Reisen zwischen Bucket-List und echtem Erleben – Die Suche nach Tiefe im digitalen Zeitalter
Shownotes
Führt die digitale Überflussgesellschaft dazu, dass wir nur noch Bilder im Kopf abgleichen, statt wirklich Neues zu entdecken?
In dieser Folge von „Bring dich mit“ sprechen Sara und Minu mit Till Bartels. Er ist leidenschaftlicher Hoteljunkie und war 15 Jahre lang als Reisejournalist für den Stern weltweit unterwegs.
Gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen der Reiseindustrie: Von der „Entzauberung“ durch komplizierte digitale Prozesse bis hin zur Gegenbewegung des Slow Travel. Wir diskutieren, warum Reisen trotz unsicherer Zeiten ein stabiler Anker für Selbstbestimmung bleibt und wie wir es schaffen, das Handy öfter mal in der Tasche zu lassen, um die Welt wieder mit eigenen Augen und zu Fuß zu entdecken.
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:18: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Bring Dich mit Podcasts bei Sikon Hospitality.
00:00:23: Schön, dass ihr alle wieder dabei seid!
00:00:25: Ich bin Sarah
00:00:26: Und ich bin Minu und heute sprechen über ein sehr schönes Thema und zwar das Reisen aber nicht als Liste von Orten sondern als Erfahrung.
00:00:35: Was bedeutet Reisen heute in einer Zeit, in der wir bereits alles vorher einsehen, planen und bewerten können?
00:00:42: Reisen war vermutlich noch nie so zugänglich.
00:00:44: Und gleichzeitig fühlte es sich für viele Komplexe an – mehr Optionen, mehr Erwartungen und manchmal sogar der Druck dass es richtig gut werden muss!
00:00:52: Genau darüber sprechen wir heute mit jemandem, der Reisen nicht nur macht sondern unter einem journalistischen Aspekt betrachtet und thematisiert.
00:01:00: Er selbst, ich zitiere, liebt das unterwegs sein ist Hotel Junkie, Bahnfahrer und Ex-Vielflieger.
00:01:06: Hat fünfzehn Jahre für den Stern als Reisejournalist gearbeitet und war zuvor viele Jahre Bildjournalista freier Autor und Redaktionsleiter vom Travert Channel.
00:01:14: Reise Journalist Till Bartels, schön dass du da bist, Till!
00:01:18: Ja schönen guten Tag.
00:01:19: Ich freue mich auch, dass ich hier bin Und es ist sehr lustig wurde nämlich vor vierzehn Tagen angesprochen nach dem Motto till Du bist ja ein freier Auto, du hast jetzt Zeit.
00:01:28: Wann hast du eigentlich deinen eigenen Podcast, weil jeder heute einen Podcast hat?
00:01:31: Dann fangen wir hier mal an.
00:01:32: Ja guck mal dann kannst du gleich die erste Folge mit uns zusammen starten.
00:01:36: Eine Probe-Session und dann geht's los!
00:01:43: Wir beginnen unsere Reise heute natürlich einmal mit unserem Standard-Icebreaker.
00:01:49: Ich packe meinen Koffer, aber heute geht es nicht um eine klassische Parkliste sondern wir gucken mal als Reisender.
00:01:57: was muss man wirklich dabei haben auf Reisen?
00:01:59: Was macht mich aus?
00:02:00: Es muss nichts physisches sein!
00:02:02: ich mache den Anfang.
00:02:06: Erstens eine Portion Neugier, weil ich sonst schnell in so eine Art Abarbeiten komme und dann nicht wirklich weiß.
00:02:14: Okay!
00:02:15: Was erwartet mich denn eigentlich noch?
00:02:17: Ich habe dann immer nur meine Liste und dann will ich das immer nur abhaken, hab den gewissen Druck.
00:02:21: Aber so die Neuge geht so ein bisschen verloren.
00:02:23: deswegen muss sich auf jeden Fall eine Portion Neuge mitnehmen.
00:02:27: Zweitens es ist fast physisches und ich kann's nicht einfach lassen.
00:02:30: Es muss mein Smartphone sein!
00:02:31: Ich nehme alles auf egal was es ist.
00:02:34: Manchmal ist es ein Motiv und dieses eine Motiver tausend Bilder weil ich mir das trotzdem alles ankomme.
00:02:39: man mag es nicht glauben aber ich tue es auf jeden fall.
00:02:41: Und drittens, Mut auf jeden Fall zur Lücke.
00:02:44: Das ist so ein bisschen das was ich ja am Anfang gesagt habe.
00:02:46: also bewusst nicht alles planen weil ich mir Raum lassen will für auf jeden fall umwege pausen oder Dinge die tatsächlich nicht auf der liste stehen weil dann erlebt man genau dass was man vielleicht erleben muss und sollte aber natürlich nicht überall im internet findet
00:03:02: klingt sehr schön.
00:03:04: Ich packe mein Koffer und nehme glaube jetzt erstes mit Geduld, also ich finde Reisen kann sehr schnell irgendwie stressig und hektisch werden.
00:03:12: Und da ist Geduld bei mir immer sehr hilfreich das nicht einfach alles zu viel wird und ich versuche irgendwie alles zu optimieren.
