00:21:18: Das ist optimal.
00:21:19: Das heißt quasi, Gästefeedback ist bei euch sozusagen, oder wie es auch, glaube ich, für jeden sein sollte, gerade der diverse Sachen sind betreibt, das A und O. Und habt ihr auch für euch interne KPI, sage ich jetzt mal, wo ihr sagt, ah, das sind so unsere Ziele jetzt und daran wollen wir uns messen, damit man sich dann irgendwie etwas orientiert oder sagt so, nee, wir wollen genau die Emotionen der Gäste festhalten und das Gästefeedback ist bei uns wirklich das Allerwichtigste.
00:21:45: So sehen wir das eigentlich.
00:21:46: Das Gästefeedback ist für uns eigentlich so ein Gradmesser aller Dinge.
00:21:50: Und das sammeln wir und dafür haben wir dann eben auch unsere Meetings, wo wir uns dann wieder zusammensetzen.
00:21:55: Pass auf, das sind so drei Dinge oder vier, die immer wieder auftreten.
00:21:58: Da ist irgendwas verkehrt bei uns.
00:21:59: Das läuft nicht in die richtige Richtung.
00:22:01: Da müssen wir einsteigen.
00:22:03: Das werten wir sehr wohl aus.
00:22:05: Und das verarbeiten wir dann auch direkt in unmittelbaren Gesprächen, in kleinen Teams.
00:22:09: Wir sind ja immer kleine Einheiten.
00:22:11: Das macht das auch relativ schnell und unkompliziert, dass wir immer mit den Teams zusammenkommen, die es betrifft.
00:22:17: Also wir machen nicht so ein großes Ganze, jetzt kommen wir alle zusammen und erzählen die große Geschichte sowieso keiner zu, sondern es muss da sein, wo es anfällt.
00:22:23: Das ist das Entscheidende.
00:22:25: Das sehen wir in der Politik.
00:22:26: Wir haben uns alle lieb.
00:22:27: Das ist schön, aber es langt nicht.
00:22:29: Also, wir müssen schon sagen, das ist euer Problem und die Probleme sind ja tatsächlich unterschiedlich.
00:22:33: Ich habe andere Gäste in der Gröninger Brauerei zum Beispiel als im schönes Leben auf dem Land.
00:22:38: Oder wenn ich die großen Ketterings, da richtige aufwendige Produktionen habe, sind das eine ganz andere Sensibilität, ganz andere Wunsch vom Gast und vom Kunden mit Agenturen und mit wem wir da alles zusammenarbeiten.
00:22:50: Und das müssen wir aufnehmen und da müssen wir auch sofort reagieren und daraus lernen.
00:22:54: damit wir eben fit für die Zukunft sind.
00:22:57: Und das kann eben dieser USP sein, dass uns unterscheidet.
00:23:01: Es gibt nichts Wertvolleres als einen Zufrieden in Punden.
00:23:05: Das ist die beste Werbung, das beste Marketing, was wir haben.
00:23:07: Das andere müssen wir alles begleiten, müssen präsent sein, weiß ich alles.
00:23:11: Aber ein Zufriedener Gast, der sagt, das war eine coole Nummer.
00:23:14: Das ist ja die alte Regel.
00:23:15: Ich war ja jemanden unzufrieden, erzählt er das fünfhundertmal, war als Zufrieden, sagt er dreimal nicht so, tolle Nummer kann ich empfehlen, prima, toller Laden, nett.
00:23:23: Aber umso mehr müssen wir uns um die kümmern.
00:23:27: Und Ausschlag geben könnte natürlich dahingehend auch sein, dass man wirklich zuhört, weil das können ja die wenigsten zuhören, sondern man tut vielleicht ab und zu auch so nur, ob man richtig zugehört sagt ja.
00:23:37: Und am Ende des Tages setzt man doch nicht gewisse Dinge, weil das wollen ja die Gäste meistens einfach nur verstanden werden.
00:23:42: Genau.
00:23:42: Und dann sind eben viele auch und das darf ein guter Gastgeber eben auch nicht sein.
00:23:46: Er darf nicht beleidigt sein, wenn ein Kunde was sagt.
00:23:49: Und wir müssen das natürlich auch differenzieren, dafür haben wir natürlich Betriebsleiter und Chefs, die dann auch mal sagen, also mit dem Gast muss ich jetzt mal reden, es gibt ja auch sehr unsachliche Gäste, brauchen uns auch nichts vormachen, da kann man aber auch wirklich mal sagen, Entschuldigung, jetzt ist aber auch gut, also wir haben das Thema verstanden, vielen Dank, aber sie werden jetzt persönlich und das brauche ich auch nicht, also da muss man schon so einen Gradmesser haben.
00:24:09: Und da kommt die Emotionen wieder ins Spiel.
00:24:13: Aber das Zuhören ist ein ganz entscheidender Faktor, da kann man ganz viel rausziehen.
00:24:17: Du bist ja sehr tief im Gastgeber-Tum verwurzelt.
00:24:22: Nimmst du da auch automatisch irgendwie was mit nach Hause?
00:24:25: Und bist du auch privat gerne Gastgeber?
00:24:27: Und gibt es dann auch so Dinge, die du aus deinem beruflichen irgendwie im Alltag übernimmst?
00:24:33: Ja, also ich stelle
00:24:36: mich jeden Tag ein.
00:24:39: Einen und Ausschäge machen wir also nicht.
00:24:41: Wenn du jetzt irgendwie Bekannte zum Essen einlädst, also gibt es da irgendwie Punkte, wo du dann sagst, das ist dann auch Zuhause extrem wichtig und da liegt schwer drauf.
00:24:50: Ja, so ist für uns alles wichtig.
00:24:51: Das machen wir auch ein bisschen anstrengend.
00:24:53: Aber wir machen das unwahrscheinlich gerne.
00:24:54: Also meine Frau und ich, wir sind gerne Gastgeber.
00:24:56: Wir haben auch oft Besuch und Freunde und Familie bei uns.
00:24:59: Wir kochen immer alle zusammen auch.
00:25:01: Wir essen zusammen und das muss natürlich auch immer schön sein.
00:25:04: Also wir essen lieber weniger, aber dafür schön und lassen uns dann auch Zeit dabei.
00:25:09: Und das geht natürlich dann immer mit Vorspeisen los und so weiter.
00:25:12: Dann gibt es auch ein Gläschen dazu, wie sich das gehört und dann wird gegessen.
00:25:16: und das kann auch... oft sehr lange dauern.
00:25:19: Und es ist natürlich für uns immer nicht so ganz einfach, wenn wir irgendwo essen gehen oder mal Urlaub machen, dann dauert das immer ein bisschen, bis wir runterkommen und sagen, Mensch, stück mich das wieder, oder ich habe das gerade gesehen.
00:25:31: Ich sag, lass das sein.
00:25:33: Das sind wir so ähnlich, da tauschen wir uns im Haus.
00:25:36: Ich sag, das geht uns hier gar nichts an.
00:25:37: Wir fühlen uns wohl und fertig, lass das laufen.
00:25:40: Also, man muss dann erst mal so drei, vier Tage runterkommen und loszulassen.
00:25:44: Weil so ein paar Dinge sind, das ist so im Fleisch und Blut, das stört dich einfach nicht.
00:25:48: Das
00:25:49: ist ganz komisch.
00:25:50: Aber so nach drei, vier Tagen fehlt das dann ab und sagt, okay, dann ist das so.
00:25:53: Sehr
00:25:54: gut.
00:25:55: Und wir sind ja hier im wunderschönen Hamburg.
00:25:59: Viele verbinden ja Hamburg, vor allem mit dem Hafen, Kanäle, Alsterstadtpark.
00:26:03: Aber jetzt war ich auch vor kurzem beim Hamburger Tourismus-Tag, dafür auch das öfteren Franzbrötchen, Fischbrötchen, also die klassischen Dinger.
00:26:13: In welche Rolle, würdest du sagen, spielt die Stadt eigentlich allgemein für die Art und Weise, wie Gastfreundschaft hier gelebt wird?
00:26:21: Also ich glaube Hamburg ist ja, haben wir jetzt gerade wieder gehört, eine der glücklichsten Menschen, leben in Hamburg.
00:26:27: Das kommt ja nicht von irgendwo
00:26:29: hin.
00:26:31: Das liegt ja auch an uns Gastgebern, will ich mal sagen, an uns Hoteliers.
00:26:35: Und um die Menschen, die die Gäste, die hierher kommen, umsorgen und die, die hier wohnen und so, die fühlen sich ja wohl.
00:26:41: Also anscheinend machen wir viele Dinge richtig.
00:26:44: Das ist schon ein toller Faktum.
00:26:45: Uns wurde ja immer unterstellt, wir sind zu kühl und dies und das.
00:26:48: Also mir ist es lieber, ich brauche mal ein, zwei Tage, bis ich ihn mal kennenlernen, bevor ich dem gleiche Umheiz falle.
00:26:53: Also ich hab da schon gerne so ein bisschen, so ein bisschen Aufbau, sag ich mal.
00:26:58: Und dann kann man auch sehen, ist das echt oder nicht.
00:27:01: Und ich glaube, dass wir echte Gastgeber sind hier in Hamburg.
00:27:04: Und auch, das macht das vielleicht auch aus, dass wir es dann ehrlich meinen und sagen, schön, dass du da bist.
00:27:10: Und das ist, im Gesamtpaket hat sich das toll entwickelt, glaube ich, Hamburg ist super aufgestellt.
