KI und Hospitality: Revolution oder Marketing | Mit Dr. Nicole Hinrichs
Shownotes
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und längst in der Hospitality-Branche angekommen. Doch was bedeutet KI konkret für Hotels, Serviced Apartments und die tägliche Arbeit im Gastgewerbe? In dieser Folge von „Bring dich mit“ sprechen Sara und Minu mit Dr. Nicole Hinrichs von der EHL Hospitality Business School über Chancen, Herausforderungen und praxisnahe Use Cases von KI in der Hotellerie. Es geht um effizientere Prozesse, neue Anforderungen an Führungskräfte, notwendige Skills für Teams und vor allem um eine zentrale Frage: Wie kann Technologie unterstützen, ohne den Menschen aus dem Fokus zu verlieren?
Diese Folge bietet eine ehrliche Einordnung von KI im Hotelalltag, fernab von Buzzwords und blindem Tech-Hype, aber dafür nah an den echten Bedürfnissen von Gästen und Mitarbeitenden.
Jetzt reinhören, wenn ihr Künstliche Intelligenz in der Hospitality-Branche verstehen, sinnvoll einsetzen und zukunftsfähig nutzen wollt.
Viel Spaß mit der Folge!
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Produziert von Podstars by OMR.
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:20: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Bring dich mit Podcasts bei Sikonspitality.
00:00:25: Schön, dass ihr alle wieder dabei seid.
00:00:27: Ich bin Sarah
00:00:28: und ich bin Minou.
00:00:29: Heute sprechen wir über ein Thema, das gerade in der gesamten Hospitality-Branche und darüber hinaus heiß diskutiert wird.
00:00:35: Künstliche Intelligenz.
00:00:36: Überraschung, denn KI verändert, wie wir tatsächlich arbeiten heutzutage und wie wir Gäste betreuen und vielleicht auch, wie wir Service sehen.
00:00:44: Aber was bedeutet das konkret für Hotels und Service Apartments und vor allem für die Menschen, die in dieser Branche arbeiten?
00:00:50: Genau darüber sprechen wir heute mit einer echten Expertin für Strategie, Innovation und Unternehmertum.
00:00:56: Dr.
00:00:56: Nicole Hinrichs ist bei uns.
00:00:57: Sie ist Professorin an der EHL Hospitality Business School, die sich seit Jahren mit Digitalisierung, Leadership und Bildung in der die beschäftigt.
00:01:05: Aktuell wirkt sie zum Beispiel an der modularen Expertenausbildung der EHL Kooperation mit Hotellerie SwissMid, einem Weiterbildungsprogramm, das sich speziell Anführungskräfte in der Hotellerie richtet.
00:01:17: Schön, dass du da bist, Nicole.
00:01:19: Herzlich willkommen im Podcast.
00:01:20: Danke schön vielmals, ich freue mich sehr, hier zu sein.
00:01:27: Nicole, bevor wir jetzt so richtig einsteigen und das ganze Thema so richtig tiefgründig mal draufblicken, wie unsere Branche eigentlich im Bezug auf KI steht, fangen wir immer sehr gerne mit einem kleinen Icebreaker an.
00:01:38: Und zwar ganz klassisch, ich packe mal einen Koffer.
00:01:41: Und diesmal natürlich einen ganz besonderen Koffer, denn wir packen diesmal alles ein, was man braucht, um die Zukunft der Hospitality zu entdecken.
00:01:49: Genau, ich fange mal an.
00:01:51: Ich packe meinen Koffer vor allem für heute mit ganz viel Neugier.
00:01:54: Denn ich bin wirklich ganz, ganz gespannt, was du zum Thema beitragen wirst.
00:01:58: Vor allem vielleicht aus einem wissenschaftlichen, fundierten Hintergrund.
00:02:01: Wir beide machen es natürlich ganz klar und offensichtlich aus dem, was wir on the job learn und on the job auch sehen.
00:02:07: Minu vielleicht auch noch mal aus ihren Studieninhalten.
00:02:10: Aber ich glaube, deine Sichtweise wird auf jeden Fall noch mal ein ganz anderes Licht auf das ganze Thema lenken.
00:02:15: Und ich packe aber auf jeden Fall auch noch, glaube ich, ganz viel Kaffee mit ein.
00:02:19: hier so neben mir, denn wenn ich schon so an Datenanalyse und Automatisierung und Co.
00:02:24: denke, glaube ich, dann braucht man, um da ein bisschen durchzukommen.
00:02:28: Klingt gut.
00:02:29: Ich mache mal weiter.
00:02:30: Ich packe auf jeden Fall genug Mut zum Experimentieren ein, glaube ich.
00:02:33: Ich glaube, wer Angst vor der KI hat, wird einfach nie herausfinden, was er wirklich kann.
00:02:38: Und ich glaube, dass das einen sehr großen Unterschied heutzutage macht.
00:02:43: Und
00:02:43: dann packe ich noch ordentlich Empathie ein, weil Ich denke, dass trotz alter Technologie der persönliche Touch irgendwie dabei bleiben muss und immer auch noch wichtig bleiben wird.
00:02:56: Genau.
00:02:57: Und Nicole, wie sieht es bei dir aus?
00:02:58: Also, das waren jetzt schon mal spannende Dinge einzupacken.
00:03:01: Die würde ich definitiv auch schon mal mitnehmen.
00:03:03: Und wenn ich jetzt mir noch was überlegen würde, dann zum einen ein starkes Bewusstsein, wo die KI tatsächlich mehr Wert schafft.
00:03:12: Denn nur, weil man kann, muss man nicht.
00:03:15: Und zudem würde ich wahrscheinlich auch nochmal bewusst den Menschen in den Vordergrund rücken.
00:03:20: Denn bei jeder Schnittstelle gibt es immer zwei Seiten.
00:03:24: Die technische Seite bekommt momentan definitiv das Rampenlicht.
00:03:28: Und die andere Seite der Mensch wird so ein bisschen hinterhergeschliffen bis dato noch.
00:03:31: Und ich glaube, wenn wir da mal ein bisschen den Scheinwerfer auf die andere Seite rücken würden, würde das keinem schaden.
00:03:38: Sehr cool.
00:03:39: Ich würde sagen, dann haben wir unsere Koffer super gepackt mit allem, was man braucht.
00:03:43: Und wir sind ready, um die Welt der KI in Hotel zu erkunden.
00:03:48: Genau.
00:03:48: Und deswegen starten wir doch mal direkt rein in unsere Folge, wie KI eigentlich das Arbeiten der Hospitality-Branche verändert und welche Chancen und Risiken es eigentlich gibt und welche Bedeutung hat KI eigentlich für die Zukunft.
00:04:01: Nicole, wenn ich dich jetzt so fragen darf, wenn du an KI im Hotel denkst, welches Bild hast du spontan im Kopf?
00:04:07: Momentan noch...
00:04:09: Sag jetzt nicht gar keins.
00:04:11: Momentan noch einsamer Zwiegespaltenes.
00:04:14: Ich glaube auf der einen Seite begrüße ich den Willen mit KI arbeiten zu wollen, wobei ich jetzt mal mit einer Klammer dahinter sagen muss, vieles ist noch nicht wirklich KI basiert, sondern eher noch klassische Digitalisierung mit ein bisschen Streuung von KI hier und da.
00:04:35: Ich glaube, das meiste, bis dato, nehme ich in der Kundenbetreuung wahr.
00:04:40: Also, ich würde sagen die erste Welle der Digitalisierung und dann auch mit Fokus auf KI finden wir hauptsächlich irgendwo in der klassischen Customer Journey.
00:04:48: Ich würde sagen, im sogenannten Back of House, also in der gesamten Hintergrundthematik ist die KI bis dato eigentlich noch eher, sagen wir mal sporadisch at best eingesetzt.
00:05:02: Das heißt, du hast es auch gerade gesagt, der Wandel kommt ja mit Wellen.
00:05:05: Oft wird ja nicht unterschieden zwischen Digitalisierung und KI.
00:05:08: Es sind ja eigentlich zwei unterschiedliche Dinge.
00:05:11: Du hast vor einem Jahr in einem Interview gesagt, das Gastgewerbe läuft Gefahr, den Anschluss zu verpassen, was das Thema KI angeht.
00:05:18: Jetzt ist es ja ein Jahr vorbei.
00:05:20: Würdest du sagen, ja, wir sind immer noch in der Pilotphase oder sagst du, nee, ist schon alles Alltag.
00:05:27: Ich würde gerne sagen, dass wir schon mehr zum Alltag gekommen sind, ohne jetzt hier sehr pessimistisch klingen zu wollen.
00:05:34: Aber das Problem ist halt, die KI ist halt auf die Digitalisierung wie ein Brandbeschleuniger.
00:05:39: Und dadurch, dass natürlich schon die Digitalisierung nicht substanziell zwingend durch die Bank weg implementiert worden ist, sondern auch gerade kleine mittelständische Unternehmen.
00:05:50: Und das ist halt auch immer noch der Gro eigentlich derer, die ja mit vor allen Dingen kämpfen, hinterher hängt.
00:05:56: Es ist natürlich auch das Thema KI jetzt nicht wirklich einfacher aufzunehmen.
00:06:01: Und das hat nicht nur zwingend mit der finanziellen Seite zu tun, obwohl das oftmals darauf immer wieder zurückgeführt wird.
00:06:07: Das heißt dann, die großen Ketten der Welt haben natürlich das Portemonnaie dazu.
00:06:12: Es hat aber auch teilweise einfach viel mehr mit der Mentalität und Kultur zu tun.
00:06:17: Und deswegen würde ich halt sagen, eher noch so ein bisschen auf der Startbahn.
00:06:21: Wir versuchen, Geschwindigkeit aufzunehmen, aber bei den Zwei-und-Fünfzig-KMH, wo eine Maschine abhebt, sind wir noch nicht.
00:06:30: Du hast es ja eben schon so ein bisschen angesprochen, dass es Unternehmen gibt, bei denen es besser funktioniert.
00:06:35: Es gibt aber auch ein paar, wo es ein wenig hakt.
00:06:38: Was glaubst du denn, wo unterscheiden sich diese Unternehmen?
00:06:40: Also wo ist dieser Knackpunkt, wo es hakt und welche Aspekte spielen dabei eine Rolle?
00:06:46: Also würdest du sagen, dass sowas wie Kommunikation, Leadership und Unternehmenskultur eine große Rolle spielen oder worauf muss man da achten?