00:03:19: Ich glaube die Geduld erinnere mich immer ein bisschen daran dass sich nicht nur ankommen muss sondern auch mal in den Moment bleiben darf.
00:03:27: dann würde ich auf jeden Fall auch Offenheit mitnehmen zum Beispiel für die Menschen aber auch für die Kultur dass ich wirklich offen dafür bin die Eindrücke aufzunehmen und mitzunehmend vielleicht auch wieder nach Hause, um einfach das Komplettpaket einmal mitnehmen zu können.
00:03:44: Und als Drittes, ich glaube, das innerte Deinpunkt auch ein bisschen Sarah ist die Flexibilität also auch diese Bereitschaft irgendwas zu ändern wenn mir irgendwas in die Arme läuft dass einfach anzunehmen und nicht so sagen ja aber heute habe ich eigentlich noch was anderes geplant sondern einfach diesen Moment zu genießen, weil man im Urlaub eine Verpflichtung hat.
00:04:04: Deswegen glaube ich müssen genau die drei Sachen bei mir in den Koffer und du Till?
00:04:08: Ich packe eigentlich keinen Koffa, weil ich immer nur mit Handgepäck reise.
00:04:11: Kann auch der Handgepeckskoffer sein!
00:04:13: Aber so im übertragenen Sinne bin ich ganz d'accord mit euch.
00:04:17: Ich würde natürlich auch Offenheit und Neugier bei mir ist die journalistische Neugie her.
00:04:22: Ich würd es aber immer noch kombinieren mit auch Respekt vor den Leuten, wo ich hinfahre.
00:04:28: Vor dem Ort, dass da auch eine gewisse Durchlässigkeit vorhanden ist um dieses neue aufzunehmen so einen eigenen Filter zu haben.
00:04:37: dann denke ich noch digital ist bei mir auch sehr wichtig.
00:04:41: das ist eigentlich die Kombination von Handy und Kamera.
00:04:43: Ich würde immer so zwei Sachen eigentlich nehmen denn was ganz wichtig ist ich habe eigentlich auf meinem Handy immer so kleine Ordner drin in denen sind alle Reiseunterlagen Da hab ich teilweise auch PDFs mit Artikeln und was auch wichtig ist, zum Beispiel Karten drauf zu haben digital.
00:04:59: Das ist ein enormer Vorteil dass man nicht mehr mit einer Printkarte rumläuft die auseinander faltet und jeder merkt da ist ein Tourist sondern man checkt einfach seine E-Mails und manchmal ist auch ein GPS Standpunkt gut rauszufinden wenn man sich verlaufen hat.
00:05:14: Verlaufen?
00:05:15: Ja!
00:05:15: Ich glaube das dritte, das was physisch ist eigentlich etwas ganz normales es sind die Füße die ich unbedingt mitnehme Denn für mich ist das Rumlaufen extrem wichtig, sei es jetzt bei einem Naturreiseziel oder in der Stadt.
00:05:28: Also das letzte Mal habe ich vor zwei Wochen Stadtverträge gemacht und dann hab' ich abends auf die Uhr geguckt.
00:05:33: Das waren zwanzigtausend Schritte.
00:05:35: Das gehört einfach dazu.
00:05:37: Wortwörtlich sportlich würde ich sagen!
00:05:39: Aber das stimmt, ist ein guter Punkt.
00:05:41: Die meisten oder die besten Sachen erlebst du ja wenn du wirklich von Straße zu Straße auch läufst und das einmal alles auf dich wirken lässt.
00:05:48: Wenn ich mich zurück erinnere als ich das erste Mal in Amerika war gerade in New York da sind wir auch von wirklich komplett nur gelaufen.
00:05:55: Wir haben Dimitro gar nicht genommen Und wir sind ja den Distanzen gelaufen.
00:05:58: Das mag man sich gar nicht vorstellen Dann auch noch im Winter aber es war so schön.
00:06:03: Also da hast Du echt so richtig mal So ein bisschen den Lifestyle dort vor Ort
00:06:09: Broadway einmal hochgelaufen bist.
00:06:11: Hast du nicht nur viele Meilen gemacht, sondern hast einen extrem guten Eindruck.
00:06:15: und ich finde zu Fuß ist auch eine absolut menschliche Geschwindigkeit so was man wahrnehmen kann.
00:06:21: selbst wenn ich hier mit dem Fahrrad in der Stadt in Hamburg fahre sehe ich vieles nicht weil ich auf Verkehr achten muss oder weil es auch zu schnell ist Und der Kontakt zu Leuten, der geht natürlich zu Fuß.
00:06:32: Ist das immer am einfachsten?
00:06:34: Ich finde gut und ich finde dass wir damit eigentlich ganz gut auch unsere digitale Reise hier vor Ort starten können.
00:06:41: Und zwar die erste Frage an dich Tilwere.
00:06:45: Reisen beginnt heute oft vor der eigentlichen Reise muss man ja schon sagen.
00:06:49: also wenn ich kann mir Bilder angucken, ich kann mit gewissen Listen anschauen was kann ich eigentlich alles entdecken an einem Ort?
00:06:54: bewertungen kann nicht mehr durchlesen man kommt An und vergleich doch oft schon an dem Ort, wo man hinreist die Realität mit der eigentlichen Vorstellung im Kopf.