00:27:16: Wir haben auch eine riesige gastronomische Vielfalt, wir haben ja Hotellerie, das hört ja gar nicht mehr auf im Moment, das geht ja immer weiter.
00:27:24: zwei Sterne, drei Sterne, vier Sterne und so weiter.
00:27:27: Jetzt das Riesen-Westfield-Center, das muss man sehen, das wurde ja auch erst irgendwie schwer.
00:27:31: Das ist das, wenn wir jetzt erst sehen, wie sich das entwickelt, ob das insgesamt mehr bringt.
00:27:36: Aber es tut, glaube ich, der Stadt insgesamt gut, dass das alles so zusammenwächst.
00:27:39: Und wir haben ja eine gigantische Mischung aus Hafen und Wasser und Bäumen und Pflanzen und Grün und also eine unwahrscheinlich lebenswerte Stadt.
00:27:49: Aber wir müssen jetzt wirklich auch ein bisschen aufpassen, dass die Gastronomie weiterhin Gastgeber sein kann.
00:27:55: Denn manchmal habe ich wenig Zeit, mich um meine Gäste zu kümmern, weil ich nur noch mit irgendwelchen Behörden, Auflagen und sonst was beschäftigt bin.
00:28:03: Und das kann nachher ein Problem werden und wir dürfen nicht die Lust verlieren am Gastgeber sein.
00:28:07: Das ist so die größtige Gefahr, die ich im Moment sehe, weil so viel auf einen einstürzt, dass man sagt, also irgendwie, warum soll ich das jetzt eigentlich noch machen?
00:28:14: Jetzt langsam, langsam, ne?
00:28:15: Ich spreche damit ganz vielen Kollegen und die sind also wirklich ganz lange Gastgeber, die sagen ja.
00:28:20: Also Wir müssen, das muss leichter werden, das Ganze, ne?
00:28:24: Und weil du gerade auch Hafen und Co.
00:28:27: erwähnt hast, man könnte ja im Grunde auch sagen, also ich höre das ja auch immer wieder, ne?
00:28:31: Wir sind reserviert, zurückhaltend.
00:28:33: Wenn ich dann aber an München so denke, denke ich so, ja gut, ich würde mal auch gleich vergleichen, bzw.
00:28:38: finde ich eher da besser angesiedelt.
00:28:40: Man könnte aber dann schon eher sagen, Hafen bedeutet ja auch irgendwo Weltoffenheit.
00:28:45: Ich würde schon sagen, dass gerade in Hamburg man doch sehr offen gegenüber vielen Dingen ist, so gerade Thema Gastfreundschaft.
00:28:52: Und wenn ich daran denke, gerade im Sommer, alle sind draußen auf den grünen Flächen, eine gewisse Gelassenheit ist da ja auch da.
00:28:58: Und das merkst du auch in vielen Betrieben, wenn man unterwegs ist.
00:29:01: Also man geht nicht ganz langsam auf jemanden zu und sagt, entschuldigen Sie bitte, haben Sie sich schon durchgelesen, was Sie heute stellen wollen, sondern sagt, na, kann es losgehen?
00:29:11: Genau.
00:29:11: Und dieses Thema mit dem Hansiaten ist ja auch eine gewisse Verlässlichkeit.
00:29:15: Also eigentlich weiß man ja, was man hat, würde ich sagen.
00:29:17: Absolut.
00:29:17: Also das ist ein hohes Gut eigentlich.
00:29:20: Das kann man positiv sehen.
00:29:21: Und wir sind ja auch entspannter geworden.
00:29:25: Das muss man ja sehen.
00:29:26: Also das merkt ihr in der Gastronomie ja ganz stark, wie unkompliziert das wird.
00:29:29: Aber dieses, was du gerade angesprochen hast, haben sie reserviert und das ist ja ein Spruch.
00:29:35: Klar muss man fragen, ob du reserviert bist.
00:29:37: Aber man kann ja auch mal sagen, schön, dass du da bist.
00:29:39: Was kann ich für dich tun?
00:29:40: So
00:29:41: muss er auch nicht negativ behaftet sein.
00:29:42: Kann ja auch eine gewisse Höflichkeit sein, die ja auch zeitlässlich mal auf den anderen ja einzulassen.
00:29:47: Ja, genau.
00:29:47: Und dann kriegt man den Kontakt und dann guckt man ja und kommt ja automatisch.
00:29:51: Ich habe reserviert für vier Personen, sechs Personen.
00:29:53: Ich habe mich reserviert, hab den Tisch fertig.
00:29:56: Also wir leben ja nun von den Gästen und von der Gastlichkeit.
00:29:58: Das ist das Entscheidende.
00:30:00: Die ist onkomplizierte.
00:30:00: Das ist der Schlüssel, glaube ich.
00:30:03: Du hast jetzt ja auch schon angesprochen, oder wir haben angesprochen, dass Hamburg total bunt und vielfältig ist.
00:30:09: Wir haben den Hafen, wir haben die Parks, wir haben die Framtsbrötchen.
00:30:12: Würdest du aber sagen, dass die Gästeerwartung auch von den verschiedenen Stadtteilen abhängt?
00:30:17: Also, glaubst du, die Gästeerwartung verändert sich, wenn ich aus St.
00:30:22: Georg nach Winterhude oder in die Hafen Zitigee, oder?
00:30:28: Also ich glaube, jeder Kiez bei uns hat ja so ein bisschen seine Eigenheiten und das macht das ja so schön eigentlich.
00:30:34: Also wenn man in der Chance unterwegs ist und dann abends mal auf den Kiez geht und sich dann noch nach zum dreien Burger reinzieht, weil man dann doch nach dem Durst ein bisschen Appetit bekommen hat.
00:30:47: Es sind ja doch schon so ein bisschen unterschiedliche Welten auch, aber ich glaube dieser Austausch findet viel mehr statt als früher, denn wenn neue Läden aufmachen, dann merkst du sofort, dann verschiebt sich dann ein bisschen, alle wollen gucken, was ist los in St.
00:30:58: Georg, da gibt es wieder eine neue Bar.
00:31:01: gibt es einen neuen Club und so weiter.
00:31:03: Also diese Durchmischung findet viel mehr statt als früher.
00:31:07: Aber trotzdem behält jeder Kiez seinen Charakter und das finde ich eigentlich ganz schön.
00:31:13: Würdest du auch sagen, dass gerade im Thema Hospitality Bereich, dass dir das stark auffällt, dass zum Beispiel Betriebe die direkte Umgebung oder Nachbarschaft, was wir zum Beispiel bei der Sie können ja auch immer wieder versuchen, bei Storytelling ist ja irgendwo Key, Content ist Key, würdest du sagen, dass du das verstärkt in Hamburg wahrnehmst oder sagst du, da haben wir Nachholbedarf?
00:31:33: Also ich glaube, es hat sich schon so ein bisschen besser entwickelt, dass die Hospitalität immer guckt, ohne Gastronomie funktioniert das nicht.
00:31:42: Du musst immer irgendwie ein lebendiges Umfeld haben.
00:31:46: Im Moment geht es ja so ein bisschen city-süd, wenn man mal so reinkommt, da ist ja ein Hotel nach dem anderen entstanden, immer im Drei-Sterne-Bereich, vom Hemden zu über Holiday Inn und Merkur und ich weiß nicht was, also das geht ja voll in das System rein.
00:32:00: Aber das muss jetzt wachsen noch, da muss also... unbedingt Gastronomie hin.
00:32:05: Das ist wie ein Einkaufszentrum ohne Gastronomie, wenn ich keinen Kaffee trinken kann und keinen Imis nehmen kann, nicht verweilen kann, mich hier irgendwie cool hinsetzen kann und mich danach irgendwie versorgen kann, dann funktioniert das nicht.
00:32:17: Und Hotels können und müssen eigentlich, finde ich, immer Impulsgeber für und Übernachtungsmöglichkeiten, egal in welchen Bereiche, in welcher Art, immer wieder fürs Quartier Impulsgeber sein.
00:32:29: sich der viel mehr ansiedelt und dann kann das wachsen.
00:32:32: Das ist das Entscheidende und da gehört Gastronomie ganz entscheidend dazu.
00:32:35: Das ist ganz wichtig.
00:32:36: Da muss eine coole Bar sein, da muss ein cooler Coffee Shop sein, da muss eine Bäckerei hin.
00:32:40: Das sind aber so diese ganzen... Dinge, die so insgesamt zusammenspielen.
00:32:44: So kommen vielleicht ja auch Leute eher zusammen.
00:32:46: Also wenn ich daran denke, was ich so im privaten Umfeld am meisten mache, ist ja immer, lass uns ein Kaffee trinken, lass uns was essen, denn das hat immer irgendwie was damit zu tun.
00:32:54: Das verbindet einfach.
00:32:55: Und konvisieren uns mögen alle.
00:32:56: Genau.
00:32:58: Und wie würdest du sagen, positioniert sich Hamburg insgesamt als Hotspot für moderne Hospitality?
00:33:04: Also wenn ich so Richtung Innovation denke, Lifestylekonzepte oder auch vielleicht nachhaltige Angebote?
00:33:11: die Positionierung hinsichtlich der Stadt aussieht?
00:33:14: Ich glaube, nachhaltig können wir noch ein bisschen mehr machen.
00:33:17: Das wird sich aber geben.
00:33:18: Im Moment ist es so, dass es so ein bisschen Zukunftsangst auch in der Branche ist.