00:06:53: Also ich glaube, wenn wir ganz ehrlich sind, ist das wahrscheinlich selten nur irgendwie einen Treiber alleine.
00:06:57: Das ist so ein schöner Basket aus unterschiedlichen Dingen.
00:07:01: Du hast das vorhin so schön gesagt, diese Begeistung für eine Thematik mitzubringen.
00:07:05: Ich glaube, damit fängt es erst einmal an.
00:07:07: Wenn man schon mit Angst auf so ein Thema zugeht, dann habe ich selten das Gefühl, endet das Thema auch gut.
00:07:14: Das klassische Thema Self-fulfilling Prophecy.
00:07:17: Wenn man natürlich rangeht und sagt, cool, jetzt schauen wir mal, was uns das Ganze bringen kann.
00:07:21: Dann hat man natürlich auch eine ganz andere Herangehensweise.
00:07:24: Dann ist man offen für eine Thematik, dann experimentiert man damit.
00:07:27: Dann hat man auch nicht schon wieder diese Angst, das Scheiterns vorne weg.
00:07:30: Und das gehört einfach zu jeder Innovation dazu.
00:07:32: Nicht alles, was auf dem Papier gut ist, funktioniert in der Realität.
00:07:36: Das weiß ich aus meinem eigenen Alltag.
00:07:38: Und da muss man aber auch einfach bereit sein.
00:07:41: Fehler mitzumachen, weil man durch die Fehler ja auch wieder was gelernt hat.
00:07:45: Dieses One Fits All gibt es nicht.
00:07:47: Das heißt, man muss oder so durch die Schmerzen gehen, wenn man es mal so bezeichnen möchte, das Richtige für sich zu finden, wie es in den eigenen Kontext passt, welche Bedürfnisse hat man.
00:07:57: Und das ist zum Beispiel die Mentalitätsseite.
00:07:59: Dann ganz klar Führungskräfte.
00:08:01: Es kommt nicht drumherum, dass man immer irgendwo die Führung mit hat.
00:08:06: Ja mitnehmen muss.
00:08:07: wenn die Führung schon nicht an das Thema glaubt wie soll dann jemand anders im Unternehmen sich dieser Sache wirklich leidenschaftlich hingeben.
00:08:15: Und da dann einfach auch die Bereitschaft für so eine Innovation mitbringen.
00:08:20: Ich glaube das sind schon mal zwei ganz ganz große Themen.
00:08:23: Und dann, wovor ich immer war, ist bitte keinen Rundumschlag.
00:08:28: Wir machen jetzt alles auf digital und wir machen die komplette KI unter fütterter Hotel-Experienz.
00:08:36: Da war ich mal, das ist jetzt wahrscheinlich dann doch eher schon eine schwierige Ansatz.
00:08:40: Ich würde eher casebasiert, spezielle Themen, wo man weiß.
00:08:44: Du, da performen wir halt nicht so toll, wie wir gerne würden, kann uns da die KI zum Beispiel helfen.
00:08:49: Und dann wirklich einen speziellen Fall sich rannehmen und da einfach mal auf einem begrenzten Rahmen so ein bisschen experimentieren und dann sich auch an das Thema so ein bisschen herantasten.
00:08:58: Ja.
00:08:59: Aber warum glaubst du denn, tut sich gerade diese Branche so schwer mit der Umsetzung, was KI angeht?
00:09:05: Glaubst du, da gibt es irgendwie einen bestimmten Grund?
00:09:07: Ist es die Angst und dieses Festklammern am klassischen oder?
00:09:13: Ich weiß nicht, ob ich das im Zwingt als Festklammern am klassischen bezeichnen würde, aber ich glaube schon, dass etwas mit der Mentalität mitschwenkt.
00:09:20: Wir sagen ja bewusst Hospitality.
00:09:23: oder das Gastgewerbe ist ein menschliches Gewerbe.
00:09:27: Und damit haben wir natürlich auch immer den Menschen bewusst in den Vordergrund gezogen und das behalte ich auch weiterhin so.
00:09:35: Aber es ist, glaube ich, irgendwann im Dialog oder in der Unterhaltung hat sich das so manifestiert, dass man alles, was die Digitalisierung anbelangt, als Gegenspieler gesehen hat und nicht als als sagen wir Unterstützung.
00:09:48: Und da sind viele Digitalisierungsansätze vielleicht teilweise fragmentiert, teilweise auch nicht wirklich gewollt eingeführt worden.
00:09:56: Und dann kommt wieder zu dem Thema, wenn es schon nicht wirklich gelebt wird, dann läuft das halt leider auch irgendwo oftmals schief.
00:10:03: Und dazu kommt für mich das, und da sind wir einfach, das sind wie gesagt diese Wellen, die wir gerade schon mal angesprochen haben, In der ersten Welle wird viel einfach an das Problem ran geschmissen.
00:10:14: Mal sehen, was funktioniert, ohne zwingend zielgerichtet zu agieren.
00:10:19: Ich bringe mal gerne ein Beispiel, wo ich in dem Hotelzimmer stand und das Licht nicht anbekam, weil ich ersten iPad finden musste.
00:10:25: Dann wollte ich die Vorhänge aufmachen, die konnte ich allerdings auch nicht aufmachen, weil die auch schon mittlerweile automatisiert waren.
00:10:30: Da habe ich gesagt, das hat jetzt meine Experience nicht besser gemacht.
00:10:34: Es war definitiv eine Experience, aber wahrscheinlich nicht die, auf die das Hotel gebaut hatte.
00:10:38: Das heißt, man könnte schon sagen, dass man vielleicht nicht tiefgründig genug in der Branche auch an das Thema rangeht.
00:10:44: Also viele haben ja immer den Drang, wenn jetzt gerade viele digitalisieren und Karriereinsätzen, dass sie sagen, alles klar, wir machen das jetzt genauso.
00:10:52: Wir machen es so, wie alle anderen das auch machen.
00:10:55: Aber das andere Thema ist ja auch noch das On-Boarding und die Konsequenzen danach oder das auch kontrollieren.
00:11:00: Funktioniert wirklich alles und auch ... vielleicht den Mitarbeitern, die ja eigentlich tagtäglich damit zu tun haben, die Möglichkeit erlauben und sie dazu auch zu ermutigen, Feedback zu geben.
00:11:10: Weil du hattest ja jetzt auch gerade gesagt, viele sagen vielleicht so erschwert mir mein Alltag.
00:11:14: Es bringt eigentlich nicht das, was vielleicht ein gewisses Tool oder ein Anbieter versprochen hat.
00:11:18: Nur man sagt jetzt einfach... Okay, aber wir haben es ja implementiert und wir haben jetzt KI und wir machen das jetzt.
00:11:24: Wir haben KI.
00:11:26: Ja, genau.
00:11:27: Es ist ja auch sehr, sehr viel, muss man leider auch sagen.
00:11:30: Es ist viel Marketing dahinter und jetzt das vielleicht nur auf diese Schiene zu bringen, aber es ist so ein Druck, der auf vielen Häusern einfach lastet, sagen zu müssen, wir sind ja auch auf den Zug aufgesprungen.
00:11:40: Dann das halt auch Marken wirksam zu nutzen, wobei es dann wie gesagt leider aus meiner Sicht nicht mehr um das geht, worum es dabei gehen sollte, nämlich, dass wir eine Wertschöpfungskette.
00:11:48: überdenken und durch den Einsatz von KI halt auch ein Mehrwert schaffen.
00:11:54: Aber da fängt halt die Problematik halt irgendwo an.
00:11:57: Die meisten wissen gar nicht, dass sprichst du grad so schön an, überhaupt nicht, was sie eigentlich mit der KI erreichen wollen.
00:12:03: Ich würde tatsächlich gerne nochmal auf das Thema Ketten vs.
00:12:08: eigenständig zurückkommen.
00:12:10: Man hört ja immer wieder, ach KI, nee, ist viel zu teuer, brauche ich nicht, kann ich mir nicht leisten oder ich habe nicht die Manpower dafür, wobei man ja auch sagt, KI entlastet ja, kann oder kann entlasten.
00:12:22: Würdest du sagen, das größere Betriebe durch mehr Budget?
00:12:25: wirklich im Vorteil sind, du hattest ja das teilweise ja schon verneint, dass das nicht unbedingt das Thema ist.
00:12:30: Was aber viel interessanter ist, du hast auch gesagt, dass gerade kleine und mittelständische Betriebe ja eher ein Problem mit Thema KI haben.
00:12:37: Also ich denke da jetzt zum Beispiel an Vier von der Sikon.
00:12:39: Wir sind ja ein mittelständisches Unternehmen und wir sind ja dem Thema eigentlich ganz offen gegenüber und versuchen und probieren tatsächlich sehr viel aus und gehen das Use Cases ran.
00:12:48: Also genau das, was du dir ja auch wünschen würdest, dass Leute das eigentlich tun würden in der Branche.
00:12:52: Und wir sehen tatsächlich darin, nicht so das Problem da auch, was das Thema Karrieren geht, auch mit der Zeit schnell zu gehen und schnell zu reagieren.
00:13:00: Würdest du das unterschreiben und sagen, okay, ihr seid vielleicht jetzt, ihr seid vielleicht da die Ausnahme, aber eigentlich ist es bei den meisten halt anders.
00:13:09: Also was sind da so die Treiber dessen?
00:13:12: Gut, das waren jetzt mehrere Punkte, ich versuche mal so einen nach anderen aufzuarbeiten.
00:13:17: Ja, leider ist das, was du bei euch bei der Sikon beschreibst, nicht zwingend, dass ... generelle Bild, das wir finden.
00:13:24: Es ist leider in der Tat so, dass doch viel auch immer wieder halt auf diese Kostenthematik zurückgeschoben wird.
00:13:30: Und ja, das unterscheibe ich, es ist keine Kostenfrage.
00:13:33: Es gibt mittlerweile genügend Anbieter, auch auf der KI-Herstellerseite sozusagen, die sich bewusst auf den kleinen und Mittelständler spezialisieren.
00:13:43: Weil am Anfang war das Problem halt hauptsächlich die ersten Warn halt.
00:13:47: Hauptsächlich gebaut für Großanbieter und dann ist halt einfach kompletter Overkill, weil da sind dann die Kosten so groß und da, wo die Skalierung anfängt, auf die kommt man einfach gar nicht als kleiner oder mittelständischer Hotelanbieter.