00:07:03: Wenn man da vorher einfach so viel konsumiert hat und sich angeschaut hat.
00:07:07: Kann man einen Ort heute überhaupt noch zum ersten Mal erleben?
00:07:10: Ja ganz klar!
00:07:11: Also früher war das ja genauso dass er sich vorbereitet hat.
00:07:14: Da gab es den klassischen Reiseführer.
00:07:16: Heute gibt es natürlich durch das Internet eine viel größere Breite an Informationen aus der man schöpfen kann.
00:07:25: Erwartungen haben sich, glaube ich, verändert.
00:07:27: Die sind sehr gesteigert und sie funktionieren auch sehr stark optisch.
00:07:32: Dass man ein ganz bestimmtes Bild hat was man selber auch mit dem Handy fotografieren will.
00:07:38: Und dann gibt es natürlich diese Erfahrung wenn man wie du sagst zum ersten mal an diesen Ort kommt.
00:07:44: das ist da doch vielleicht ganz anders aussieht besonders links und rechts.
00:07:49: Also ich denke gerade an einem Beispiel war im November in Japan unterwegs Und bin zuerst in Kyoto gewesen.
00:07:55: Das ist ja so der kulturelle Ort in Japan und es war ein verlängertes Wochenende, wo die Japaner auch montag frei hatten.
00:08:03: Die Japaner haben viel weniger Urlaub als wir.
00:08:06: also das heißt die Stadt war voll abgesehen von den ganzen ausländischen Touristen, die da waren.
00:08:10: Und beim Besuch vom berühmten Ginkakuji-Tempel ist so ein goldener Tempel sah man ihn eigentlich vor hochgehaltenen Handys und Selfies gar nicht mehr.
00:08:22: Ich hab noch in Erinnerung, da gibt es Schilder die davor in vielen Sprachen hinweisen dass man keine Gruppenfotos machen soll weil das natürlich den ganzen Fluss beim Weg durch diese Anlage auffällt.
00:08:35: Also die Enttäuschung kann schon groß sein in der heutigen Zeit.
00:08:39: aber früher hat vielleicht der BDK auch was ausgelobt und dann hat mein gemerkt ne es stimmt nicht mit der Wirklichkeit über einen Daumen reisen wir ja um das eigentlich auch abzugleichen.
00:08:49: Was würdest du konkret sagen?
00:08:51: Was macht die digitale Vorinformation, die man ja schon bekommt mit unserer Offenheit wenn wir da sind.
00:08:57: Also du hast ja schon gesagt, man hat dann ein bestimmtes Bild und hat sich vielleicht schon seinen ganzen Spots rausgesucht und weiß irgendwie schon wie alles aussieht.
00:09:05: Wie beeinflusst das unser tatsächliches Erlebnis?
00:09:11: Ich glaube die Menschen sind viel stärker fixierter auf einen bestimmten Eindruck den sie haben wollen und durch die Digitalisierung leidet auch diese Offenheit.
00:09:23: Und es gibt dadurch natürlich auch eine Verengung der Besucherströme, das heißt also die Quantität nimmt enorm zu, die Qualität nimmt ab.
00:09:34: Aber würdest du trotzdem sagen dass diese Vollinformation, die man jetzt bekommt, auch irgendwo helfen kann?
00:09:39: Oder würdest Du sagen, Du würdest immer ohne Vollinformation einfach drauf losreisen?
00:09:46: Ich denke, es gibt beide Wege.
00:09:49: Das Internet wird ja auch genutzt eigentlich in zwei Formen sich inspirieren zu lassen.
00:09:55: Nämlich was will ich machen?
00:09:56: Wohin will ich reisen?
00:09:58: oder ich weiß konkret wo ich hinfahren will und in suche ich gezielte Informationen.
00:10:01: bis welche Unterkunft wähle ich?
00:10:04: Und die Digitalisierung hat finde ich enorme Vorteile.
00:10:08: Ich glaube das der Tourismus mit die Branche ist die am schnellsten davon profitiert hat.
00:10:15: Allerdings, wie haben wir eben gesagt durch den Instagram-Tourismus gibt es natürlich auch Schattenseiten.
00:10:22: Was aber auch passiert ist eigentlich so vor zwanzig Jahren hat das angefangen dass zum Beispiel die Luftfahrtgesellschaften ganz viele Prozesse die früher Dienstleistung waren die am Flughafen stattfanden am Counter oder im Reisebrot sind ja alle bei uns gelandet.
00:10:36: also das Buchen ist viel aufwendiger geworden und komplizierter.
00:10:43: andere Beispiele aus der Digitalisierung, was ich jetzt zuletzt erlebt habe ist zum Beispiel in einem Hotel.
00:10:49: Das ist eine Kette, in der ich öfters absteige und da hat man dann so als viel schlafener den Vorteil dass man beim Check-in auch immer ein Getränkegutschein bekommt.
00:11:00: das ist für mich immer ne sehr nette Geste denn kann man abends irgendwie noch an die Bau oder sich einen Kaffee holen Und das war früher eigentlich eine Sache von einer Sekunde der an der Rezeption diesen Gutschein bekam.
00:11:13: Und jetzt läuft das Ganze digital ab,
00:11:15: d.h.,
00:11:16: ich gehe zur Bar und muss mein Handy rausholen, muss die App aktivieren – nicht immer funktioniert auch das Internet gleich ja?