00:33:24: Das kann man nicht wegreden.
00:33:25: Das ist so.
00:33:25: Du weißt nicht, wo die Reise im Moment so hingeht.
00:33:27: Das merkt man ja insgesamt so ein bisschen.
00:33:29: Da müssen wir dran bleiben.
00:33:31: Aber Hamburg ist schon ein echter Hotspot geworden.
00:33:34: Wenn ich überlege, die ersten Trenntours während der Ender Norge, die habe ich immer mitgemacht.
00:33:39: wie vielfältig die Gastronomie geworden ist und wie viele neue Konzepte immer wieder entstehen.
00:33:44: Ich wurde, denkst, auch jetzt in der Krise, wo du sagst, Mensch, da ist schon wieder ein neuer Land, das ist ja toll.
00:33:48: Und was die dann auch so machen.
00:33:50: Wir haben natürlich jetzt diese bunte Vielfalt sehr, sehr stark asiatisch geprägt.
00:33:54: Also wir sind von der Gastronomie wirklich noch viel mehr multikultureller geworden als vorher.
00:34:00: Das hat auch mit dem S-Verhalten zu tun, mit der Preisleistung und allem, was so eine große Rolle spielt.
00:34:05: Aber da unterscheiden die verschiedenen Konzepte sich jetzt.
00:34:08: Früher gab es das so gab es den Asiaten, heute gibt es aber den super Asiaten, den guten Asiaten und den Asiaten, wo ich mal schnell was essen gehe.
00:34:15: Also auch das ist in einer ganz anderen Qualitätsentwicklung und das tut, glaube ich, unser Stadt gut und wir sind hier ganz mutig unterwegs mit den Gastronomen, finde ich schon stark.
00:34:25: Es geht aber ja auch nicht immer nur um Zimmer oder Restaurant.
00:34:29: Also es geht ja nicht nur um die Hardware, sondern am Ende des Tages geht es ja wirklich so um das Gesamterlebnis.
00:34:35: Gibt es Punkte, wo du sagst, dass ermöglicht, Gastgeberne lokale Kultur zum Beispiel oder oberen Lifestyle und internationale Standards zusammenzubringen, also wo das wirklich zusammenfließen kann und wie das jemand überhaupt umsetzen kann?
00:34:48: Ja, die guten Beispiele sind ja die... Hotelz, die Herr Holmann mal aufgebaut hat.
00:34:54: Das ist ja schon ganz sensationell.
00:34:55: Wenn Sie das alte Gastwerk sehen im Bahnfeld, was war das für eine Brache früher?
00:34:59: Ich kenne das noch im Bahnfeld.
00:35:01: Da war ja tolle Hose, da war ja gar nichts.
00:35:03: Und was ist das für ein tolles Quartier geworden?
00:35:04: Wie lebendig ist das?
00:35:06: Wie cool ist die Gastronomie geworden?
00:35:08: Dies alte Fabrikgebäude.
00:35:10: in der Kombination.
00:35:11: Und das Ganze wird dann auch immer wieder begleitet von verschiedenen Veranstaltungen.
00:35:15: Das verbindet sich immer mehr mit Kunst und Kultur.
00:35:17: Das ist, glaube ich, schon ein Aspekt.
00:35:19: Das liegt aber immer an den, die dahinterstehen, die Akteure, die sagen, also wir gehen auf Room Nights, wir wollen Geld verdienen, wir machen klassische Übernachtung.
00:35:26: Das muss praktisch schnell und gut sein.
00:35:29: Oder das Motel Bonn ist auch ganz witzig, finde ich, bei uns an der Willi Brandstraße neu entstanden mit dieser riesigen Lobby, wo du ja auch im im Ledersessel auf ein Sofa frühstücks morgens.
00:35:40: Das ist cool, vermischt sich, ist bequem.
00:35:43: Aber es finde ich schon sehr verbindend, sehr locker geworden auch.
00:35:50: Und da gibt es eine Riesenschance.
00:35:52: Und ich glaube die nächsten Hotels, die kommen, die müssen ich natürlich immer mehr einfallen lassen.
00:35:58: Übernachtung, der Andere sagt, bei uns gibt es deutlich viel mehr.
00:36:02: Es gibt eben Künste, es gibt Kultur, es gibt begleitende Veranstaltungen usw.
00:36:06: Und das wird sich weiterentwickeln und das tut der Stadt auch gut.
00:36:08: Oder halt auch zum Beispiel Co-Working-Spaces.
00:36:10: Also das wird ja auch zunehmend angeboten.
00:36:14: Regus entdeckt ja den Markt gerade hier in Hamburg und wächst ohne Ende.
00:36:18: Das hat natürlich mit diesem Homeoffice-Thema zu tun usw.
00:36:21: Büroflächen sind teuer geworden, mieten.
00:36:24: Ob das langfristig so ein Trenn bleibt, muss man sehen.
00:36:27: Aber da hat sich einiges entwickelt.
00:36:28: Und das geht auch noch weiter ganz klar.
00:36:31: Ich glaube auch, wenn du zum Beispiel hier an der Schanze guckst, dann siehst du ja, wie sehr das Gastroleben mit dem Lifestyle irgendwie verschmilzt.
00:36:40: Also wenn du... Im Sommer hier über die Schanze läuft, dann hast du ja wirklich einfach alle Leute, die in dem Bar sitzen, Aperol trinken, einfach die Zeit ihres Lebens haben.
00:36:49: Und ich finde das wirklich in Hamburg krass, wie sehr das miteinander verschwimmt und einhergeht und wie das Gastgeber tun einfach wirklich.
00:36:58: die Stadt prägt, dass wir nicht wirklich beeindrucken.
00:37:00: Ja, das Thema ist ja, es wertet ja Quartiere und ganze Wohnen gegen den Komplett auf.
00:37:05: Also das ist ein ganz entscheidender Faktor.
00:37:07: Also ich glaube, je mehr Satelliten steht, den wir bauen wollen, desto mehr müssen wir die Gastronomie mitnehmen.
00:37:12: Ich wollte genau dieses Feeling ist es ja, los uns mal runter gehen und so weiter.
00:37:16: Auf der anderen Seite haben wir natürlich jetzt im Moment auch gerade so ein bisschen die Nerven in der Stadt dadurch, dass sie sagen ja diese Lärmbelästigung.
00:37:22: Ich meine gut, wenn du in die Stadt ziehst, dann wohnst du stetisch, dann sind die Menschen auf der Straße gibt es Bars und Restaurants.
00:37:28: Deswegen ziehen wir ja.
00:37:30: Warum ziehen die Leute in die Schanze?
00:37:31: Nicht weil sie Ruhe haben wollen, sondern weil sie die lebendige Vielfalt erleben wollen einer Stadt und sie genießen möchten und das kannst du dann auch.
00:37:39: Also das immer so ein bisschen so ein typisches deutsches Problem.
00:37:41: Wir wollen immer Beides gerne haben, aber nur dann, wenn wir es gerade brauchen, das funktioniert nicht.
00:37:46: Also wenn ich in die Schanze ziehe oder auf die Rehbarbahn ziehe, dann ziehe ich auf die Rehbarbahn, dann ist das so, wie es da ist.
00:37:51: Da kann ich nicht sagen, das ist aber so laut hier oder das funktioniert nicht.
00:37:54: Es
00:37:54: ist ja schon fast für die Diskussion mit dem Wetter.
00:37:56: Also entweder es ist mir zu heiß und wenn es jetzt über die ganze Zeit nur regnet, was hier ja nicht wirklich selten der Fall ist, dann ist es auf einmal so, ah, die Sonne fehlt mir jetzt aber.
00:38:07: Ich finde Hamburg bei jedem Wetter schön.
00:38:10: Jens.
00:38:11: Wie verändert sich gerade die Branche und wie sieht die in fünf Jahren aus?
00:38:15: Ich finde das ja immer erstaunlich.
00:38:17: Manchmal habe ich immer schon gedacht, das kriege ich gar nicht mehr alles hin, was von uns gewünscht und gefordert wird.
00:38:24: Ich weiß nicht, ob ihr das letzte Verpackungsgesetz mal gelesen habt.
00:38:30: Also
00:38:30: ich würde mich outen, nein.
00:38:32: Das hat nämlich so gut wie keiner gelesen, dass es ist gesetzt.
00:38:35: Also wir müssten jetzt eigentlich in jedem Betrieb, in dem wir unser Mittagessen abholen, also ja hatte keine Ahnung, wäre auch immer, Mr.
00:38:45: Green und sonst was, eine Verpackung haben, kaufen das Essen, bringen ihm die Verpackung zurück, erreinigt die und dann kaufen wir wieder neun nächsten Tag.
00:38:53: Das findet aber alles gar nicht statt, weil das Dinge sind, die wir gar nicht umsetzen können.
00:38:57: Also wir müssen jetzt gucken, dass wir das, was wir in dieser lebendigen Stadt brauchen, sind leistungsstärke Gastronomen, Gastronomen, die gerne Gastgeber sind.
00:39:07: Wenn wir denen das immer mehr vermiesen, dann kann das ein großes Problem geben.
00:39:13: Das darf man nicht unterschätzen, weil das alles nicht mehr praxisnah ist.
00:39:16: Es wird einfach nicht mehr so umgesetzt, wie man das eigentlich ... machen müsste und der Markt entscheidet ganz viele Dinge.
00:39:23: Wir versuchen immer irgendwas zu überstülpen und das funktioniert nicht.