00:14:00: Aber es gibt halt wie gesagt jetzt auch die Anbieter, die bewusst auf der Größenordnung funktionieren, wo dann halt auch das Kostenspektrum viel niedriger ist.
00:14:10: Das ist das eine.
00:14:11: Das andere ist wie gesagt auch immer noch die Problematik, dass man für sich halt entscheiden muss, wie implementiere ich das Ganze.
00:14:21: Du sagst jetzt auf eurer Seite, ist eigentlich eine Begeisterung da, eine Offenheit und auch eine gewisse Neugier, wie man mit der KI halt mehr Wert schaffen kann.
00:14:31: Die meisten binden aber, und das ist glaube ich auch eine Möglichkeit, viel besser mit der Thematik umzugehen, das Personal frühzeitig ein.
00:14:40: Die meisten IT-Projekte starten in einem entweder IT-Department bei großen Firmen oder werden von IT-Firmen hergestellt.
00:14:51: Dann kommt aber direkt eine Mentalität, die hauptsächlich aus der technischen Seite kommt.
00:14:55: Wenn man allerdings auf einen menschenzugeschnittene Möglichkeiten bauen möchte, dann müsste man eigentlich dort anfangen, wo eigentlich der Use Case ist.
00:15:07: Wenn ich weiß, Man spricht jetzt mit dem Front-Office und sagt, was sind eigentlich eure Punkte, wo ihr Verbesserung seht oder wo kann man Verbesserung schaffen?
00:15:18: Dann fängt man eigentlich mit einem Problem an, dass man lösen möchte und holt sich dann die Technologie, die die Antwort liefert.
00:15:25: Und nicht, alle haben Chatbots.
00:15:28: Wir machen jetzt auch ein Chatbot.
00:15:29: Ob der irgendwie hilft, ist egal, aber wir machen jetzt ein Chatbot.
00:15:32: Und da sieht man halt genau, das ist so, wir nennen das in der Innovation Market Pull versus Technology Push.
00:15:39: Und Market Pull funktioniert immer besser, weil man dann eigentlich auch weiß, was man versucht zu lösen.
00:15:45: Und das sind so diese, diese Thematiken.
00:15:47: Und da muss halt eine gewisse Offenheit und auch eine gewisse Selbstreflektion dann aufs Seiten des Hoteliers sein zu sagen, wo funktionieren wir halt einfach momentan nicht optimal.
00:15:58: Weil Front-Office zum Beispiel ist Klassisches, wenn wir jetzt mal die Buchungssituation vorweglassen, aber wenn man jetzt den eigentlichen Aufenthalt anschaut.
00:16:06: Der Check-in ist der erste Touchpoint.
00:16:09: Den möchtest du eigentlich richtig gut machen, was auch immer gut in deinem Kontext bedeutet.
00:16:14: Weil machst du ihn nicht gut, bist du schon in der Service Recovery.
00:16:18: Und damit machst du ja das Leben für dich selber schwierig.
00:16:21: Auf jeden Fall.
00:16:23: Was vielleicht noch mal interessant wäre und vielleicht gibt es da ja auch schon irgendwie Erkenntnisse oder Studien dazu, die Betriebe, die sich entscheiden, tatsächlich KI zu implementieren in deren Betrieb und sich dazu entscheiden zu schauen, okay, ab welchem Punkt mache ich das eigentlich?
00:16:40: Würdest du sagen, es gibt eventuell auch tatsächlich irgendwelche Bereiche, wo man sich sehr schwer tut, KI zu implementieren?
00:16:50: Ja, eigentlich das gesamte Back of House.
00:16:52: Es ist momentan für alle noch viel einfacher, sich mit Ideen auseinanderzusetzen, die direkt mit dem Kundenkontakt entstehen.
00:17:00: Deswegen sehen wir auch die ganzen Chatboard-basierten Aktivitäten, Buchungsplattformen.
00:17:06: Ich glaube, das Einzige, wo ich jetzt systematisch mehr in Richtung Back of House gehen würde, ist das ganze Revenue Management.
00:17:12: und das Dynamic Pricing, das damit einhergeht.
00:17:14: Aber ansonsten gibt es viele, viele Bereiche, wo man unglaubliche Wertschöpfung generieren könnte.
00:17:20: Es ist mittlerweile mit Studien bewiesen, dass man zwischen zwanzig und zwanzig Prozent Überstunden bei Mitarbeitern runterbringen kann, wenn man halt KI-basiertes Scheduling betreibt.
00:17:29: Was gerade, weil das Thema ja brennend ist in der Branche, Personalmangel, Personalunzufriedenheit, Wellness, Well-being ist das ein unglaublicher Gewinn, weil die KI besser die Peakzeiten abfängt und auch die Personen viel viel genauer auf die Bedürfnisse zuordnen kann, als wir das einfach manuell hinbekommen.
00:17:51: Das ist zum Beispiel ein klassischer Fall, der viele Probleme gleichzeitig löst.
00:17:54: Es ist effizienztreibend und es macht die Mitarbeiter glücklicher.
00:17:58: Das ganze Predictive Maintenance Thema.
00:18:01: IoT, möglichst halt die Fähigkeit heutzutage mit vorausschau zu sagen, wann müssen gewisse Dinge wieder ausgetauscht werden, sodass es zum Beispiel auch gar nicht zum Servicezusammenbruch kommt, weil sobald natürlich ein Gast in einem Hotel oder in einem Apartment ist und irgendetwas nicht funktioniert, ist es ja unangenehm für alle Beteiligten und dann ist der Zeitdruck im Nacken.
00:18:19: Wenn man im Vorfeld schon weiß, diese gewissen Dinge müssen jetzt gemacht werden, dann ist die gesamte Reise schon viel entspannter für alle Beteiligten.
00:18:28: Und da gibt es etliche andere Bereiche, in denen man eigentlich in diesem Back-off-Haus viel entspannter arbeiten könnte.
00:18:35: Es gibt halt auch wirklich viele Routinearbeiten.
00:18:37: Da muss ich sagen, da prügelt sich, glaube ich, keiner drum, die zu machen.
00:18:41: Die würde ich gerne.
00:18:42: Das würden
00:18:42: da auch ein paar Sachen anfangen.
00:18:44: Deswegen, ne?
00:18:45: Also
00:18:45: wenn ich nicht all die E-Mails mehr schreiben müsste, die bei mir ankommen, hätte ich da auch keine Schwierigkeiten mit.
00:18:50: Aber und da können halt wirklich die KI vielen, vielen helfen.
00:18:55: Und dann auf die Anführungsstriche auch für sich selber viel wertvolleren Aufgaben, die Zeit zu verwenden.
00:19:03: Jeder gewinnt dabei.
00:19:06: Und wenn wir jetzt noch mal so ein bisschen auf dem Bereich Service Apartments schauen, die ja oft entweder nur Longstays anbieten oder auch ein Hybrid-Konzept aus Short und Longstays, viele der Häuser digitalisieren ja sehr stark und setzen KI auch bereits sehr, sehr stark ein.
00:19:21: Viele sind jetzt gerade im Zuge dessen, das zu implementieren.
00:19:25: Würdest du sagen, dass solche Konzepte Vorreiter in unserer Branche sein könnten?
00:19:29: oder sagst du, die klassischen Hotels stehen dem eigentlich gar nicht viel nach?
00:19:35: Ich würde sagen, aus der Notwendigkeit heraus bei Service Departments kann ich dort schon eine Möglichkeit sehen, vieles auch useCase basiert zu testen.
00:19:45: Man muss einfach nur vorsichtig sein, dass wie gesagt auch die Bedürfnisse eines Service Departments nicht gleichzusetzen sind wie mit einem Hotel oder auch Hotelketten.
00:19:53: Das heißt immer wieder noch überlegen, wie sind die Grenzen dessen der Übertragung, wie lange reicht die Analoge?
00:20:01: Übersetzung von einem auf den anderen Fall und wo sind halt einfach die Bedürfnisse unterschiedlich, aber nichtsdestotrotz dadurch, dass halt Service Departments generell sehr autonom funktionieren sollen, weil der Gast möchte ja im Endeffekt wie ein permanentes Wohnerlebnis haben und Ich möchte jetzt ja auch, wenn ich in meiner Wohnung bin, nicht permanent irgendwie den Klemmtner oder den Elektriker oder den Installateur oder sonst jemanden rufen müssen, um das jetzt mal so zu übersetzen.
00:20:32: Heißt am Ende des Tages, je weniger man eigentlich Kontakt hat, umso besser läuft es.
00:20:37: Und da hilft Dika hier halt einfach, weil auch da wieder Dinge sehr automatisiert abgefangen werden können.
00:20:44: Und bestimmt gibt es da Möglichkeiten, eine Vorreiterposition einzunehmen.
00:20:50: Cool.
00:20:50: Wenn wir uns jetzt das Thema Service Apartments mal zukunftsorientiert angucken, was glaube ich sowohl entwickelt sich das Ganze hin?
00:20:57: Also, glaubst du, wir werden künftig mehr solche hybride Konzepte sehen, die so Hotel und Apartment vereinen und vielleicht sogar mit noch stärker Personalisierungs-Service?
00:21:09: Ich könnte es mir definitiv vorstellen.
00:21:11: Es kommt halt einfach aus dieser Veränderung, wie heute auch die neuen Generationen reisen oder auch arbeiten.
00:21:19: Es ist ja alles in der Gen Z viel dynamischer geworden, aber auch durch die gesamten Entwicklungen schon das nicht mehr in einem klassischen Office zwingend arbeiten.
00:21:31: und die Digital Nomads, wie man sie so schön nennt, die suchen halt nicht zwingend den klassischen Hotelaufenthalt.
00:21:38: Das ist halt einfach eine Bedürfnisfrage.
00:21:40: Wenn ich jetzt längeren Zeitraum irgendwo vor Ort bin, dann ist es manchmal ganz schön sein eigenes Rückflugium wieder.
00:21:48: irgendwo zumindest zu einem gewissen Grad aufzubauen.
00:21:50: Und da hilft natürlich die Personalisierung.
00:21:54: Man weiß es ja, jeder mag es halt ein bisschen anders.
00:21:56: Der eine mag das Schlafzimmerkühler, der andere mag es ein bisschen wärmer, der eine mag ein bisschen... Schmeichelhafteres Licht.
00:22:03: Ich glaube, jede Frau kennt das.