00:11:24: Weil es irgendwie dicke Betonwände sind oder das WLAN im Hotel funktioniert gerade nicht!
00:11:29: So dann kriege ich einen Code.
00:11:33: den muss ich wiederum zeigen oder diktieren der Person, die hinter der Bar steht Die schreibt sich das auf und wieder ab.
00:11:41: Also du merkst eine Long Story Short, es dauert fünf Minuten länger bis ich irgendwie mein Bierchen bekommen habe.
00:11:47: Das ist vollkommen irre.
00:11:49: statt irgendwie einen Barcode aufs Handy geschickt zu bekommen den ich dann kurz zeige und der wird digital eingelesen.
00:11:56: Du hattest ja gerade schon gesagt Instagram und Co haben auch seine Schattenseiten.
00:12:01: was würdest du sagen?
00:12:02: Ist die häufigste Illusion die Social Media übers Reisen erzeugt.
00:12:06: Das ist eine bestimmte Ästhetik nach einem perfekten Bild.
00:12:10: Das sind die Maßstäbe, die dieser Instagram-Tourismus geschaffen hat mit dem perfekter Sonnenuntergang meistens ja auch immer in Kombination mit einer Person, die sich dort fotografieren lässt.
00:12:24: Das ist eigentlich so dieses Beispiel.
00:12:26: Ich kann mich erinnern wie ich mal durch Costa Rica gefahren bin und hatte dafür ein paar Tage einen Guide Und das war eigentlich so ganz klassisch und er hat mir erzählt, dass er vor mir ein Pärchen hatte.
00:12:39: Die waren Instagrammer und er musste unglaublich viel Gepäck auch immer mit transportieren weil die in jedem Hotel sich ausgepackt haben am Pool und dann sie haben sich eigentlich immer nur dauernd umgezogen.
00:12:51: Das heißt das Land und das Reiseziel war vollkommen seck und der.
00:12:54: das hätten wir auch vor anders machen können.
00:12:56: es ging eigentlich nur um Sie
00:12:58: finde ich, klingt jetzt schon
00:12:59: anstrengend.
00:12:59: Also wenn ich mir das überlege dass sich permanent nur den Druck habe das perfekte Foto zu machen und die ganze Zeit nur darstellt und guck okay wie sieht das Bild aus?
00:13:07: Wie sieht der Winkel aus?
00:13:09: Da würde ich irre werden
00:13:10: glaube ich!
00:13:10: Ja und ich hab auch das Gefühl es ist irgendwie immer das gleiche.
00:13:14: also ich musste gerade daran denken an das Beispiel Paris.
00:13:18: Da ist ja dieses Standardbild irgendwie so ein Mädel, was einen Croissant in der Hand hält.
00:13:23: Am besten auch so eine Baskenmütze aufhat und einfach in dieses Croissant reinbeißen.
00:13:26: Und ich will nicht wissen wie oft es dieses Bild eigentlich schon gibt.
00:13:30: Also ja, Croissants kommen aus Frankreich aber trotzdem fehlt da wirklich diese Individualität und Paris hat ja so viel mehr zu bieten als Croissant?
00:13:37: Ja das wird alles ein bisschen Stromlinien im Tourismus.
00:13:41: Ja, ja.
00:13:41: In dem Jahr haben wir es in Deutschland viele Gäste über Nachtungen wie noch nie... Im Grunde ein Rekordwert, wenn du das hörst.
00:13:49: Warum würdest du sagen bleibt Reisen so stabil gerade jetzt?
00:13:52: Wenn werden die unsicheren Zeiten denken?
00:13:56: Ich glaube Reisen ist für die meisten Menschen extrem wichtig als einen Ausgleich zum Alltag.
00:14:04: Es ist eine Zeit im Urlaub oder Ferien wie immer man es nennt wo man selbst bestimmt is und nicht fremdbestimmt.
00:14:12: Man kann den Alltag dann selber strukturieren kann spontan entscheiden, was man macht.
00:14:18: Mit anderen Worten es ist ein unglaublich großer Freiraum und wenn er noch mit einem Ortswechsel verbunden ist hat man neue Eindrücke und das kann durchaus inspirierend sein.
00:14:28: Es gibt ja auch Leute die sich komplett zurückziehen und abschalten wollen im Urlaub.
00:14:33: Wir haben mal schon ganz viel jetzt darüber gesprochen über Mobilität und Digitalisierung etc.
00:14:42: Und ich finde, man hat schon richtig gemerkt, wenn wir über das Reisen sprechen.
00:14:45: Sprechen wieder irgendwie ganz automatisch drüber?
00:14:48: Ich finde genau da spürt mein direkt dieses digitale Zeitalter.
00:14:52: also man ist heute einfach nicht nur unterwegs sondern Man is unterwegs mit den ganzen Systemen Also mit Apps mit Check ins mit Wallets mit QR Codes Updates Gates und so weiter sofort und Das macht das ganze Jahr deutlich komfortabler aber Manchmal ja auch irgendwie, wie du es ja schon eben erwähnt hattest mit deinem Getränkegutschein.
00:15:14: Auch ein bisschen, kann ich sagen, entsaubernd?