00:39:27: Der beste Beispiel war ja Mama McDonald, die hatten früher, ich weiß nicht ob ihr euch erinnert, die hatten noch diese Schaumstoffverpackung.
00:39:33: Ja.
00:39:33: Das war ja, du warst wahrscheinlich...
00:39:36: Sorry,
00:39:37: die Jens hat wieder unter
00:39:38: uns.
00:39:40: Also das war wirklich eine Katastrophe eigentlich.
00:39:42: Das war aber normal und plötzlich haben die das dann umgepackt in Papier.
00:39:47: Das lässt sich heute sogar recycelt.
00:39:50: Also das war etwas, wo aus Kosten gründen, aus praktischen Gründen und nachher aus Umwelt gründen, die sich das automatisch entwickelt hat.
00:39:58: Also ich glaube, die Politik muss Impulse geben und sagen, das wollen wir und die Industrie und ich sehe uns als Hotellerie, Gastronomie auch.
00:40:07: als Tourismusindustrie.
00:40:09: Wir sind nicht einfach nur irgendwelche Gastronomen, sondern es sind zigtausende, ich glaube, hundertfünfzehntigtausende Menschen arbeiten in unserer Branche.
00:40:15: Wir bilden aus, wir machen alles ohne Ende.
00:40:17: Übrigens werden unsere gut ausgebildeten Leute dann abgeworben von Banken und sonst was, weil die viel leistungsstärker sind, viel unkompliziert, der viel fröhlicher Wochenendarbeit kein Thema und so weiter.
00:40:28: Das darf man ja nicht unterschätzen.
00:40:29: Das ist ja ein Fund, mit dem wir auch wuchern können.
00:40:32: Und da müssen wir viel selbstbewusster auftreten, damit das weiter so prosperierend ist und sich auch weiter entwickeln kann.
00:40:39: Und die Branche hat es immer geschafft, ich meine Starbucks kam zu uns, auch ein super Beispiel.
00:40:43: Wir hätte gedacht, dass wir uns ein Latte Machado mit, ich weiß nicht, Kakaopulver aus Bioanbau und sonst was... Am Rathausmarkt holen und auf zehn Minuten warten und dann noch sechs Fünfzig dafür zahlen.
00:40:55: Würden Sarah und ich ja niemals tun.
00:40:57: Gar
00:40:57: nicht, gar nicht.
00:40:57: Ich habe schon gleich hier zum Starbucks Kaffee gegriffen, was ich unten gelesen
00:41:03: habe.
00:41:05: Also gibt es Coffee Shops, die gab es ja früher gar nicht.
00:41:08: Und auch wenn Sie jetzt so Mr.
00:41:09: Green sehen und alles was so ist.
00:41:11: Also auch in diesem Gesundheitsbereich, die Bowl, die sich hier entwickelt hat.
00:41:15: Also unsere Branche ist immer aufgeschlossen.
00:41:17: guckt immer weiter, entwickelt immer wieder neue Dinge, probiert immer wieder aus.
00:41:21: Leider bleiben natürlich hier das ein oder andere Konzept einmal auf der Straße.
00:41:25: Vegan, wie toll hat sich das entwickelt?
00:41:27: Vegetarisch, meine Frau ist Vegetarierin.
00:41:29: Das ist eine Sache, das war ja früher vegetarisch.
00:41:33: Was soll das?
00:41:34: Da ist man ja auch noch hochgenommen worden.
00:41:36: Wie oft musste sich meine Frau das früher anhören?
00:41:39: Wie so ein Vegetarisch, was ist mit dir los und so?
00:41:41: Wie du ist kein Fleisch.
00:41:42: Ja, genau.
00:41:44: Aber das ist ja so ein Thema.
00:41:46: Aber auch da hat sich ja ... von Vinze und Veganung, wie sie alle heißen, Streetfood-Wagen.
00:41:50: Also unsere Branche ist schon stark.
00:41:52: Streetfood ist ja so ein bisschen wieder runtergefahren worden.
00:41:55: Da haben die echten ein paar Konzepte überlebt, ein paar nicht.
00:41:58: Also ich mache mir keine Angst um unsere Gastronomie.
00:42:00: Die wird, dass die jeden Sturm überstehen hier in Hamburg, sich weiterentwickeln, Trends und alles aufnehmen und daraus wieder was Neues entwickeln.
00:42:08: Das funktioniert.
00:42:09: Und das hat den letzten zwanzig, dreißig Jahren, finde ich, ganz toll gerade in Hamburg funktioniert.
00:42:13: Ja, ich glaube, hier muss man wirklich zwischen Hamburg und dem Rest oder nicht Großstädte differenzieren.
00:42:21: Also ich bin auch vegan.
00:42:22: In Hamburg ist das absolut kein Problem.
00:42:25: Aber letztens war ich in der Heimat, in Schleswig-Holstein auf dem Dorf, war was essen.
00:42:30: Vegan?
00:42:31: Oh Gott.
00:42:32: Ei kannst du dann auch nicht essen, oder?
00:42:34: Genau.
00:42:35: Nee.
00:42:35: Und Käse auch nicht.
00:42:36: Käse auch nicht.
00:42:37: Ich auch nicht.
00:42:39: Und dann hatte ich Kartoffeln und Brokoli.
00:42:42: Oder Pilze mit Champignons in Sahnesoße.
00:42:47: Ja, also ich glaube, da ist das echt krass.
00:42:49: Und hier können wir auch noch mal den Bogen zu Hamburg spannen und sagen, dass wir da echt weit sind.
00:42:53: Es
00:42:53: ist ganz normal auf vielen Karten.
00:42:55: Es ist einfach fast drauf.
00:42:56: Wir haben auf jeden in jedem Restaurant bei drei, vier verschiedene Gerichte vegetarisch und vegan automatisch drauf.
00:43:03: Ich finde mittlerweile selbstverständlich.
00:43:05: Und das ist auch gut, wenn man ... das Tierwohl und das alles mal im Blick hat, sollte mir da viel bewusster werden.
00:43:11: Aber ich glaube, das geht in die Richtung, nur das muss wirklich konsequent verfolgt werden.
00:43:16: Wenn wir jetzt von Reisen, von Morgen sprechen, jetzt im Sonderen im Bezug auf Hospitality, stellt sich natürlich auch so ein bisschen die Frage, welche Fähigkeiten... die Gastgeber dann brauchen, um auf die veränderten Erwartungen der Gäste zu reagieren.
00:43:34: Ich denke jetzt ein bisschen an digitale Kompetenz oder auch einfach die Innovationsbereitschaft.
00:43:41: Wie siehst du die ganze Sache?
00:43:43: Was wird da relevant sein?
00:43:46: Ja, ich glaube, wir müssen schon wirklich auch hier wieder viel mit Gästen sprechen.
00:43:51: Wir müssen sehen, was wünschen die?
00:43:53: Also die gesamte Tourismusbranche müssen wir genau im Blick haben.
00:43:56: Gerade Übernachtung, das ist für uns ja ein Grunde Messen.
00:43:59: Die Hamburg-Messe, wenn man sieht, was OMR alleine an Power hier herbringt, oder die neuen Messen, jetzt hat mir gerade eine Wasserstoffmesse.
00:44:07: Internationale Gäste, internationales Publikum, da profitieren wir natürlich auch stark von.
00:44:13: Es gibt welche, die wollen, sagen wir mal, gerade asiatisch geprägte... Kunden, die stehen total auf die Brauerei, die kommen dann zu uns in Gröninger, wollen ziehen, Literfassanschlagen und wollen eine große Fleischplatte essen.
00:44:24: Wendernrichtig.
00:44:25: Ja, und
00:44:25: das machen auch Spanier, das machen Italiener und so weiter.
00:44:28: Und dann muss man aber natürlich auch gucken in den Gesprächen, die wir haben, begleitend dann zu Eventveranstaltungen.
00:44:34: Wir machen dann auch begleitend so Messe, die eine oder andere Kickoff-Veranstaltung oder Präsentationen.
00:44:39: In der Fischationshalle, da gibt es schon sehr spezielle Anforderungen, die wollen möglichst alles auf eine Hand haben.
00:44:45: Dann musst du da schon Eventmanager und Eventleute haben, die sich auskennen.
00:44:51: Mit Technik, mit Ton, mit Licht, mit den ganzen Aspekten, die so für so ein Riesenevent eine große Rolle spielen.
00:44:57: Und wenn nicht, musst du die Leute haben, die sich auskennen.
00:44:59: Also musst immer Teams haben, die das dann auch... bedienen können, damit sie eben nicht abwandern oder nach Berlin gehen oder sonst was.
00:45:04: Das ist immer meine größte Sorge, dass sie alle nach Berlin gehen.
00:45:06: Also ich versuche immer alles, was geht, hier in Hamburg natürlich zu behalten und da arbeiten wir auch mit Gerstheim zusammen und so weiter, dass wir den Kunden, der herkommt, mit all seinen Bedürfnissen aufnehmen und zufrieden stellen.
00:45:18: Und das spielt natürlich Zimmerbuchung.
00:45:22: Diese digitale Vernetzung, das muss alle schnell gehen.
00:45:25: Es muss sofort Informationen kommen.
00:45:27: Du musst sofort kalkulieren, ausrechnen.
00:45:30: Du musst das Material zur Verfügung haben.
00:45:31: All diese Geschichten möchte er gerne aus einer Hand haben.
00:45:35: Und das zu leisten, das erfordert schon große Aufmerksamkeit und auch Weiterbildung und Schulungen und Training und so weiter.