00:22:04: Man weiß in einer Minute im Badezimmer, ob das Bad von einem männlichen oder weiblichen Architekten gemacht wurde, weil die Beleuchtung für das Make-up überhaupt nicht funktioniert.
00:22:15: Ganz wichtig.
00:22:17: Und das sind so Dinge, die kann man dann definitiv regeln, dass halt die indirekte Beleuchtung nicht zu einer Schwierigkeit am Morgen schon werden lässt.
00:22:27: Ja, cool.
00:22:28: Wir haben ja gerade schon über die Zukunft der Hospitality gesprochen und das Ganze können wir jetzt ja auch so ein bisschen noch in Hinblick auf die Teamarbeit beleuchten.
00:22:36: Wenn man jetzt überlegt, wie verändert KI eigentlich die Zusammenarbeit in Teams?
00:22:41: Ich meine, wir hören ja oft, dass Automatisierung irgendwie entlastet, aber auch trotzdem neue Rollenschaft.
00:22:46: Wie siehst du das?
00:22:47: Wie entwickelt sich das?
00:22:48: Was kommt da auf einen zu?
00:22:51: Also meine Wunschvorstellung wäre, dass wir die KI wie einen weiteren Teamplayer einfach betrachten.
00:22:57: Der halt einfach oder die halt einfach, kann ja auch barbliermännlich sein, je nachdem wie ich das bezeichnen möchte, im Hintergrund einfach Hilfestellung leistet.
00:23:05: Jedem Team gibt es unterschiedliche Rollen.
00:23:07: Die KI nimmt genauso dann auch eine an.
00:23:10: Und für mich das Wichtige, dass sie halt im Englischen sagt man so schön Facilitator auftritt, also als Unterstützung fungiert und somit den unterschiedlichen.
00:23:20: Teammitgliedern hilft.
00:23:21: Und auch vor allen Dingen je nach Team, wie weit entfernt Teams voneinander sind.
00:23:26: Es gibt ja interdisziplinäre Teams, als Schnittstellenakteur auftaucht.
00:23:31: Oftmals ja zum Beispiel zwischen der Maintenance und dem Frontoffice und dem Konzern und dem FMB gibt es dann unterschiedliche Bereiche, wo halt Information idealerweise sehr schnell, transparent und einheitlich vor Ort sein muss.
00:23:44: Und das macht natürlich Schnittstellen viel, viel weicher.
00:23:48: Und auch wieder reduziert dramatisch die Möglichkeit, dass es halt ein Abbruch des Service- oder der Serviceleistung gibt.
00:23:57: Und wiederum Effizienzsteigerungen, Qualitätssteigerungen und auch glücklichere Mitarbeiter, die miteinander agieren, weil es dann ja doch oftmals, wenn der Service nicht funktioniert, auch zwischenmenschlich einmal krachen kann.
00:24:10: Du meintest ja gerade, dass innerhalb von Teams zu engerer Zusammenarbeit und zu mehr Zwischenmenschlichkeit führen kann.
00:24:17: Glaubst du, das kann man auch auf die Gästebeziehung beziehen?
00:24:20: Also glaubst du, dass man durch Automatisierung auch das Verhältnis zwischen Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen und Gast verstärken kann?
00:24:29: Absolut.
00:24:31: Es wird oft immer darüber gesprochen, dass die Digitalisierung anonymisiert und eigentlich distanziert.
00:24:37: Es ist immer eine Frage der Anwendung.
00:24:40: Wenn ich schon in ein Haus komme und es mir ist das jetzt persönlich erst einmal egal, warum sie es können, klar, kann ich jetzt ein bisschen zynisch dahinter schauen.
00:24:47: Ja, das weiß die Person weiß jetzt nur meinen Namen, weil die Digitalisierung oder KI dieser Person meinen Namen genannt hat.
00:24:54: Genau.
00:24:55: Solche Themen fördern ja im Grunde genommen ja auch.
00:24:58: eine gewisse Loyalität dann gegenüber im Haus.
00:25:01: Also wenn du natürlich jetzt so ein wunderbares Aha-Erlebnis hattest und denkst, wow, besser geht's ja gar nicht.
00:25:07: Deswegen sind wir nächstes Wochenende wieder
00:25:09: da.
00:25:09: Dann kommst du natürlich wieder und das will ja jeder, dass die Leute einfach wiederkommen.
00:25:14: Würdest du sagen, dass KI ... vielleicht nicht jetzt, aber dass KI Loyalität der Gäste ersetzen kann oder sogar kaufen kann?
00:25:22: oder sagst du, ne, du, das hat immer noch was mit Menschen zu tun, also da gehst du einen Schritt zu weit gerade.
00:25:27: Aber loyalty ist ein großes Thema und meines Erachtens nachmache es nach wie vor immer noch den Unterschied.
00:25:33: Genau.
00:25:33: Also kaufen wäre ich jetzt vorsichtig mit.
00:25:36: Eine sehr geschätzte Kollege von mir sagt immer so schön, wenn man Digitalisierung mitbekommt und ist schon schlecht implementiert, wenn sie im Hintergrund so gut läuft, dass der ganze Laden einfach effizienter ist, dann ist sie exzellent implementiert.
00:25:50: Wir kommen in einen, sagen wir mal, Servicebereich und wir haben eventuell die Idealsituation, dass wir die Personen wiedererkennen, weil sie so loyal auch zum Unternehmen sind, dass wir halt regelmäßig gleich die Personen sehen.
00:26:04: Auf der anderen Seite sieht die Person hunderte teilweise tausend von Menschen jeden Tag.
00:26:08: Das kann man keinem abverlangen, dass jemand ein solches Erinnerungsvermögen hat, dass diese Person jeden und jede Person erinnern kann.
00:26:17: Und darum geht es ja, die KI kann halt einfach in einem Datenvolumen helfen, dass wir so nicht abgreifen können, das werden wir auch nie abgreifen können.
00:26:24: Das ist einfach unser Kurzzeitgedächtnis, kann fünf plus minus zwei Informationsbestandteile jemals halten.
00:26:30: Also da müssten wir schon einen deutlichen Chip selber eingebaut bekommen, damit wir das erweitern können.
00:26:35: Aber das kann die KI halt einfach, die kann im Hintergrund selektieren und die richtigen wichtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt der richtigen Person zu spielen.
00:26:47: Cool.
00:26:47: Du bist ja sehr, sehr deep drin, was so Zukunftstrends und so weiter angeht.
00:26:51: Gab es trotzdem in der letzten Set irgendwas, wo du gesagt hast, wow, das hat mich überrascht, dass du irgendwo irgendwas Neues gesehen hast, wo du sagst, krass, das hätte ich auch nicht erwartet.
00:27:01: Und das war auch für mich neu.
00:27:03: Ich habe jetzt kein direktes Beispiel so erlebt, aber ich habe halt, ich lese halt viel, das macht mein Berufsbild halt aus.
00:27:11: Und wenn ich jetzt schon sehe, dass mittlerweile die KI helfen wird, Emotionen zu lesen und halt jetzt wirklich in die tiefen Skalierung zu gehen, was halt auch Kundensegmentierung und dergleichen anbelangt und darauf projiziert, die richtige Serviceleitung abzurufen.
00:27:29: Das finde ich schon sehr beeindruckend, weil wenn wir über die KI sonst reden und auch jetzt bis gerade haben wir hauptsächlich über Wertschöpfungskettenoptimierung und und Kommunikationskanäle und dergleichen gesprochen.
00:27:40: Aber wenn man an den Punkt herankommt, dass die KI über die bildliche Aufnahme mitteilen kann, in welcher Grundemotion ich mich gerade befinde.
00:27:52: Dann ist es auf der einen Seite beeindruckend, auf der anderen Seite finde ich es auch ein bisschen scary.
00:27:57: Aber es hilft natürlich.
00:27:59: Auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes, cooles Thema.
00:28:02: Deswegen würde ich es sehr gut finden, wenn wir nochmal auf das Thema Ausbildung und Studium eigentlich blicken.
00:28:07: Weil das hat sich ja jetzt auch verändert oder verändert sich.
00:28:09: Also ich bin mir ziemlich sicher, als ich noch meinen Studium abgeschlossen habe, war das noch ein bisschen anders als jetzt wie Minu, das in ihrem Studium macht.
00:28:17: Nicole, wenn wir jetzt genau auf diese Themen blicken in der Hospitality, was würdest du sagen, wie verändert KI eigentlich die Inhalte, die mit einem mitgegeben werden oder vielleicht auch die Art und Weise... wie gelehrt wird.
00:28:28: Also, wenn ich an Chachibiti und Co.
00:28:30: denke, das ist ja schon fast nicht wegzudenken.
00:28:33: Was würdest du sagen, müssen vielleicht auch Schwerpunkte sein, die Studierenden dahingehend mitgegeben werden müssen?
00:28:39: Es hat sich alles verändert, um es kurz zu fassen.
00:28:44: Meine erste kurze Antwort.
00:28:45: Nein, es hat sich dahingehend dramatisch verändert, dass sowohl das Format wie auch der Inhalt eigentlich eine komplett Überarbeitung gesehen hat.
00:28:55: Ironischerweise, ich bin gerade mit unserem Team selber im kompletten Neuaufbau unseres MVAs, der jetzt im Herbst nächsten Jahres wieder gelauncht wird.
00:29:05: Und wir bauen das erste Programm, das tatsächlich nicht disziplinorientiert aufgebaut wird, weil klassisch hat man ja eine Vorlesung in Strategie, eine Vorlesung in Marketing, eine Vorlesung in Finance.
00:29:15: Und dann muss halt der Lernende diese Dinge irgendwo in der Realität später verknüpfen, weil in der Realität kommen diese Dinge halt nicht leider in angenehmen kleinen Packages.
00:29:24: Wir haben es jetzt umgedreht.
00:29:26: Unser Korrekulum ist kompetenzbasiert.
00:29:28: Das heißt, wir schaffen die Bereiche, wo Kompetenzen notwendig sind, ob das jetzt kritisches Denken ist, ob das jetzt von Daten die richtigen Entscheidungen ableiten.
00:29:39: Und dahin gehen halt auch nicht mehr in unsere Disziplin unterrichten, sondern halt mit Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen an diese Kompetenzbildung anknüpfen.
00:29:49: Dann ist man auch viel mehr in dem Bereich der Soft Skills.