00:15:17: Ich setze da auch noch mal einen kleinen Realitätsanker einfach als Kontext so.
00:15:21: So zwanzigfünfundzwanzig wurden an deutschen Hauptverkehrsflughäfen wieder mehr Fluggäste gezählt als im Jahr davor.
00:15:27: also till wenn Du auf Reisen und Menschen schaust fühlte sich so an als wären wir Fliegen wieder komplett normal geworden.
00:15:35: Oder dieses ganze Drumherum mit diesen ganzen Extras und Features?
00:15:40: Ich dachte, dass nach Corona und dieser großen Zäsur auch eine Pause beim Reisen einsetzt.
00:15:46: Und auch ne Nachdenklichkeit!
00:15:48: Weil wir plötzlich gemerkt haben das uns eine Freiheit und die Selbstverständlichkeit des Reisens wurde uns ja genommen.
00:15:55: Wir waren ja selbst hier in Hamburg eingeschlossen und durften nicht mal über die Grenze nach Schleswig-Holstein.
00:16:00: Das
00:16:00: Spaziergehen hatte eine ganz andere Bedeutung
00:16:02: auf einmal Die Erholung der Branche, insbesondere in der Luft hat die ja auch viele Leute entlassen hatten und auch im touristischen Industrie.
00:16:13: Es war so ein extremes Nachholbedürfnis.
00:16:16: es ist aber auf einem Niveau.
00:16:18: gerade was Flugreisen in Deutschland angeht sind wir noch lange nicht auf Flughöhe wie andere europäische Länder was die Passagierzahlen angeht und insbesondere in Deutschland ist der innerdeutsche Verkehr immer noch bei unter fünfzig Prozent viele Jahre nach Corona.
00:16:35: Und das ist, finde ich eigentlich auch ein gutes Zeichen, dass viele Leute auch die beruflich unterwegs sind auf die Bahn umgestiegen sind.
00:16:43: Obwohl wir ja eine Bahn haben, die sehr unzuverlässig ist...
00:16:48: Ein bisschen vielleicht?
00:16:49: Ja
00:16:50: und ich frage mich manchmal gibt es gar keine Berechnung drüber.
00:16:53: Milliarden Verluste der unzu verlässigen Bahnen vorursacht.
00:16:58: Man kann nicht mehr, also angenommen wir treffen uns hier morgens um zehn und ich komme aus Düsseldorf, kann ich mich nicht volllässig irgendwie in einen frühen Zug setzen sondern ich muss eine Nacht vorher anreisen profitiert die Hotellerie von?
00:17:10: aber diese Unzuverlässigkeit der Infrastruktur der Bahn ist unglaublich in Deutschland in so einem Industrieland.
00:17:19: Wenn wir jetzt aber noch mal aufs Fliegen gucken, so die Zahlen sind ja trotzdem hoch.
00:17:23: Würdest du dann aber sagen dass sich da trotzdem was verändert hat?
00:17:25: Also das ist jetzt irgendwie so.
00:17:26: eine Ambivalenz herrscht von wegen Ja ich mache es Ich fliege Aber ich habe Fragen.
00:17:32: also Ist das irgendwie vielleicht auch stärker geworden in den letzten Jahren?
00:17:35: Also ich denke dieses moralische Thema Was wir so twoh tausend neunzehn hatten Die Flugscham Das ist ein Wort das kommt gar nicht mehr vor in unserem Vokabular.
00:17:48: Es gibt aber in einem Teil der Bevölkerung, ich glaube das ist auch unabhängig vom Alter.
00:17:53: Ein Bewusstsein.
00:17:55: wo die Frage gestellt wird muss ich wirklich fliegen.
00:17:58: Die Zeit wo man zum Taxipreis für neunzehn Euro nach Mallorca fliegen konnte was ja vollkommen unrealistisch war weil es quer subventioniert war.
00:18:07: Die Zeiten sind auch vorbei und es gibt eine Änderung grünes Kerosin eingesetzt werden muss.
00:18:15: Also künstlich hergestellt ist auf Biobasis zu einem geringen Anteil, dass man diese Green Tickets kaufen kann und das ist bei mehreren Airlines jetzt schon im Buchungsprozess drin.
00:18:26: nicht nur irgendwelche Klimaneutralität die man sich erkaufen kann mit einem Projekt wo Felder aufgeforstet werden sondern eine bewusste Erhöhung auch des Preises zugunsten der Umwelt.
00:18:38: also da gibt es auch eine Änderung denke ich in der Industrie.
00:18:43: Denkst du aber tatsächlich, dass die Art wie wir reisen wirklich moralisch komplexer wird?
00:18:47: oder sagst du nee eigentlich diskutieren wir nur mehr darüber?
00:18:50: Es ist beides.
00:18:52: Aber ich glaube eine Nachdenklichkeit ist auch da gerade in den jüngeren Generationen ein Führerschein der... also ich bin ja Baby Boomer und war vollkommen selbstverständlich das du mit der achtzehnfühlerschein machst.
00:19:03: Das ist heute überhaupt nicht mehr verhandelt weil Auto ist auch kein Status-Symbol mehr.
00:19:09: oder prästisch Überspitz sagen, eigentlich ist fast Reisen schon auch Status und Prestige.