00:45:43: Trends haben wir ja schon anteilig angeschnitten.
00:45:46: Da gibt es ja immer ganz viele, gerade auch für die Hotellerie oder die Gastro.
00:45:50: Man muss nicht immer alle mitmachen, aber wenn du dir da so zwei bis drei Trends rauspicken könntest, was meinst du, welche Trends ein Gastgeber am meisten prägen werden?
00:46:01: Also gerade, wenn ich auch so in Richtung vielleicht Erlebnisgastronomie denke, hattest du ja auch schon anteilig angesprochen.
00:46:08: Was würdest du sagen, das kommt jetzt am meisten auf alle zu?
00:46:11: Das wird uns die nächsten Jahre... bringen und auch das alles was wir anbieten.
00:46:16: Also muss man glaube ich auch ein bisschen unterscheiden.
00:46:19: Also einmal gibt es glaube ich das vegane vegetarisch, das bewusste Essen.
00:46:23: Das wird ein Trend sein und der wird sich auch weiter entwickeln.
00:46:26: Das finde ich auch toll.
00:46:28: Das ist glaube ich ganz wichtig.
00:46:30: Wir kaufen ja sehr viel regional auch Fleisch, also solche Geschichten.
00:46:33: Also dieses feinheimische Regionale, das wird ein Riesenthema sein.
00:46:37: Das zweite wird sein, dass die Leute sich belohnen wollen, dass sie sich einen schönen Abend machen wollen, dass sie sich dann auch was aussuchen, wo sie ein ordentliches Stück Fleisch essen, was dann auch nachweisbar aus Top-Tierhaltung kommt, super verarbeitet ist, dann auch ein bisschen teurer ist.
00:46:54: Also es wird hochpreisig sein.
00:46:56: Aber in exzellenter Qualität, wo alles andere berücksichtigt ist, das möchte der Kunde auch wissen.
00:47:01: Das Ganze muss natürlich auch klimaneutral möglich sein.
00:47:04: Wir sind mit unseren Betrieben schon, ich sag mal, seit fünfzehn Jahren.
00:47:09: Wir waren die ersten, die bei Lichtblick eingestiegen sind.
00:47:11: Wir verarbeiten nur sauber Energie.
00:47:13: Ich kaufe die schon ewig ein.
00:47:16: Wir haben auf unserem Landkasthof draußen zweihundertvierzig Promenoy gepflanzt, für jeden Mitarbeiter ein.
00:47:22: Aber nicht kleine Bäume, sondern richtige Bäume und Obstbäume und so weiter.
00:47:25: Die ernten wir auch und so.
00:47:26: Also ich finde diesen Kreislauf auch gut, die Regionalität.
00:47:30: Das wird weiter bleiben.
00:47:31: und dann gibt es aber auch Events.
00:47:33: Wir haben, witzigerweise gerade eher das Aktropafest in der Fischhautsunzelle hinter uns.
00:47:38: Und wir hatten fast achtzehntausend Gäste da.
00:47:40: Jedes Wochenende, Freitag, Samstag, immer dreitausend Gäste, die das voll krachen lassen.
00:47:45: Die nehmen sich eine kleine Auszeit, wie so ein Urlaubstag.
00:47:49: In Hamburg ist ja Oktoberfest wie Fasching zu sehen.
00:47:51: Fasching gibt es ja eigentlich so nicht bei uns in der Form.
00:47:54: Das kommt nicht so an, das haben wir tatsächlich mal probiert.
00:47:57: Und Oktoberfest, achtzig, fünfundneinzig Prozent, war wirklich in Tracht, richtig toll.
00:48:05: Und haben da bis ein Uhr gefeiert, das kann man sich nicht vorstellen.
00:48:08: Das war das stärkste Oktoberfest, was wir seit Beginn und das machen wir seit zwanzig Jahren hatten.
00:48:14: Also die Leute wollen ausbrechen, sie wollen Konzert, sie wollen Essen trinken, richtig Spaß haben, begrenzt ein Tag, zwei Tage.
00:48:22: Das wird ein Thema sein, da können wir, glaube ich, das ein oder andere anbieten, da können wir Pakete schnüren.
00:48:28: Das haben wir hoch attraktiv, da müssen wir genau gucken, was wir machen.
00:48:32: Also wenn wir jetzt sagen würden, gibt es konkrete Strategien, mit denen wir auch weiterhin hervorragende Gästebetreuung leisten können.
00:48:42: Würdest du sagen, da gibt es welche?
00:48:43: Also genau die Strategien müssen wir herfolgen.
00:48:47: Die fallen vielleicht ein bisschen weg.
00:48:50: Und wie sind da deine Ansichten?
00:48:53: Ja, ich glaube, dass wir die alten Ausbildungsbilder verändern müssen.
00:48:57: Die sind ja noch sehr traditionell und sehr ... sehr konservativ aufgebaut, es gibt ein Grundwissen, das muss man haben, das ist keine Frage.
00:49:05: Wir müssen schneller ausbilden, wir müssen unkomplizierter ausbilden, wir müssen viel mehr vernetzt ausbilden, übergreifend und im Vordergrund muss einfach das unkomplizierte, das freundliche stehen, das Fachwissen, das kommt nachher ganz automatisch, so ein Sommelier, Weinfach, Leute und so weiter.
00:49:23: Das ist, wenn du Lust hast auf die Branche, dann beschäftigst du sowieso damit.
00:49:28: Und wir müssen den neuen Menschen, den jungen Menschen, die jetzt in die Branche kommen, viel mehr Lust auf unsere Branche machen.
00:49:36: Die müssen einfach erkennen, dass das einfach unwahrscheinlich viel Spaß macht.
00:49:39: Und der Vorteil unserer Branche ist, wir haben ja immer unmittelbar sofort Bestätigung.
00:49:43: Der Gast geht raus und sagt, Mensch, das war toll, entweder über ein großes Triehgeld oder einfach, ne, der freut sich und sagt, das war so toll, ich komm nächste Woche wieder.
00:49:52: Oder die großen Events, die wir dann so abschließen, wo der Kunde dann auch noch mal schreibt und fürs Team noch mal.
00:49:57: Richtig was auf den Tisch legt und so, das ist für uns ein super Dankeschön und das motiviert die Leute.
00:50:03: Und da müssen wir, wir müssen die begeistern und da müssen wir daran arbeiten, dass diese Begeisterungsfähigkeit im Nachwuchsbrech, wir müssen also weiter ausbilden, wir müssen aber anders ausbilden, flexibler, schneller, übergreifender.
00:50:17: Social Media, das ganze Thema, was wir jetzt hier eigentlich auch schon diskutieren, das muss damit reinfließen, das geht gar nicht anders.
00:50:22: So ein Eventkaufmann muss ganz anders ausgebildet werden, als früher.
00:50:26: auch Restaurantfachleute, Fachgehilfen und alles, was wir so haben in der Branche, das ist ja eine riesen Chance.
00:50:33: Und unsere Branche war ja immer schon multikoterell, also ich sage mal, ich bin jetzt sehr gut für forty Jahre in der Branche, wenn man so will.
00:50:40: Ich hab immer Freunde aus der ganzen Welt gehabt.
00:50:42: Das war ja normal bei uns.
00:50:44: Weil Gastgeber sein, Essen trinken, übernachten, schlafen, wohnen.
00:50:49: Das ist eigentlich das Urgeschäft des Menschen.
00:50:52: Das ist wunderbar.
00:50:53: Und da müssen wir, glaube ich, neue Perspektiven aufzeigen.
00:50:56: Und das wird Zeit, das wird das jetzt auch echt angehen.
00:50:59: Interessanter Punkt.
00:51:01: Hinsichtlich Ausbildungsmöglichkeiten und anders ausbilden, würdest du sagen, dass wir aus unserer Branche da bereits auf einem guten Weg sind?
00:51:10: Also wir haben da ja so ein bisschen damit zu kämpfen, dass doch, ich höre es ja auch selbst in meinem Umfeld, man immer wieder sagt, ah, Hotellerie gerade, Eidbacken machen so wie alles wie vor dreißig Jahren, dann wird aber immer, wenn man um Beispiel Spiele bittet immer von gerade Großketten gesprochen.
00:51:26: Also die Kleineren versuchen ja immer, alles anders zu machen.
00:51:29: Aber würdest du sagen, wir haben da schon ein gewisser Ansatz oder kennst du auch gewisse Ansätze?
00:51:34: Oder sagst du, es wird langsam Zeit und das ist jetzt hier nochmal ein O-Ton von mir.
00:51:37: Wir müssen jetzt was machen.
00:51:40: Ja, also wir müssen auf jeden Fall jetzt was machen.
00:51:42: Ich glaube, wir haben gute Ansätze, aber es langt nicht.
00:51:45: Wir müssen das ganz konsequent angehen.
00:51:47: Wir haben das ja eben gesehen, wenn wir hier reinkommen bei OMR unten, die Kantine.
00:51:52: Ganz anderes Konzept ist eine coole Nummer, alles gut.
00:51:55: Und das müssen wir eben in der Hotellerie auch machen.
00:51:57: Es gibt natürlich die Ketten, die haben ihr System.
00:52:00: Also wenn du bei Hyatt anfängst, dann wird das trainiert, das wird international sein.
00:52:05: Da gehst du in die ganze Welt hinaus und da sind wir ja nur Hamburg letztendlich.
00:52:09: Wir sind nicht Singapur, wir sind nicht Bangkok und New York und Mailand oder was weiß ich.