00:29:54: die wir jetzt auch Pflicht ins Kurriculum in aufnehmen.
00:29:57: Ich wollte es gerade sagen, weil du nämlich so schön kompetenzbasiert sagst, und ich dachte, okay, und was ist jetzt mit den anderen Sachen?
00:30:03: Weil ich kenne das ja immer, Theorie ist schön, Praxis sieht komplett anders aus, aber dann brauch ich ja gar
00:30:08: nicht mehr
00:30:08: fragen, weil du bringst es gar nicht schon noch zusammen.
00:30:11: Das heißt, am Ende des Tages Topskis kann man nicht außen vorlassen, wir sind nach wie vor... Wir brauchen es
00:30:15: nicht mal außen vor, sie nehmen den eigentlichen Hauptteil an, weil... Zum einen brauchen wir ein Mindset, das mit diesem Wandel, der halt immer schneller stattfindet, umgehen können.
00:30:26: Thema Resilienz hört man ja nicht umsonst regelmäßig, aber auch Themen wie gesagt.
00:30:32: Wenn man mit der Digitalisierung gut umgehen möchte und den KI-Einsatz auch als Mitarbeiter besser umsetzen möchte, gehört auch Empathie dazu.
00:30:41: Es gibt viele, viele Soft Skills, die einfach überhaupt nicht mehr wegzudenken sind.
00:30:45: und die vornehmlich auch trainiert werden müssen.
00:30:48: Wir werden jetzt in unserem Programm KI-Tutoren haben, weil wir zum Beispiel auch nicht mehr die Zeit in unseren Studenten darauf verwenden möchten, Theorien zu erklären.
00:30:58: Das kann jeder Student schneller über YouTube oder sonst wo bekommen.
00:31:01: Dafür braucht man nicht mich.
00:31:02: Es gibt eine undenkbare Zahl von Medien, die man heute konsumieren kann, um zu lernen, was Portalsfallforce ist.
00:31:11: Dafür braucht es nicht mich in einem Klassenraum.
00:31:13: Wofür es mich in einem Klassenraum braucht, ist, dass ich das Material zum Erlebnis werden lasse.
00:31:18: Sprich, ich schaffe einen Kontext, wo diese Theorie und dieses ganze Wissen angewandt wird.
00:31:23: Also, wir machen das Ganze halt viel erlebter, als es früher war.
00:31:26: Also, ich bin ja auch nur mit der klassischen Powerpoint-Vorlesung groß geworden.
00:31:34: Nichts gegen Powerpoint-Skills, ne?
00:31:35: Ja.
00:31:36: Aber mir war es ja teilweise wirklich noch der Oberlichtprojektor.
00:31:39: Oh wow, ja, okay.
00:31:41: Da kann man immer noch hoffen, dass der ... dass der Professor eine gute Handschrift hatte.
00:31:47: Ja, cool.
00:31:48: Du hattest ja gerade gesagt, dass ihr auch sehr viel in Richtung KI lehrt und so weiter.
00:31:54: Aber das Ganze muss dann natürlich im nächsten Schritt, wenn jemand mit der Ausbildung fertig ist, auch im Betrieb übertragen werden.
00:32:01: Meinst du, dass dann in Zukunft auch sowas wie Techhose oder auch AI-Hose oder so eingeführt werden könnten?
00:32:08: Dass es einfach Mitarbeiter gibt, die eben auf dieses digitale und künstliche Intelligenz-Thema spezialisiert sind.
00:32:16: Und da eben den ganzen Bereich betreuenden Anführungen strichen?
00:32:20: Konne ich mir absolut vorstellen.
00:32:22: Die Tatsache ist hier, wir bilden, wenn man das ganz ironisch sehen möchte, heute auf teilweise Jobs aus, die wir noch nicht kennen, wenn unsere Studenten bei uns anfangen.
00:32:31: Weil es einfach so schnell lebe ich mittlerweile ist.
00:32:34: Und selbst... wenn wir jetzt zwischen eineinhalb und vier Jahre, das ist eine Ewigkeit in der digitalen Entwicklung.
00:32:41: Und dementsprechend arbeiten wir ja auch sehr, sehr stark mit der Wirtschaft zusammen.
00:32:46: Und dahin gehen natürlich auch relativ früh die Wirtschaft mit reinbringen, damit Studenten identifizieren können, was gibt es denn für Jobprofile, auf die ich später hinarbeiten kann.
00:32:55: Was mich vielleicht noch mal interessieren würde, wir sprechen ja sehr viel über Studien und Studium, also Studium allgemein, wo ich finde, da solche Veränderungen, gerade was Inhalte, wie übertrage ich Inhalte und worauf kann ich die Zukunftstechnisch, die Nachwuchskräfte darauf vorbereiten, ja auch vielleicht einfaches als, wenn ich an klassische Ausbildungsformate denke.
00:33:14: Also die Hotelleriebranche ist ja nach wie vor geprägt, durch gerade klassische Hotelfachausbildung und Co.
00:33:19: Und ich bin mir ziemlich sicher, das ist da auch genau diesen Wandel braucht, würdest du sagen, wir sind schon gerade in den Zügen auch da an dieser Stelle quasi was anzupassen?
00:33:30: oder sagst du, weil ich höre das immer wieder, also auch aus meinem Freundeskreis oder Inhis alle verbinden Hotel oft mit klassisch konservativ.
00:33:40: Ich sag mal das böse Wort Altbacken, was das ja eigentlich gar nicht mehr ist.
00:33:44: Und viele der Player heutzutage auf dem Markt kommunizieren das auch nach außen.
00:33:47: Genau dasselbe, was halt auch Anlernen von der Zukunftsfachkraft angeht.
00:33:53: Würdest du sagen Studierende, ja, in Studieninhalten können wir das ganz schnell umändern.
00:33:57: Dass wir dahingehend die Lehrinhalte anpassen.
00:34:01: Ausbildung ist nochmal was anderes, weil es halt auch sehr viel Training on the job ist.
00:34:06: Also da ist ja nicht nur ... Theorie angesagt sind wir wirklich auch ganz hart Praxis.
00:34:11: Ich glaube, das hängt sehr, sehr stark
00:34:13: vom
00:34:14: jeweiligen Haus ab, wo das stattfindet.
00:34:19: Bei uns direkt jetzt an der EHL, aber auch bei uns mit den Partnern, mit denen wir arbeiten, ist das Thema Digitalisierung absolut integraler Bestandteil und da wird konsequent durch alle Ausbildungsformate.
00:34:34: Wir haben ja auch die gesamte Bandbreite bei uns unter der EHL.
00:34:38: wird das durchgängig halt durchgezogen.
00:34:41: Ich bin natürlich jetzt für die Graduate School zuständig, also Master- bis Doktoratsprogramme, aber meine Kollegen in der sogenannten School of Practical Arts sind da absolut, ich würde sogar sagen, noch Vorreiter mehr als wir das sind, weil sie halt schon unter vor mehreren Jahren in digitale Formate investiert haben, um genau hier der Branche auch unterstützend mitzuwirken oder beizuwohnen.
00:35:06: Aber ist es natürlich schwer zu sagen, ist das jetzt generell, was man durch die Bank wegfindet.
00:35:11: Ich glaube, auch da gibt es wieder extreme Variants.
00:35:14: Einige sind halt noch klassischer in der Ausbildung als andere.
00:35:18: Aber ich denke, das wird sich nicht vermeiden lassen, dass das zunehmend kommen wird.
00:35:23: Und es hilft ja auch einfach.
00:35:24: Ich meine, wenn ich für einen Frontoffice-Training.
00:35:29: mit Avataren arbeiten kann, die halt mit verschiedenen Sprachen kommen, die unterschiedlich reagieren, habe ich ja eine viel schnellere und viel breitere Möglichkeit, meine Fähigkeiten zu testen, als wenn ich das jetzt im klassischen Format machen würde.
00:35:42: Und die Realität ist ja, wir bekommen Menschen in dieser Branche von allen Kulturen, allen Hintergründen, wie gesagt, mit unterschiedlichen Bedürfnisprofilen und dahingehend hilft uns die Digitalisierung enorm, auch da.
00:35:58: viel, viel schneller auch Erfolge in der Ausbildung zu sehen.
00:36:02: Zum Schluss zu diesem Thema habe ich noch mal eine praxisnäre Frage.
00:36:05: Und zwar, wie gelingt es denn Unternehmen, dass die Mitarbeitenden nicht irgendwie überfordert werden durch irgendwelche KI oder ähnliches, wenn einfach neue Technologien eingeführt werden?
00:36:19: Und wie schafft man es, dass die Mitarbeitenden wirklich mitgenommen werden von Anfang an?
00:36:25: Und keine Angst haben, dass sie einen Job verlieren.
00:36:32: Bevor wir zum Job verlieren kommen, gerne erst noch mal die Frage bezüglich abholen.
00:36:37: Einfach von vornherein mit einbinden.
00:36:39: Von der psychologischen Seite.
00:36:41: Menschen können sich für viele Dinge, vor allem auch Veränderungen, begeistern, wenn sie früh abgeholt werden.
00:36:47: Und man ihnen die Möglichkeit gibt, einen aktiven Teil in der Veränderung zu haben.
00:36:51: Das fängt damit an, dass man irgendwo einen Platz bekommt, um seine Bedürfnisse zu äußern, aber auch die Ängste, dass darauf auch eingegangen wird und dass man vor allen Dingen frühzeitig auch trainiert.
00:37:03: Es gibt ja mittlerweile viele Anbieter, die auch dieses sogenannte Micro-Learning ermöglichen.
00:37:07: Das heißt, man kann in eigener Geschwindigkeit sich an so eine Thematik rantasten, dass man auch vor allen Dingen in den Mitarbeiter so weit investiert, dass man nicht der Überzeugung ist, alle haben den gleichen Startpunkt.
00:37:20: Ergo bekommen alle das gleiche Training, weil das funktioniert nicht.
00:37:22: Das funktioniert in keinem Ausbildungssegment.
00:37:24: Das haben wir bei uns ja auch nicht.
00:37:27: Sprich, man muss eigentlich auch erst mal stattfinden lassen, wo steht jeder Mitarbeiter mit ihren und seinen Fähigkeiten und welche Ausbildung oder Unterstützung brauchen sie, um an diese Thematik anzukommen.
00:37:39: Das wäre mal eine Fähigkeitsseite.
00:37:40: Dann, wie gesagt, mehr die emotionale Seite.