00:19:17: Und über Instagram und die eigenen Social Media Accounts zeigt man wie toll man ist und wo man überall war.
00:19:24: Das stirbt unter anderem.
00:19:26: Da bin ich
00:19:27: jetzt mal so dem Bogen rum!
00:19:29: Ich werfe mal in den Raum des Thema Slow Travel.
00:19:32: Das bedeutet die bewusste Art des Reisens, die gerade in Schleunigung, Nachhaltigkeit und tiefgehende Erlebnisse über das schnelle Abarbeiten von Sehnswürdigkeiten stellt?
00:19:42: Würdest du sagen dass Slow Travel aus deiner Sicht ein echter Wandel ist oder bleibt es am Ende des Tages vielleicht sogar eher ein Luxusmodell für Menschen, die Zeit- und Spielraum haben?
00:19:53: Also Slow Travel ist ja eine Bewegung, die kommt aus der Slow Food Bewegung die auch in Italien entstand und Bewegung wäre schön.
00:20:02: Ich würde eher sagen, Slow Travel ist ein Trend der mehr Anhänger findet.
00:20:09: Das heißt ja ich reise intensiver vor allem langsamer das heißt ich bleibe länger vor Ort.
00:20:18: Das haben sogar auch Kreuzfahrtgesellschaften die Rede reinentdeckt dass sie eben nicht jede Nacht woanders sind sondern durchaus bewusst in einem Hafen zwei Nächte verbringen.
00:20:28: Die Leute gehen von Bord, haben ganzen Tag Zeit oder dann auch zwei Tage und schlafen wieder statt im Hotel an Bord weil sie gemerkt haben jeden Tag eine andere City.
00:20:39: das ist echt zu viel für die Leute und dass es auch ein Bedürfnis was die Leute haben.
00:20:44: Wenn wir jetzt Richtung ... ... aber auch weiter, also ... ...
00:20:51: viele
00:20:52: Reisende lassen ihre Reisen ja mittlerweile schon irgendwie digital planen.
00:20:57: Jetzt großes Stichwort KI macht das ja mittlerweile ganz groß.
00:21:02: Wie siehst du das Ganze?
00:21:03: Also KI spielt natürlich eine große Rolle in den Suchmaschinen und es gibt ja eine Hauptsuchmaschine Die Antwort nicht mehr mit Linklisten kommt, sondern mit einer KI-Zusammenstellung.
00:21:15: Daher wird automatisch KI benutzt bei der Reiseplanung.
00:21:19: Es werden sich ja auch Reisen über KI ausgearbeitet.
00:21:22: aber ich habe selber mal gecheckt Der Anteil selbst in der jüngsten Generation Über KI auch Buchungsprozesse ablaufen zu lassen ist extrem gering.
00:21:32: da ist einfach noch nicht das Vertrauen dar.
00:21:35: Dann kommen wir mal zu einem Satz, und zwar die Deutschen sind Reiseweltmeister.
00:21:39: Ich glaube dir haben alle schon mal gehört wird sehr oft gesagt aber eigentlich ja selten präzisiert.
00:21:45: also was bedeutet das genau Till?
00:21:47: Und woran würdest du das überhaupt messen?
00:21:50: Es gibt jedes Jahr die Reiseanalyse von dem Institut oder nie ist die Stiftung für Zukunftsfragen hier in Hamburg Und so.
00:22:00: das Fazit ist eigentlich immer, die Deutschen sitzen auf gepackten Koffern.
00:22:05: Um noch mal das vom Anfang aufzunehmen... ...das eben vierundsechzig Prozent... Das ist jetzt gerade veröffentlicht worden weil ja die Tourismusbörse diese große Messe in Berlin gerade war.
00:22:15: Vierundsechszig Prozent sind bereit eine längere Urlaubsreise in diesem Jahr zu machen.
00:22:22: Das ist über die Jahre gesehen eigentlich statistisch immer gleich geblieben.
00:22:27: Es gibt allerdings eine Schere zwischen den Leuten, die mehr als fünftausend Euro Aushaltseinkommen haben.
00:22:35: Da geht das weit über die achtzig Prozent in der Bereitschaft.
00:22:39: und wir haben eben die Kluft dass die Leute, die wenig Geld haben also unter zweitausend Fünfhundert Euro bis tausendfünfhundert Euro da nur siebzehn Prozent einer Reise planen.
00:22:52: so sieht es in Deutschland aus.
00:22:54: Von den absoluten Zahlen ist es immer schwierig zu sagen, die Chinesen und in den USA Deutschland das sind eigentlich immer so die top drei Nationen.
00:23:03: Die Reisen daher hat sich dieser Spruch gebildet.
00:23:06: Das ist ein bisschen im Wechsel.
00:23:08: wie nimmt man auch Auslandstourismus wahr?
00:23:10: Wie nehmen wir dann auch den China-Tourismus?
00:23:12: Wir müssen sehen dass innerhalb Chinas ein Wahnsinns Tourismus ist was die absoluten Zahlen angeht.
00:23:17: Im Moment noch nicht so stark wieder in andere Länder.
00:23:22: Und wie werden die Deutschen in der Hinsicht immer aus Land wahrgenommen?
00:23:26: Kannst du dazu was sagen.
00:23:27: Oh, da gibt es ja...