00:52:14: Also da müssen wir schon so ein bisschen auf den Teppich bleiben.
00:52:18: Aber wir haben, glaube ich, hier die Chance, weil wir in Stadtstadt sind und auch unmittelbar Einfluss darauf nehmen können, können wir ein Impulsgeber sein.
00:52:26: die Chancen müssen wir nutzen.
00:52:27: Da müssen wir mit der Hotelfreschule zusammenarbeiten.
00:52:29: Da müssen wir mit den Hotels zusammenarbeiten, mit der Gastronomie zusammenarbeiten und viele Kollegen arbeiten ja schon ganz anders.
00:52:36: Da ist ein Auszubildender, der ist ja, wenn der zwei, drei Wochen im Betrieb ist, geht er schon an den Empfang.
00:52:40: Das hat früher drei Monate gedauert, nachdem er noch sechs Monate Praktikum gemacht hat.
00:52:44: Das Thema ist ja durch.
00:52:45: Wir müssen sehen, dass wir die Menschen begeistern und die möglichst schnell Verantwortung übergeben, damit sie sehen, ich Ich bin im Team, ich werde gebraucht.
00:52:53: Ich kann das, ich kann mich entwickeln.
00:52:55: Und ich habe eine riesen Chance.
00:52:57: In unserer Branche, die ist ja völlig offen für alles.
00:53:01: Und wir haben ja ganz viele Frauen, Führungskräfte, Diskussionen in jeder Branche.
00:53:04: Gibt es da bei uns gar nicht mehr so in der Form?
00:53:06: Bei uns ist ja fast selbstverständlich, dass ... Ich weiß nicht, wie wir jetzt von Frauen geleitet werden.
00:53:11: Das ist Normalität.
00:53:12: Bei uns sind ganz viele Führungskräfte Frauen.
00:53:15: Das ist nichts Besonderes mehr, weil das auch von der Gastgeberrolle natürlich schon passt einfach.
00:53:20: Und ich finde das also, glaube ich, als Schrongs jetzt, dass wir das angehen.
00:53:26: Da müssen wir wirklich, auch als Verband, wenn ich jetzt hier also als Verbundeneinsprech, muss das auf die Tagesordnung und das muss viel schneller und unkomplizierter gehen.
00:53:37: Das hat natürlich dann wieder aber auch mit dem Senat zu tun, mit der Schulbehörde und so weiter.
00:53:41: Und das müssen wir eben durchbrechen, das Eis.
00:53:43: Da müssen wir ungenedig sein und sagen, wir brauchen andere Anforderungen.
00:53:47: Kommt das Thema Bürokratie wieder durch?
00:53:49: Genau.
00:53:51: Das ist ja immer diese Schränke, die man hat.
00:53:53: Die ist unkomplizierter.
00:53:54: Und wir haben da eine riesen Chance.
00:53:56: Und ich glaube, es macht ganz vielen Menschen Spaß, in unserem Job zu arbeiten.
00:53:59: Und wir sehen ja, wie viel wiedergekommen sind nach Corona.
00:54:03: Das war ja auch so ein Thema.
00:54:03: Es ist ja ganz viel abgeflossen.
00:54:05: Aber wir haben zum Beispiel keinen Mitarbeiter verloren.
00:54:08: Das war also sensationell.
00:54:10: Die konnten wir auch alle halten, haben das mit durchgezogen.
00:54:15: Jetzt kommen auch ganz viele Aushilfen, die wir dann natürlich, die brauchte ich nicht mehr so, das war anders.
00:54:22: Die sind alle wieder da.
00:54:23: Also viele sagten, also mir fehlte die Gast drum, mir fehlte die Hotellerie.
00:54:26: Ich hör das von ganz vielen Seiten, weil dieses Kommunizieren, dieses Miteinanderarbeiten, das ist ja auch Lebensfreude.
00:54:33: Wir verkaufen Lebensfreude.
00:54:34: Wir sind Gastgeber.
00:54:35: Das macht ja unwahrscheinlich viel Spaß.
00:54:38: Also ich bin jetzt noch begeistert.
00:54:39: Ja, also ich denke, man muss auch erst mal Dinge ausprobieren.
00:54:41: Also wenn ich daran denke, ich habe Tourismus und Eventmanagement studiert.
00:54:45: Ich meine, Theorie ist immer noch was anderes als Praxis.
00:54:48: Aber ich wollte danach eigentlich nie in die Hotellerie.
00:54:50: Das war für mich wie so ein Antikriss.
00:54:52: Ich so, auf gar keinen Fall bitte nicht.
00:54:53: Steck mich Events und
00:54:54: das, was ich merke... Ja, tausend Arbeitsstunden und was da alles erzählt wurde.
00:54:56: Genau,
00:54:57: genau, genau.
00:54:57: Und dann bin ich aber tatsächlich durch einen Freund in die Hotellerie gerutscht und bin immer noch da.
00:55:03: Also...
00:55:05: Die steht irgendwo dran,
00:55:05: ne?
00:55:05: Genau, genau.
00:55:06: Also... von daher, man muss es einfach mal ausprobieren und sich auch davon mitziehen lassen.
00:55:11: Also man darf sich da nicht immer von äußeren Gebilde, sage ich mal, was durchaus immer mal wieder in der Öffentlichkeit quasi existiert oder von anderen weitergetragen wird, sich da nicht immer so bekehren lassen.
00:55:21: Das muss man einfach mal ausprobieren.
00:55:22: Das ist auch so kalter Kaffee.
00:55:23: Da wird immer so pauschal erzählt.
00:55:25: Das hat man alles vor zwanzig, dreißig Jahren so gemeint.
00:55:27: Das ist ja alles prima.
00:55:28: Aber die Zeit ist ja nur auch tatsächlich weitergegangen.
00:55:30: Und wenn ich nicht mit meinen... mit meinen Kollegen und allen anders umgehen, dann hast du sie auch nicht, ist ja Quatsch.
00:55:37: Die Politik muss mir nicht sagen, dass ich gut mit meinen Mitarbeitern umgehen muss.
00:55:41: Ja, das ist ja so ein Quatsch.
00:55:42: Gute Mitarbeiter, da tust du alles für, dass sie bei dir bleiben und sich wohlfühlen.
00:55:46: Nur so ein Team funktioniert, das ist doch das Entscheidende.
00:55:50: Und toll, toll, toll, wir haben ganz viele langjährige Mitarbeiter.
00:55:52: Und das ist natürlich stark.
00:55:54: Das heißt ja auch, die fühlen sich wohl.
00:55:56: Klar, muss man aber auch Grenzen setzen, man muss auch klare Ansagen machen.
00:56:00: Das gehört zum Job dazu, das muss man wissen.
00:56:03: Das darf nicht Fischi Waschi sein, die Leute müssen immer wissen, wo dran sie sind und ein guter Mitarbeiter will auch einen starken, klaren Chef haben, will wissen, wo dran er ist.
00:56:12: Kommt sie, kommt zwar, das funktioniert so nicht.
00:56:14: Also das muss partnerschaftlich und gut zusammenlaufen und dann funktioniert das auch.
00:56:19: Und die können ja immer ganz schön dann, nicht aus dem Nägler ist den Plaudern, aber es ist immer schön, wenn man sehr lange dabei ist und eine gewisse Entwicklung auch sieht.
00:56:27: Also deine Betriebe, die du hast, die sehen ja nicht mehr aus wie vor zehn Jahren oder arbeiten ja nicht mehr wie vor zehn Jahren, weil sonst würden wir wahrscheinlich auch hier alle nicht zusammensitzen.
00:56:35: Dementsprechend finde ich es ja immer ganz nett, wenn man tatsächlich nochmal sagt, ah, so habe ich angefangen.
00:56:40: Und so ist es jetzt.
00:56:41: Und mein Chef ist immer noch so, wie ich es gerne hätte.
00:56:44: Ja, genau.
00:56:46: Ja, ich habe das ja mit meiner Frau zusammen aufgebaut.
00:56:49: Und wir haben uns beide da auch weiterentwickelt.
00:56:50: Und wir haben ja zwei Söhne, die auch in der Branche eingestiegen sind.
00:56:53: Und die haben uns dann natürlich fordern auch heraus.
00:56:56: Und dann reibt man sich und so.
00:56:57: Das ist schon ganz gut.
00:56:58: Dann gehen wir mit offenen Augen durchs Leben und gucken, was geht und was nicht geht.
00:57:02: Und da musst du eben auch mal ein paar alte Zöpfe abführen.
00:57:04: Es gibt aber noch ein paar alte Anker so, die funktionieren.
00:57:07: Wo ich sage, ein Chef muss auch irgendwo noch ein Chef sein.
00:57:09: Wir können es nicht nur alle lieb haben.
00:57:12: Das funktioniert auch nicht.
00:57:13: Roshosh macht mal jede Arbeit, wie er Lust hat.
00:57:15: Das klappt nicht.
00:57:16: Das ist einfach so.
00:57:17: Aber es muss... Alles viel transparender, offener, schneller gehen.
00:57:23: Wir schenken heute viel mehr und viel früher Vertrauen und sagen, probiert das aus.
00:57:28: Klar wird man hier und da enttäuscht, aber das nützt ja nichts.
00:57:30: Du musst es ja weitermachen.
00:57:32: Entwickelst du den nicht weiter.