00:37:42: Wie viel Verhalten?
00:37:45: besteht es zu dem Thema KI, ist es ja schon eine Frage, auch der ethischen Natur.
00:37:49: Wir werden immer gläserner, durch jede Information ist auch eine Macht, die man in der Hand hat und nicht jeder fühlt sich gleichermaßen wohl mit der Thematik.
00:37:58: Das heißt, wenn jemand dort eher skeptisch ist, muss man da einfach Zeit investieren und dieses Skepsis auch irgendwo abholen, weil ... Man kann den Esel zur Tränke schleppen, trinken muss er noch selber.
00:38:11: Und das macht kein Mensch gerne, wenn man da mit Nachdruck dann hingetrieben wird.
00:38:16: Damit verliebt man die Mitarbeiter und auch vor allem das Vertrauen.
00:38:20: Und zum Thema, und das ist ja, glaube ich, die größte Angst, den eigenen Job zu verlieren.
00:38:26: Ich
00:38:26: finde immer, es zeigt nur einen Teil der Gleichung.
00:38:30: Wenn wir den Status quo anschauen, ja.
00:38:32: Diese Jobs werden verloren werden, weil sie einfach durch viel effizienter, schneller und kostenlöser Erledigt werden können.
00:38:39: Aber den Teil, den man dabei vergisst ist, es werden wahnsinnig viele neue Profile gebildet werden, die vor allen Dingen auch viel spannender sein werden und die auch viel mehr Bereicherung mitbringen werden, weil man sich auf Dinge konzentrieren kann, die tendenziell viel mehr Freude machen und um näher an das kommen, warum Menschen in den Hospitalty-Respektive das Gastgewerbe gehen.
00:39:01: Und deswegen finde ich immer schwierig, wenn man nur diese eine Seite beleuchtet, weil es bewusst extrem viel Angst schürt.
00:39:08: Und auf der anderen Seite die Möglichkeiten, die damit einhergehen, außen vorlässt, werden diese Menschen sich umbilden müssen und zum gewissen Grad neue Fähigkeiten annehmen.
00:39:17: Ja, absolut.
00:39:18: Aber das ist mit jeder Veränderung bei uns.
00:39:21: Aber dann sagst du ja schon, dass die Offenheit gegenüber KI schon wichtig ist, vor allem, wenn man jetzt in die Zukunft blickt.
00:39:27: Absolut.
00:39:28: Also ... Wir können da gern drüber reden, aber KI ist hier to stay.
00:39:34: Der Punkt wird nicht kommen, wo die KI wieder weg ist.
00:39:36: Das heißt, man kann sich jetzt überlegen, ob man heute, morgen oder übermorgen sich mit der Thematik auseinandersetzen möchte.
00:39:43: Aber das war ja auch schon vorher ein Thema, warum die Branche generell hinterherhängt ist, weil wir schon die Digitalisierung nicht relativ zügig und zeitnah umgesetzt haben.
00:39:53: Das heißt, jeden Tag, den man schleifen lässt, wird der Spalt zwischen Gegenwart und Zukunft immer größer und es ist schwieriger, das zu überbrücken.
00:40:05: Von daher kann ich eigentlich immer nur jedem sagen, es ist besser, sich jetzt mit kleinen Schritten an das Thema anzunähern.
00:40:10: Dann hat man mehr Spielraum und auch Zeit, mit der Thematik warm zu werden und sie zu verstehen.
00:40:16: Je länger man wartet, umso mehr steigt der Druck und dann werden die Schritte immer größer sein, die man machen muss.
00:40:23: Und wir wollen jetzt aber noch mal einen Blick in die Zukunft werfen.
00:40:27: Stell dir mal vor, wir treffen uns in zehn Jahren wieder hier an dem Tisch in Hamburg, im wunderschönen Hamburg, bei der OMR und blicken noch mal auf die Branche zurück.
00:40:38: Was meinst du?
00:40:39: Welche Entwicklungen werden die Branche dann geprägt haben?
00:40:43: Und was denkst du, woran werden wir erkennen, dass Kai überhaupt zu einer Entwicklung geführt hat?
00:40:52: Also, was ist meine Kristallkugel-Aussage heute Morgen?
00:40:57: Also ich würde behaupten, ironischerweise, ich glaube, wenn wir enorme Effizienzsprünge gemacht haben, ohne die KI noch wahrzunehmen, dann haben wir angefangen, die KI richtig vollumfänglich einzusetzen.
00:41:13: Solange wir noch diese bewussten Wahrnehmungspunkte haben, ist das Ganze immer noch in seinen Kinderschuhen.
00:41:20: Und das ist noch eher so die experimentelle Phase, in der wir uns bewegen.
00:41:24: Wir müssen zehn Jahre schaffen, dass, wie gesagt, ich komme in ein Haus rein.
00:41:28: Man weiß bereits, wie ich mich fühle.
00:41:30: Man hat dem entsprechend gesagt, vielleicht heute für Frau Hinrichs keinen Kaffee mehr.
00:41:35: Jetzt bekommt sie lieber den entspannenden Chai.
00:41:38: Und ich in mein Zimmer komme, meine Lieblingsblumen finde, der Raum in der richtigen Temperatur mit allen möglichen.
00:41:46: Und dass ich jetzt bewusst darüber nachdenke, weil es einfach so ist.
00:41:50: dann haben im Intergrund die ganzen Systeme funktioniert.
00:41:53: Wenn ich das Zimmer bekommen habe, das nicht zu nahem Aufzug ist, weil ich die Geräuschkulisse nicht haben möchte oder ich die richtige Ausrichtung habe, weil man sich gemerkt hat, dass das ein Zimmer ist, das ich gerne haben möchte, dann funktioniert das System.
00:42:08: Solange man es noch bewusst wahrnimmt, sind wir halt nicht da angekommen.
00:42:12: Ich glaube auch, dass wir Dann zunehmend weniger Gadgets im Frontend, also in der Customer Journey finden, sondern nur noch die und vor allen Dingen nicht One Fits All, sondern die dort, wo sie Sinn machen.
00:42:25: Sprich, wenn ich in einem Business bin, wo ein Chatwort keinen Sinn macht, dann gibt es halt auch keinen Chatwort.
00:42:31: Und ich auf der anderen Seite aber im Hintergrund den Fokus gelegt habe, um mit der KI die Effizienzen reinzuholen.
00:42:41: dadurch meine Mitarbeiter entlastet habe, die Mitarbeiter wieder glücklicher und auch gesünder zur Arbeit kommen und sich in einem neuen Rollenprofil wiederfinden, indem sie das machen, weswegen sie eigentlich in das Gastgewerbe überhaupt erst gegangen sind.
00:42:54: Und das machen die Menschen ja nicht, weil sie sich, was weiß ich, mit irgendwelchen Routinearbeiten rumschlagen wollen, sondern weil sie eigentlich ein Gewerbeschätzen, in dem man einen zwischenmenschlichen Austausch hat und in dem man platt gesprochen, Leuten eine Freude macht.
00:43:10: in welchem Format das auch immer ist.
00:43:12: Wenn wir schon dabei sind, dieser Wandel, den du gerade angesprochen hast, dass das zur Normalität wird und einfach Alltag wird und gar nicht mehr bemerkbar sein wird, das ist ja, wenn wir ehrlich sind, noch ein kleiner Weg.
00:43:24: Gibt es da konkrete Punkte, die du dir von Führungskräften, Lehrenden oder auch der Politik wünschen würdest, um das Ganze umzusetzen?
00:43:31: Weil wir haben ja gesagt, irgendwie die Branche, ich will nicht sagen stagnierten wenig, aber ist halt sehr... Langsam in dem, was sie tut teilweise.
00:43:42: Und da muss ja noch einiges passieren.
00:43:44: Was ist da, was sind da die Keypunkte damit, dass wirklich so umgesetzt werden kann?
00:43:50: Ich glaube, du hast einen extrem wichtigen Punkt angesprochen.
00:43:52: Du hast gesagt, Führungskräfte, Auszubildende und Politik.
00:43:57: Es muss angefangen werden, einige meinschaftliche Unterhaltung zu führen, weil jeder bleibt in seinem Silo und da verlieren wir die PS auf der Straße.
00:44:05: Weil die Politik alleine hilft niemanden, vor allem nicht, wenn dann irgendwelche Gesetze gemacht werden, die halt leider mehr hindern, als dass sie eigentlich ermöglichen.
00:44:16: Und ich verstehe das natürlich die Politik, immer so wenig Einfluss wie möglich, aber doch so viel wie es braucht.
00:44:22: Teilweise kann man jetzt debattieren, ob das immer so genau so funktioniert.
00:44:26: Aber sie brauchen den Input aus der Wirtschaft und sie brauchen den Input aus der Wissenschaft.
00:44:31: Und das Gleiche gilt auch wieder in alle andere Bereiche.
00:44:34: Die Wirtschaft braucht die Politik, weil sie halt gewisse Wege öffnen kann, wenn es gut funktioniert in der Zusammenarbeit.
00:44:41: Und braucht aber auch die Wissenschaft, weil wir halt uns mit Fragen auseinandersetzen können in einem Art und Weise oder einem Ausmaß, in dem man im operativen Geschäft halt wieder die Zeit muss, wenn noch das Geld hat.
00:44:53: Und auf der anderen Seite müssen wir in der Wissenschaft die Wirtschaftsrepräsentanz und auch die Politik am Tisch haben, weil der Wirkungsgrad über Politik ist größer als den, den wir haben können.
00:45:05: Und die Wirtschaft brauchen wir damit, wie die richtigen Fragen auch untersuchen, weil die verändern sich ja auch jeden Tag.
00:45:11: Und ich glaube, da ein viel, viel engeres Verknüpfen der unterschiedlichen Bereiche mit ihren unterschiedlichen Perspektiven, aber auch Fähigkeiten.
00:45:23: würde uns bedeuten schneller machen.
00:45:26: Und vielleicht nochmal zum Abschluss, was die Zukunft betrifft.
00:45:29: Wie würde dein Hotel der Zukunft aussehen?
00:45:32: Was wäre deine Vision?
00:45:34: Wie würde mein Hotel der Zukunft aussehen?
00:45:37: Höchsteffizient im Hintergrund, sodass ich Mitarbeiter habe, die ihre beste Leistung an den Tag legen können und die glücklich vor allen Dingen zur Arbeit wiederkommen.