00:23:29: Ich denke mal in Sondalen und Socken, ich kann's einfach nicht lassen!
00:23:32: Viele gehässige Sprüche bis hin zu... Es gibt auch Auflistungen.
00:23:37: Wer gibt gerne Trinkgeld und wer nicht?
00:23:39: Und wer ist wie
00:23:40: knauserig?!
00:23:41: Der Hamburger Airport Medite-Zweißenfünfundzwanzig rund vierzehn Komma acht Millionen Passagiere und nennt die Leute zwischen Fünfundzwanziger und Vierund Dreißig als die größte Altersgruppe.
00:23:51: Warum ist gerade diese Lebensphase Reise stark?
00:23:55: Was meinst du?
00:23:56: Das sind die Menschen, die meistens in Lohne und Brot sind.
00:23:59: Die Geld haben.
00:24:01: Und die mit einer gewissen Selbstverständlichkeit aufgewachsen sind das Flugzeug zu benutzen.
00:24:06: Ich denke bei älteren und den Baby-Boomern war die Flugreise immer etwas besonderes.
00:24:13: Das haben sie teilweise selbst als Kind gar nicht erlebt.
00:24:15: aber das ist in dieser Generation anders.
00:24:18: Und es ist interessant, dass so diese Zahl vom Flughafen Hamburg nennst.
00:24:22: Er hat nämlich noch was in dieser Presseerklärung.
00:24:24: Das größte Wachstum im letzten Jahr war bei Leuten am Flughaf, die unter vierundzwanzig sind.
00:24:31: Das fand ich nämlich auch nochmal sehr interessant.
00:24:34: Je jünger die Leute werden, desto größer ist die Bereitschaft, in ein Flugzeug zu steigen statt vielleicht die Bahn zu benutzen oder zu einem Konzert mal schnell nach London zu fliegen.
00:24:46: Aber du reist ja auch sehr viel, haben wir gesehen.
00:24:49: Und wenn Du eine Destination jetzt bewertest... Welche sagen wir mal fünf Faktoren machen sie für Dich heute attraktiv?
00:24:59: Wenn ich privat reise da gibt es natürlich so ne Mischung.
00:25:03: das hängt immer davon ab was ich machen möchte.
00:25:06: ist das jetzt rein ein Entspannungsurlaub?
00:25:08: aber wenn Du jetzt nach knallharten Fakturen fragst würde ich sagen Es hat etwas mit Erreichbarkeit zu tun Es hat etwas mit Preis zu tun, das spielt ja eine große Rolle.
00:25:18: Das ist für mich auch das Tolle an der Digitalisierung, dass eine Transparenz in diesen Markt gekommen ist, die es vorher überhaupt nicht gab im vorigen Jahrhundert.
00:25:29: Da wusste man gar nicht wie die Preise zustande kommen und eine Volatität auch was Zimmerpreise bei den Hotels angeht.
00:25:36: Und entspielt natürlich auch, würde ich sagen, der dritte Faktor ist Klima- und Wetter.
00:25:42: Ich war letzten Sommer in Spanien am Mittelmeer.
00:25:46: Und ich glaube, das war es letzte Mal, dass ich das im Juli-August mache.
00:25:49: Weil es so irrsinnig heiß war... ...ich konnte mich gar nicht abkühlen im Wasser und ich glaube dadurch verändern sich auch aufgrund der klimatischen Bedingungen die Reiseziele.
00:26:02: also nicht umsonst ist Kaninavien seit mehreren Jahren bei den Deutschen im Trend.
00:26:08: Coolcation nennt man das ja
00:26:10: Aber du hast es ja schon angesprochen, das Digitale wieder.
00:26:14: Wie sehr entscheidet denn heutzutage also in dem Jahr den digitalen Fußabdruck über die Attraktivität der digitale Auftritt einer Destination?
00:26:24: Also das Marketing spielt ja eine große Rolle auch im Zusammenspiel.
00:26:29: Wir haben das Beispiel Dubai was durch Influencer sehr am Wog wurde.
00:26:35: dahinter steckt ne ganz klare Strategie.
00:26:38: Ich glaube, wenn ich auf einer Hotel-Website bin.
00:26:41: Wenn die sehr sinnlich gemacht ist gleich mit bewegten Bild und es geht in den Wellenbereich dann sind viele Leute viel schneller überzeugt dort eine Buchung vorzunehmen.
00:26:53: also diese berühmte Look to Book Rate wird durch einen Auftritt ein guter Internetauftritt wesentlich erhöht.
00:26:59: das ist eigentlich schon vielleicht würde ich sagen fünfzehn Jahren Standard.
00:27:04: also entscheidend ist schon das Marketing auch das Digitale.
00:27:09: Wenn wir noch mal zurückgehen auf das Thema Workation, Remote arbeiten und aber auch vielleicht Alltagstauglichkeit dann landet man ja doch schnell bei einer gewissen Unterkunftsform.
00:27:20: also nicht nur Hotel für zwei Nächte sondern länger bleiben wirklich ankommen.
00:27:25: also das Thema Longstays in Service Apartments
00:27:29: Wohnen
00:27:29: auf Zeit mit Service zwischen Hotel und eigener Wohnung.
00:27:32: warum wird das gerade attraktiver?