00:57:34: und das geht dann über Einrichtung, Standards, Ausrichtung, Messen, die ganze Technik, die uns begleitet, die verändert das automatisch und da gehst du mit oder du hörst auf, das ist ganz einfach.
00:57:44: Ja, am Ende des Tages trial and error, also wenn du es nicht ausprobierst, wirst du es nicht wissen.
00:57:49: Ja, ich glaube zusammenfassen können wir einfach sagen, dass es wichtig ist, einfach diese Balance zu halten zwischen, wir behalten diese Markenwerte und die gelebte Gastfreundschaft und Entwickeln uns aber gleichzeitig weiter und gehen mit der Zeit und achten weiter auf die sich verändernden Gästewünsche.
00:58:06: Und ich glaube, gerade das macht unsere Branche so spannend.
00:58:09: Ich glaube auch.
00:58:10: Wir haben eine gute Basis und müssen jetzt aber auch wirklich dranbleiben und sehr aufmerksam gucken, was um uns herum passiert und die guten Teile, die wichtig sind für uns da rausziehen.
00:58:19: Das ist ein entscheidender Faktor.
00:58:21: Das wird so sein.
00:58:22: Absolut.
00:58:23: Kommen wir nun zu unser Rubrik.
00:58:24: Was denkt eigentlich die Gen Zee darüber?
00:58:27: Die liebe Minoo, die hier nämlich mit mir zusammensitzt, ist nämlich Zielgruppe Gen Zee und die Gen Zee ist ja tatsächlich aktuell genau die Zielgruppe.
00:58:37: die easy unterwegs ist, aber auch im Grunde so ein bisschen unberechenbar sein kann.
00:58:42: Das heißt, die Zielgruppe, die am Ende des Tages aktiv aktuell stark getargetet wird und man schaut, okay, was kann ich wie machen, um die Gensi zu erreichen?
00:58:51: Wie sehen deren Perspektiven aus?
00:58:53: Wie gucken sie auf ein gewisses Angebot oder ein Service?
00:58:57: Da ist man ja auch noch so ein bisschen in der Recherche, weil es ja mal so mal so sein kann.
00:59:02: aus diesem Grund, und da wir ja die Kernkompetenz aus dieser Zielgruppe hier bei uns haben, freuen wir uns sehr, dass wir die liebe Minu ein bisschen interviewen können.
00:59:12: Ich gebe mal meinen Senf dazu.
00:59:14: Und natürlich sie aus ihrer Perspektive mal Themen, die wir aktuell unseren Folgen beleuchten, auch aus ihrer Sicht darstellen können.
00:59:22: Was meinst du jetzt nach dem Gespräch jetzt auch mit Jens?
00:59:26: Gibt es den perfekten Gastgeber?
00:59:28: Also gibt es den wirklich für dich?
00:59:30: Gibt es da irgendwelche Eigenschaften, wo du sagst, das sollte aber auf jeden Fall ein perfekter Gastgeber haben, wo gerade deine Generation besonders darauf achtet?
00:59:41: Ich finde das auch sehr schwierig.
00:59:42: Das ging ja auch eben schon im Gespräch hervor, dass man das gar nicht so festmachen kann.
00:59:46: Ich denke aber, dass vor allem Nahbarkeit in meiner Generation irgendwie eine große Rolle spielt.
00:59:50: Es ist ja auch eben schon davor gegangen, es sind einfach die Kleingesten, die den Unterschied machen und irgendwie ein aufmerksames Gespräch oder ein persönlicher Tipp oder einfach das Gefühl, dass der Gastgeber irgendwie wirklich zuhört und sich für mich interessiert, macht einen großen Unterschied.
01:00:05: Und insgesamt würde ich einfach sagen, dass besonders so Freundlichkeit, Humor, aber trotzdem auch die Kompetenz ausschlaggebend sind.
01:00:14: Und das heißt, ich höre so ein bisschen heraus, Persönlichkeit ist ja da definitiv sehr, sehr wichtig und sollte auf jeden Fall eine starke Strahlkraft haben.
01:00:22: Wir hatten ja vorhin mit Jens auch das Thema Standard versus gerade so Soft Skills wie Authentizität, Empathie und vielleicht auch ganz viel Herzblut bei dem, was man macht.
01:00:33: Würdest du sagen, du brauchst da eine gewisse Balance oder sagst so, na ja, eine gewisse Professionalität sollte da schon herrschen.
01:00:39: Wenn ich dann jetzt nicht das zweite, dritte Lächeln erhalte, kann ich das so ein bisschen für mich verhackstücken.
01:00:43: oder sagst du, wenn der Service nicht gut ist, aber der Kenner mich nicht anlächelt, zum Beispiel, oder ich an der Rezeption dann doch nochmal zwei, drei nette persönliche Fragen gestellt habe, um gut ins Gespräch reinzukommen.
01:00:57: Wo würdest du da quasi den Fokus drauf bei dir legen?
01:01:01: Also ich finde auf jeden Fall, dass ein Gastgeber persönlich und echt sein sollte.
01:01:05: Also ich liebe es einfach so, persönliche Gespräche mit jemandem zu führen.
01:01:10: Aber trotzdem darf die Professionalität und der Service natürlich nicht fehlen und nicht außen vorstehen.
01:01:15: Ich glaube, dass Gastfreundschaft genau einfach dann entsteht, wenn so dieses Zusammenspiel von Herzlichkeit und Kompetenz funktioniert.
01:01:24: Ich meine, wenn ich hübsch angelächelt werde, aber der Service absolut gerade schlecht ist und ich keine Ahnung, in einem Hotel, in einem schmutzigen Bett schlafen muss, dann bin ich auch nicht happy.
01:01:34: Also, ich glaube, ich auch
01:01:35: nicht.
01:01:36: Ich bin nicht Jensie.
01:01:38: Ja, ich glaube, das ist einfach dieses Zusammenspiel.
01:01:42: Und wenn du jetzt zum Beispiel Gast in einem Hotel bist, du warst ja auch vor kurzem in Italien im Urlaub.
01:01:50: Was sind so... die besonderen Momente, die dir am Ende des Tages aus deinem Gesamtaufenthalt wirklich in Erinnerung bleiben.
01:01:59: Also, wenn du das vielleicht so in drei Wörtern zusammenfassen müsstest, was ist da so bei dir hängen geblieben, außer das tolle Wetter, was da vor Ort heißt?
01:02:07: Das Wetter der Strand.
01:02:09: Nee, ich glaube, auch hier ist es wieder dieses Persönliche und Individuelle, was bei mir in Italien wirklich ein großer Punkt war, war, dass ich vegan bin und die da wirklich alles getan haben, damit ich irgendwie was zu essen bekomme.
01:02:23: Und die sind auf alle extra Wünsche eingegangen.
01:02:24: und dieses Individuelle, persönliche.
01:02:27: Und ich finde vor allem in Italien ist das sehr krass ausgeprägt, dieses ganz nahbare und familiäre, ich finde, das macht einen sehr, sehr großen Unterschied.
01:02:39: Ich glaube, das ist in jedem Bereich so.
01:02:41: Ich musste grad irgendwie dran denken.
01:02:43: In meinem Lieblingscafé, wo ich immer meiner besten Freundin hingehe, da lächelt uns der Barista immer so mit einem ganz breiten Lächeln an, wenn wir reinkommen und wünscht uns, wenn er uns den Kaffee bringt, immer viel Spaß.
01:02:55: Und ich weiß nicht, das hat irgendwie so ein gewisses Extra.
01:02:58: Und ich glaube, dieses gewisse Extra macht es in jeder Situation, dass man einfach das Erlebnis in Erinnerung hält.
01:03:05: Und das ist natürlich das Gleiche für ein Hotelaufenthalt.
01:03:09: Auch am Ende des Tages auch zu gucken, was kann man tun?
01:03:12: Also wie kann man dem Gast am Ende des Tages wirklich einen tollen Aufenthalt bereiten?
01:03:17: Und vielleicht auch in unschön Momenten, wie wir es ja auch von Jens gehört haben mit der Torte, die vielleicht kurz umkippt.
01:03:23: Und man da doch tatsächlich die Möglichkeit hat durch interne Manpower.
01:03:28: sofort eine neue Torte zu kreieren, um halt wirklich den Moment nicht zu verderben.
01:03:32: Also da wirklich zu schauen, wie man das Beste aus einer Situation machen kann und auch hier wieder zuhören, gucken und nicht wirklich einfach Dinge ablassen.
01:03:43: Das kann tatsächlich dann der Key Moment sein, an dem man sich sehr, sehr gerne erinnert.
01:03:47: Auf jeden Fall.
01:03:49: Und abschließend Minu, wir gehen ja immer davon aus, Gen Z, die denken alles anders, die haben andere Erwartungshaltungen.
01:03:57: Wenn ich ehrlich sein soll, ich habe da so ein bisschen aktuell jetzt bei unserem Thema heute, was macht eigentlich einen perfekten Gastgeber aus?
01:04:05: Ich hab's auf jeden Fall so rausgehört, dass wir vielleicht gar nicht so unterschiedliche Erwartungen an einen Gastgeber haben.
01:04:11: Es hätte ja auch genauso gut sein können, dass du sagst, ich brauche auch gar keinen echten Gastgeber.
01:04:15: Also ein echter Mensch ist mir vielleicht auch gar nicht wichtig, sondern solange die digitalen Prozesse gut laufen, ist das für mich schon auch Gastgebertum.
01:04:23: Ja, ich glaube, meine Generation ist einfach sehr viel entspannter, was das Thema angeht.