00:45:48: Es ist leider doch so, dass viel heutzutage im Gastgewerbe nicht mehr richtig funktioniert, weil die Leute einfach schwer überlastet sind, auch vielfach gefrustet sind, mit halt doch leider zu vielen Herausforderungen, auch Anforderungen sich herumschlagen und dann halt im schlimmsten Falle das Gastgewerbe verlassen.
00:46:11: Es muss eine komplette Umdenkenstadt finden, wie wir diese Jobprofile vergüten.
00:46:17: Das ist, glaube ich, eine Notwendigkeit, die wir in allen.
00:46:21: zwischenmännlichen Industriebereichen sehen, weil auch dann kompetente Menschen nur da bleiben möchten.
00:46:29: Mehr langfristiges Denken, sprich in meinem idealen Hotel der Zukunft, hilft mir die KI auch nicht nur ökologisch, aber insgesamt viel holistischer zu denken, weil sie es halt möglich macht.
00:46:49: Wenn ich nicht im Zimmer bin, braucht da auch nicht die Temperatur auf zwanzig Grad sein.
00:46:54: Sie muss einfach dann wieder bei zwanzig Grad sein, wenn ich da bin.
00:46:57: Das heißt, wir haben auch die Möglichkeiten Food waste, Energiemanagement, Wasserkonsum.
00:47:04: All die Dinge, für die ja leider die Branche auch jetzt nicht gerade so das Posterchild ist, viel besser anzugehen, weil man da ja doch global auf einen unglaublichen Hebel kommt.
00:47:15: Und ja, am Ende des Tages auch gerne in der Customer Journey ein paar KI-basierte Dinge, die Mehrwert schaffen, die halt wirklich auch Spaß machen, weil sie halt richtig eingesetzt mir irgendein Mehrwert geben.
00:47:26: Ich kann das jetzt nicht speziell so definieren.
00:47:28: Aber sie sind da, weil sie mir ein Mehrwert schaffen.
00:47:31: Nicht, weil sie da sind, um zu zeigen, dass man es gemacht hat.
00:47:35: Das wäre so das Idealbild.
00:47:37: Vielen Dank, Nicole.
00:47:37: Ich glaube, das ist ein schönes Schlussbild.
00:47:39: Also einfach Effizienz, Emotionen und ... Einfach eine gute Qualität von Service.
00:47:46: Ja, wir freuen uns schon, wenn wir uns in zehn Jahren wiedersehen.
00:47:48: Kannst du noch mal dich fragen und wurde deine Vision dazu quasi umgesetzt?
00:47:54: Oder sagst du, nein, wir haben den Zug immer noch verpackt?
00:47:57: Ich hoffe, es wird keine zehn Jahre dauern, dass wir uns
00:47:59: wiedersehen.
00:47:59: Ja, genau.
00:48:05: Wir haben hier am Tisch jetzt jemanden sitzen, die der jungen Generation angehört, der Jen Zett.
00:48:09: It's me.
00:48:11: Und da versuchen ja viele Unternehmen, gerade in der Hospitality, auch zu schauen, okay, wie können wir die targetten?
00:48:18: Wie können wir die catchen?
00:48:19: Weil die sind ja ein bisschen anders als vielleicht wir zwei hier jetzt am Tisch.
00:48:22: Deswegen stellen wir Mino quasi heute ein paar Fragen, was das Thema Karriere angeht und wie sie eigentlich diese Themen sieht.
00:48:30: Und du bist natürlich herzlich eingeladen, Nicole.
00:48:32: Da natürlich auch deine persönlichen Fragen hier.
00:48:34: genau an Mino zu stellen.
00:48:36: Ich habe mich halt immer gefragt, Mino, KI und wenn KI richtig gut eingesetzt wird und sagen wir mal KI, weißt dann, wenn du in ein Haus kommst, du bist vegan und dir würden passende Frühstücksempfehlungen sofort angeboten, findest du das eher creepy oder genial?
00:48:50: Also für mich ist es ehrlich gesagt völlig in Ordnung.
00:48:53: Also wenn mir die KI da hilft, dass ich ein cooles Frühstück bekomme oder weiß, was ich nehmen muss oder sollte.
00:49:01: dann finde ich das mega.
00:49:02: Ich hatte da schon so oft, dass es nicht der Fall war und ich da völlig heflos war.
00:49:07: Deswegen, das ist für mich ein absolutes Plus.
00:49:10: Und solange es jetzt nicht irgendwie komplett aufdringlich oder übergriffig wirkt, sehe ich das als absolut smart Unterstützung und nicht als irgendwas Unheimliches oder so.
00:49:21: Man könnte ja auch sagen, KI ist ja auf jeden Fall gar kein Science-Fiction mehr, sondern sie ist ja da.
00:49:27: Und Alltag.
00:49:28: Die Frage ist ja aber, vertrauen wir der KI?
00:49:31: Ich vertraute, glaub ich, ein bisschen zu sehr.
00:49:34: Ich glaub, meine Generation ist da einfach sehr naiv in der Hinsicht und geht sehr locker mit dem Thema um, weil wir einfach mit dem Thema irgendwie groß geworden sind.
00:49:43: Ja, KI ist jetzt neu, aber an sich auch digitale Tools im Allgemeinen.
00:49:48: Ich glaub, wir sind da somit aufgewachsen, dass wir dieses Feingefühl dafür gar nicht mehr haben.
00:49:52: Und da kann ich mich gar nicht von ausnehmen.
00:49:54: Ich bin da genau so ein Opfer für.
00:49:55: Und gebe weil meine Daten an, akzeptiere alle Cookies.
00:49:59: Ich glaube ... sogar dass wir da... Äh, ein bisschen vorsichtiger sein müssten, aber wir sind's halt
00:50:05: nicht.
00:50:05: Ich muss ein bisschen lachen, weil wir beide sitzen nebeneinander auf der Arbeit.
00:50:09: Und wenn ich manchmal so auf ihrem Bildschirm lusche oder grad hier vorbeisehe, sehe ich ja oft Chatchi B.T.
00:50:14: auf.
00:50:15: Und ich frag mich dann immer so, könntest du ohne Chatchi B.T.
00:50:19: heutzutage eigentlich noch leben?
00:50:20: Weil auch da Vertrauensbasis, ne?
00:50:22: Ich prompte was, ticke was ein.
00:50:25: Und mache ich dann Copy-Paste oder nicht?
00:50:26: Weil ich werd zugeben, ich merke bei so einigen, wenn da Copy-Paste gemacht worden ist.
00:50:31: weil ich denke mir so, sprichst du nicht, das kann ich mir nicht vorstellen.
00:50:35: Also, wie sehr könntest du ohne GTI leben?
00:50:37: Und du, ich hoffe, du sagst, ich mache nicht Copy und Paste.
00:50:40: Nein, ich mache kein Copy und Paste.
00:50:42: First things first.
00:50:45: Also, ich denke schon, dass ich ohne KI leben kann.
00:50:48: Also, ich meine, seit wann haben wir GTI so in unserem Alltag für alle zugänglich, seit zwei Jahren oder so?
00:50:55: Und vorher haben wir auch alle gelebt, und es hat funktioniert.
00:50:59: Ich sehe das einfach nur als eine große Erleichterung, sowohl im Alltag als in der Uni, als auf der Arbeit, weil das Vieles einfach erleichtern kann, vor allem die Vorarbeit oder so.
00:51:11: Kann das auf jeden Fall erleichtern, aber es ist eben nicht das Ende vom Thema.
00:51:16: Du musst das nochmal durchlesen.
00:51:18: Du musst es vor allem, wenn es in Richtung Uni bei mir geht.
00:51:22: Du musst das noch mal wissenschaftlich fundieren.
00:51:24: Du musst noch mal drüberlesen, weil auch viele Formulierungen, die die KI schreibt, sind nicht gut.
00:51:30: Deswegen, ich sehe das immer gerne als coole Grundlage und starte damit immer gerne, damit man irgendwie einen Anhaltspunkt hat, weil das mir häufig schwerfällt.
00:51:38: Aber damit ist eine Aufgabe noch lange nicht getan.
00:51:42: Gut.
00:51:44: Darf ich da kurz mal...
00:51:45: Sehr gerne.
00:51:46: So, dranhaken.
00:51:48: Ich finde es immer spannend.
00:51:50: Ich sehe natürlich auch in meinem Umfeld, dass Studenten zunehmend KI-basiert arbeiten.
00:51:55: Das hat ja auch in der ersten Generation dazu geführt, dass wir fast alle unsere schriftlichen Arbeiten eingestellt haben, nachdem ich mehr KI-basierte Essays bekam als alles andere.
00:52:05: Und da habe ich mir halt so die Frage gestellt, gerade auch weil du gesagt hast, ich finde es immer toll so als erste Grundlage.
00:52:11: Und ich habe immer meinen Studenten gesagt, Ich habe mit KI kein Problem, solange, wenn wir jetzt mal das Bild eines Autos nehmen, du der Fahrer bist und die KI ist der Beifahrer.
00:52:21: Wenn die KI der Fahrer wird und du bist nur noch der Beifahrer, was ich so das ein oder andere Mal halt bei Sachen gesehen habe, dann mache ich mir Sorgen, weil dann wird das eine etwas große Zufallsfahrt.
00:52:34: Wie siehst du das denn eigentlich im Studienbereich?
00:52:36: Weil du bist ja eigentlich in dem Prozess, Wissen aufzunehmen, dass du noch nicht vollen Ausmaß beherrschst und die KI Ja, entlastet, aber der Lernprozess ist ja eigentlich auch schwierig.
00:52:51: Ich glaube, es kommt ganz darauf an, wie du damit arbeitest.
00:52:53: Du darfst es nicht zu viel benutzen, da merke ich auch, ich habe gerade einfach nur ganz viel mit ChatGPT mich unterhalten und ich habe keine Ahnung, worum es eigentlich ging.
00:53:00: Aber es... Ich finde es trotzdem immer sehr cool, zum Beispiel, wenn ich nach Hausarbeit anfange.
00:53:05: Auch, wie du gerade schon gesagt hast, ein Thema, was man jetzt noch mal hinterfragen sollte, jetzt wo KI so existiert.
00:53:10: Ich kann von ganz vielen Kommilitoren, dass die eine Hausarbeit komplett mit KI geschrieben haben und dann durchgefallen sind.