01:04:27: Ich hab schon häufig erlebt, dass ich mit meinen Eltern unterwegs war.
01:04:31: Wenn wir jetzt im Hotel waren, war ich die erste, die die QR-Kurz gescannt hat und gesagt hat, oh mein Gott, wie cool, ihr habt auch eine digitale Gästemuppe.
01:04:37: Also natürlich, ich bin da komplett im Thema drin, aber ich glaube, dass meine Generation da mit einer sehr viel größeren Offenheit hergeht und auch viel experimentierfreudiger ist.
01:04:49: Zum Beispiel auch, wenn du in ein Restaurant gehst, hab ich schon häufig erlebt, dass so Gleichaltrige ... sich irgendwie freuen, wenn man über das Handy bestellen kann.
01:04:59: Meine Eltern hassen das.
01:05:02: Ich glaube, dass meine Generation einfach mit einem sehr viel offener Mindset an digitale Tools und KI-Rang geht als vielleicht die Generation davor.
01:05:12: Das wäre ja dann meine.
01:05:15: Also
01:05:16: ich geh auch auf.
01:05:19: Du bist doch im Herzen auch Genzi, Sarah.
01:05:21: Danke
01:05:21: dir.
01:05:23: Und vielleicht noch mal tatsächlich einen Punkt, der mir gerade einfällt.
01:05:27: Wir hatten ja auch über das Thema, um zurückzukehren, noch mal zum Stadtbild auch Hamburg.
01:05:31: Wir haben auch über das Thema gesprochen, inwieweit wird Kultur zum Beispiel oder andere Angebote direkt in Betrieben und in der Hospitality aufgenommen, also eine gewisse Storyline, created um Stadt einfach und Betrieb zusammenzubringen.
01:05:49: Ist dir so was wichtig, wenn du zum Beispiel in einem Hotel unterkommst, dass du sagst, ich möchte schon wissen, was die Marke ausmacht und dass die im Grunde um da, wo ich bin, die Nachbarschaft zusammenbringt mit dem Angebot.
01:05:59: Also wenn ich zum Beispiel jetzt an uns denke und die Marken, die wir ja bei uns im Marketing auch betreuen und im Betrieb, zum Beispiel das Foothouse in Winterhude, das steht ja am Ende des Tages auch dafür, dass man im Grunde genommen nicht nur Hotel ist oder Apartment Hotel, sondern halt auch wirklich die Nachbarschaft zusammenbringt in den ganzen Outlooks.
01:06:18: die man hat.
01:06:18: Also nicht nur Gast ist welcome, sondern auch alle Nachbarn sind welcome und kommen zusammen und lassen uns zusammen die direkte Umgebung erleben.
01:06:27: Sagst du, das ist dir wichtig?
01:06:30: Als Jensie oder sagst du, ah du, solange das Hotel gut aussieht und einen guten Kaffee mir anbietet, ist alles gut.
01:06:37: Also natürlich liegt der Fokus darauf, dass das Hotel an sich gut ist.
01:06:40: Aber ich finde es trotzdem sehr cool, wenn ich schon Städtetrip mache, dass ich auch das Rundumfeeling habe.
01:06:48: Ich hatte das jetzt, dass ich in Amsterdam war und das Hotel war so emotionslos und so kühl und trocken, dass man da hingekommen ist.
01:06:55: und ja, es war sauber, es war alles da, was man wollte, aber trotzdem hat der Charme gefehlt und ich finde so ein Rundumpaket macht doch schon irgendwie einen Unterschied.
01:07:05: Und wie du gesagt hast, ich find, das wird aus einem cooles Beispiel.
01:07:08: Da kommst du in das Haus rein und es ist einfach Winterhude eingepackt in ein Hotel.
01:07:16: Und ich find das sehr cool und ich find das schon ausschlaggebend.
01:07:20: Sehr gut.
01:07:20: Vielen Dank.
01:07:21: Danke
01:07:22: auch.
01:07:22: Das heißt, Jensie, ich fühl mich gar nicht so weit weg von der Jensie.
01:07:26: Wenn ich mir das hier so alles anhöre, vielen Dank.
01:07:33: So, und dann kommen wir zu unserer nächsten Rubrik.
01:07:36: Und zwar The Big Three.
01:07:38: Hier
01:07:39: besprechen wir einfach nochmal die drei wichtigsten Punkte der Folge und fassen diese einmal kompakt zusammen, damit wir die alle auf jeden Fall im Kopf behalten.
01:07:49: Und ich würde direkt mit der ersten These starten.
01:07:52: Und zwar, dass Städte wie Hamburg einfach das Bild von Gastfreundschaften maßgeblich prägen und Aspekte wie Stadtteile, Kultur und Atmosphäre die Gästeerfahrung komplett beeinflussen.
01:08:07: Wir können also sagen, dass die Umgebung und die Kultur der Stadt entscheidend für die Gästeerfahrungen sind und das Stadtbild mit dem Gastgebertum einhergeht.
01:08:19: Und in dem Zuge können wir auch sagen, dass unterschiedliche Stadtteile, auch unterschiedliche Erwartungen an Service und Atmosphäre haben und man sich so individuell auf die Anforderungen der Gäste anpassen muss.
01:08:35: Ein guter Gastgeber sollte sich definitiv flexibel an veränderte Lebensstile anpassen und dementsprechend auch an obane Trends.
01:08:43: Denn in der Zeit, wo es immer mehr Zielgruppen gibt, der ganze Anspruch an Hotellerie und Gastronomie diverser wird, ist natürlich Flexibilität gar nicht mehr wegzudenken.
01:08:54: Um das dementsprechend auch erfüllen zu können und auch den Gästenwünschen entgegenkommen zu können, muss man dementsprechend auch sehr, sehr gut hinhören.
01:09:01: Wir hatten es ja auch gerade mit Jens, der auch ganz klar sagt, bei sich im Daily Business Gästefeedback ist da nicht mehr wegzudenken, um am Ende des Tages auch den Service und das Angebot zu verbessern.
01:09:12: Das heißt, gerade in unserer Branche Hospitality und Gastro ist Gästefeedback ein Key-Take-Away, was man definitiv nicht vernachlässigen sollte.
01:09:20: Und Thema Flexibilität erfordert natürlich auch Flexibilität im Thema, wie bilden wir eigentlich unsere Arbeitskräfte in der Zukunft aus?
01:09:28: Denn das, was aktuell ... kein Standard-Mess und auch weiterhin Standard auch schwierig beschrieben wird in einer Welt, die sich stetig weiterentwickelt.
01:09:36: Er fordert natürlich daran, dass wir auch Berufsbilder vielleicht anders angehen, die zukünftige Arbeitskraft auch einfach anders ausbilden.
01:09:43: Das heißt, da müssen wir auf jeden Fall angreifen.
01:09:46: Jens hat ja auch gesagt, wir haben eine gute solide Basis, aber die Entwicklung bleibt ja nicht stehen.
01:09:52: Dementsprechend müssen wir da dran bleiben und angreifen.
01:09:56: Und die letzte These unserer Folge ist, dass es einfach keine universelle Definition für einen perfekten Gastgeber gibt.
01:10:05: Das ist einfach komplett kontextabhängig und so facettenreich.
01:10:09: Man kann zwar sagen, dass ein guter Gastgeber professionelle Standbars mit der persönlichen Empathie kombiniert, aber wie wir ja gerade im Gespräch mit Jens gesehen haben, gibt es branchespezifische Unterschiede, die so maßgeblich sind, dass sie den Begriff Gastfreundschaft einfach so individuell prägen, dass sich ein perfekter Gastgeber gar nicht festmachen lässt.
01:10:32: Und in dem Zuge kann man auch noch hinzufügen, dass die Technologie eine sehr, sehr große Rolle spielt, was das Gastgeber-Tum angeht, aber vermutlich nie die menschliche Komponente ersetzen wird und die Persönlichkeit immer am Vordergrund stehen wird.
01:10:48: Das kleine Lächeln am Ende des Tages zaubern, das ist doch das, was wir am Ende des Tages auch wirklich wollen.
01:10:53: Auf jeden Fall.
01:10:56: Damit sind wir auch am Ende unserer heutigen Folge angekommen.
01:11:00: Zu der perfekte Gastgeber gibt es den denn eigentlich überhaupt?
01:11:04: Vielen, vielen Dank an dich Jens, dass du uns... so einen Einblick ins Gastgeber sein und in die Hamburger Gastronomie gegeben hast.
01:11:11: Genau, und danke auch an euch, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, die eingeschaltet haben und fleißig auch alle Insights eingesogen haben und das jetzt sofort alles umsetzen möchte.
01:11:21: Ja, sehr gut.
01:11:22: Bestimmt.
01:11:23: Genau, und wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie sehr gerne mit jedem, die ihr kennt.
01:11:28: Und wir freuen uns natürlich über Feedback, Bewertung, jegliche Art von Nachrichten, über unsere Social Media Kanäle.
01:11:34: Alle Links findet ihr in den Show know.
01:11:36: Seid
01:11:37: auch gerne beim nächsten Mal wieder dabei.
01:11:38: Dann tauchen wir allen in das Thema KI und Hospitality mit unserer nächsten Gästin, Dr.
01:11:43: Nicole Linnrichs, der EHL Business Hospitality School.
01:11:47: Und bis dahin.
01:11:48: Wir freuen uns, wenn ihr euch wieder mitbringt.
01:11:50: Vielen Dank.
01:12:02: Tschüss.
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