00:53:16: Weil halt irgendwelche ... Ja, dann waren halt ganz viele Plagiartfehler und so weiter drin, die halt nicht genehmigt wurden.
00:53:25: Aber ich mach das zum Beispiel immer dann gerne, dass ich dann die KI-Frage, wenn ich ein Thema hab, gib mir verschiedene wissenschaftliche Ansichten dazu und keine Ahnung, bereiten mich so ein bisschen aufs Thema vor und fühle mich da ein bisschen ein, weil wenn du irgendein Thema anfängst, hast du ja im Anfang noch keinen Plan davon und dann hast du da bei Google Scholar irgendwie hunderte verschiedene Artikel zu, muss ich da erstmal durchlesen und die Hälfte davon ist auch irgendwie nicht das Thema und nicht das, was du eigentlich brauchst.
00:53:54: Und da finde ich es einfach... immer sehr einfach, sich da einfach so einen Überblick mit zu verschaffen zum Thema.
00:54:01: Aber der Rest muss dann doch schon aus dem eigenen Hirn kommen.
00:54:05: Das beruhigt mich gerade als Professorin.
00:54:08: Weil so finde ich, also so finde ich das halt wirklich auch spannend.
00:54:12: Ich fand jetzt gerade, was du gesagt hast, gibt unterschiedliche Betrachtungsweise zu so einem Thema, finde ich eigentlich einen sehr guten Ansatz, weil es gibt ja in der Wissenschaft nie nur eine Meinung zu einer Thematik.
00:54:21: Okay.
00:54:21: Jetzt
00:54:23: werde ich vielleicht kopieren.
00:54:26: Gibt es denn vielleicht schon bereits Studien, wie gerade diese Generationen auf den zunehmenden Einsatz von KI im Alltag eigentlich reagiert?
00:54:34: Oder fängt man da erst gerade erst an zu gucken, okay?
00:54:37: Ja, es gibt natürlich schon erste Studien.
00:54:40: Nicht alles, was glänzt ist Gold.
00:54:42: Man findet zum Beispiel, deswegen habe ich auch gerade die Frage gestellt, dass geradebei zum Beispiel Entscheidungsfindungen.
00:54:51: zu viel KI am Anfang führt dazu, dass man zwar wahnsinnige Effizienzgewinne am Anfang hat, aber dadurch, dass er in irgendeiner Entscheidung stattfinden muss.
00:54:59: Und man sich dann allerdings nicht mehr sicher ist, wo kommen die Daten her?
00:55:03: Wie hoch ist die Qualität der Daten?
00:55:05: Wie sind eigentlich die Verknüpfungswegewiesen?
00:55:08: Verliert man nachher noch mehr Zeit, um das Ganze wieder retrospectiv nochmal zu checken, als wenn man eigentlich dem Prozess teilweise mit lieber weniger KI als mehr KI.
00:55:18: begangen hätte.
00:55:19: Das ganze Thema, dass KI in der Hand eines Experten für zu absoluten Effizienzsteigerungen KI in der Hand eines Novice ist gefährlich, weil halt oftmals die wichtigen Lernschritte, die zu einer Thematik stattfinden, müssten nicht mehr stattfinden und man dann im Endeffekt sich komplett der KI in die Hände gibt und ausgeliefert ist.
00:55:43: Und das kann ja nicht Sinn und Zweck der Thematik sein, dass die da Lernprozesse gestört und nicht gefördert werden, sprich gezielter Einsatz.
00:55:54: und auch wir experimentieren da halt momentan sehr viel, das wird zum Beispiel sagen KI Tutor.
00:56:00: Ist gut, weil dann kann man auch noch mal sagen, okay, ich habe das jetzt Konzept noch nicht so richtig verstanden.
00:56:04: oder geben wir doch mal noch mal zwei konkrete Beispiele.
00:56:06: oder was sind die Grenzen?
00:56:07: bis wohin funktioniert diese Theorie.
00:56:09: Da kann KI wahnsinnig helfen.
00:56:12: Aber es kommt, ich glaube, gerade wie Minus gesagt hat, auf die Art und Weise an, wie man die Fragen stellt.
00:56:17: Es ist sehr, sehr stark davon abhängig, ob man die KI nutzt um den Lernprozess.
00:56:24: zu gestalten und vielleicht auch schöner und interessanter zu machen, aber nicht den Lernprozess auch zu sourcen.
00:56:30: Und da mache ich mir eher Sorgen, dass es da leider noch kein einheitliches Faltensmuster gibt und die ersten Studien sagen halt mit Vorbedacht, die KDI einsetzen.
00:56:43: Ja, sehr spannend würde ich sagen.
00:56:45: Darf ich mir
00:56:45: nur noch eine Frage stellen?
00:56:47: Ja,
00:56:47: sicher.
00:56:48: Du hast es eingänglich so gesagt, wir haben ja hier jemanden von der Gen Z. Wie fühlst du dich eigentlich, wenn
00:56:56: man so als Posterchild
00:56:58: für eine Generation genannt wird?
00:56:59: Weil wir haben hier eigentlich über die Generation zunehmend mehr Heterogenität gehabt.
00:57:03: Ich meine, wenn man früher immer unsere Großeltern nimmt, da war so eine Generation noch sehr homogen.
00:57:08: Da waren jetzt nicht so wahnsinnig viele Unterschiede.
00:57:11: Und wir haben uns ja auch immer masslos Bedürftigkeitspyramide immer weiter nach oben bewegt, was dazu führt, dass wir wahnsinnig viele Fähigkeiten haben, uns auszuleben.
00:57:19: Wie fühlst du dich da so, wenn man so sagt, du bist ja hier so?
00:57:22: Eine von denen?
00:57:24: Ich bin es sehr gewohnt.
00:57:26: Ich bin im Büro die einzige der Generation und ich bin bekannt als die Gen-Z-Maus.
00:57:32: Deswegen, der Stempel, der ist drauf.
00:57:35: Und ich gebe es zu, ich erfülle leider sehr, sehr viele Klischees meiner Generation.
00:57:42: Kann ich mich nicht außen vornehmen.
00:57:44: Und ich finde, meine Generation vertritt auch einfach viele Werte, die ich wichtig finde.
00:57:50: Und deswegen bin ich völlig fein mit dem Stempel.
00:57:53: Oh wow, damit können wir ja auch richtig guten Stempel an die Gen Z-Section heute setzen.
00:57:59: Wunderbar, das sind wirklich super spannende Inhalte, die wir heute durch dich mitbekommen haben, Nicole.
00:58:06: Vielen Dank, dass du heute bei uns warst und uns genau diesen spannenden Einblick und auch tolle Beispiele genannt hast und gewährt hast in den Einsatz von KI in der Hospitality.
00:58:17: Dann kommen wir jetzt zu unserer Schnellrubrik.
00:58:20: Was kann man eigentlich aus unserer heutigen Folge mitnehmen?
00:58:28: Das erste Key-Take-away ist definitiv KI als Chance zu sehen und nicht als Ersatz.
00:58:33: Also die künstliche Intelligenz wird den Menschen de facto nicht ersetzen.
00:58:37: Es geht eher um ein gutes Zusammenspiel untereinander.
00:58:40: Und einfach herauszufinden, wo kann KI mich unterstützen und wie kann ich diese nutzen, um am Ende des Tages meine Prozesse im Unternehmen effizienter zu gestalten.
00:58:51: Der nächste Take-away sind die Skills, die wir wirklich in der Zukunft brauchen.
00:58:57: Es ist wichtig, dass die Technologie sinnvoll eingesetzt wird und Gäste weiterhin individuell betreut werden und dadurch brauchen Mitarbeiter ganz besonders digitale Kompetenzen, strategisches Denken und ganz, ganz wichtig ganz viel Empathie.
00:59:13: Genau.
00:59:14: Und Takeaway Nummer drei von Innovation zur Praxis.
00:59:18: Bitte geht nach Use Cases bei euch.
00:59:20: Analysiert eure Customer Journey, schaut, wo kann tatsächlich KI mich unterstützen, wo sind meine Pain Points und geht nicht jeden Trend wirklich mit.
00:59:28: Nur weil das ein Hotel oder das andere Haus neben euch ein Chatboard integriert hat oder ein Self-Check in, heißt es nicht, dass es euch am Ende des Tages wirklich den Mehrwert bringen wird.
00:59:39: Man muss nicht jeden Trend mitmachen, sondern man sollte eher individuell schauen.
00:59:43: Wo sind meine Bedürfnisse?
00:59:44: Was sind die Bedürfnisse meiner Gäste?
00:59:46: Und wie kann KI mir hier eine Unterstützung
00:59:48: schaffen?
00:59:50: Und um das Ganze zu beenden, wollen wir euch noch mal etwas mitgeben.
00:59:54: Und das hat die Nicole nämlich ganz schön während der Folge zum Ausdruck gebracht.
00:59:59: Und das solltet ihr auf jeden Fall bei euch manifestieren.
01:00:02: Denn KI kann Daten managen, aber keine Beziehungen führen.
01:00:06: Das heißt, der Mensch ist und bleibt key bei uns in der Branche.
01:00:10: Das ist wichtig, merken.
01:00:14: Ja, ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
01:00:16: In der nächsten Folge sprechen wir über Self-Check in on Chatbot-Sham und auch über den Einsatz von KI in der Hotellerie, aber unter einer etwas anderen Perspektive zusammen mit Olga Häuser von Dialogue Shift.
01:00:30: Bis dahin, bleibt offen, bleibt neugierig und vor allem bleibt gastfreundlich.
01:00:35: Vielen Dank, Nicole, dass du da warst.
01:00:37: Vielen herzlichen Dank.
01:00:38: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
01:00:39: Und natürlich danken wir auch euch fürs Zuhören.
01:00:42: Wenn euch natürlich die Folge gefallen hat, dann abonniert bitte unseren Podcast, teilt ihn mit euren Liebsten und lasst uns sehr, sehr gerne eine Bewertung da oder vielleicht auch eure Vision vom Hotel in der Zukunft.
01:00:53: Folgt, dass die Konos beteiligt euch natürlich auch gerne auf LinkedIn und Instagram oder schaut auf unsere Website vorbei.
01:00:58: Alle Links dazu findet ihr in der Folgenbeschreibung.
01:01:01: Ja, und wir sagen, bringt euch nächstes Mal wieder mit in die nächste Podcast-Polge.
01:01:05: Wir freuen uns auf euch.
01:01:06: Tschüss, bis dahin.
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