00:27:34: ist es vor allem Urcation, also das was ich gerade am Anfang gesagt habe oder ein Lifestyle-Thema.
00:27:40: Ich will eine Stadt nicht nur besuchen, ich will kurz in ihr Leben.
00:27:42: viele nehmen sich das heraus und sagen okay ich arbeite jetzt von Bali aus einfach mal.
00:27:47: Also ich kenn auf jeden
00:27:48: Fall einige die das machen!
00:27:50: Das ist der Trend.
00:27:51: es darf noch nicht länger als ein halbes Jahr sein weil man dann Steuerprobleme kriegt.
00:27:55: Viele machen das auch in Südeuropa sei es einen Großstädten oder auf Inseln.
00:28:01: da spielt natürlich Klima eine Rolle, dass man nicht im norddeutschen kalten Winter sondern im Süden ist und im Hotel kann sich das keine erlauben.
00:28:15: Da gibt es natürlich Buchungsplattformen die sich schon darauf spezialisiert haben.
00:28:19: Longstay ist auch ja in Großstädten durch Leute die beruflich unterwegs sind und Projekte vor Ort haben und Consulting machen ein entscheidender Faktor.
00:28:29: Ich habe selber erlebt, wenn ich auf Messen war wo es so um Hotel-Business ging dass gerade Long Stay Apartment für Investoren hochinteressante ist.
00:28:38: Weil der Return of Investment viel besser ist als in einem fünf Sterne Hotel wo man nur eine Person auf viele Quadratmeter hat und auch noch den Service mitverkaufen kann.
00:28:49: also das ist ein Trend.
00:28:52: Und wenn ich jetzt nochmal in Richtung Reisearten denke Solo Travel habe ich schon öfters mal gehört.
00:28:59: Also auch viele Freunde von mir sagen, ah!
00:29:02: Ich war jetzt alleine in London, ich war jetzt allein in Japan unter
00:29:06: anderem
00:29:07: und ich fand das ganz toll, alleine zu reisen nicht aus beruflichen Gründen sondern wirklich aus privaten Gründen.
00:29:12: Ich persönlich hätte da ja immer keine Angst aber ich reise gerne in Gesellschaft und würde das für mich noch gar nicht so im Betracht ziehen.
00:29:20: Aber die Freundin von mir sagt auch immer du musst es einfach mal ausprobieren.
00:29:24: wenn man ist das erste Mal mal alleine gemacht dann nimmt man noch gewisse Dinge, auch bewusster war.
00:29:29: Und man merkt, dass man eigentlich gar nicht so einsam ist wie man vielleicht denkt.
00:29:32: Viele wollten nämlich alleine Urlaub machen und haben die den einen kennengelernt, den anderen kennengelernt.
00:29:37: Würdest du sagen das Solo-Travel ein Trend ist oder denkst du, dass sich das durchaus verstärkt in der Realität etablieren wird?
00:29:45: Das hat es schon immer gegeben.
00:29:47: wir haben glaube ich eine stärkere Wahrnehmung dafür weil wir auch durch Social Media mehr darüber erfahren, weil Freunde allein unterwegs sind.
00:29:58: Ich würde nicht unbedingt sagen es hat zugenommen was sich glaube ich geändert hat dass auch die Reiseindustrie gemerkt hat das ist eine Klientel auf die müssen wir mehr eingehen.
00:30:09: eigentlich wird man ja bestraft wenn man alleine unterwegs ist weil das Hotelzimmer fast genauso teuer ist wie ein Doppelzimmer.
00:30:16: also man hat praktisch doppelte Kosten.
00:30:19: Und wenn ich mir Kreuzfahrtschiffe angucke, die in den letzten Jahren gebaut sind.
00:30:23: Die haben plötzlich Einzelkabinen zu einem ganz anderen Preis als eine Doppelkabine wo man eigentlich die zweite Person im Hickchen immer mit bezahlen muss.
00:30:33: Die wurden bestraft.
00:30:34: also es gibt ja immer diesen Einzelzimmerzuschlag auch bei Gruppenreisen die man hat.
00:30:39: aber Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen Es ist ein Trend dass Leute mehr alleine reisen.
00:30:43: was aber klar ist Wenn man zu zweit unterwegs ist lernt man weniger Leute kennen als wenn man allein reist.
00:30:50: Solo Travel ist ja trotzdem nur eine Reiseart von ganz, ganz vielen.
00:30:54: Welche Reisearten fördern denn wirklich echte interkulturelle Verbindung und welche eigentlich nur irgendwelche Touristen blasen?
00:31:03: Also im klassischen Sinne gibt es ja die Studienreisen, die vor Ort meistens auch Besichtigung von zum Beispiel landwirtschaftlichen Betrieben, wenn das jetzt irgendwie durch Neuseeland Dann will ich wissen, wie offen da eigentlich die Farmen ab.
00:31:20: Die Begegnungen haben auch mit Leuten vor Ort wo es Diskussionen gibt.
00:31:24: aber es gibt ja richtig diesen Begriff des Voluntourismus wo teilweise Arbeitseinsätze organisiert sind.
00:31:33: man kann ja heute unterwegs sein und gegen kostefreie Unterkunft an einem Projekt mitarbeiten sei jetzt irgendwie ein Weg zu bauen sei es Häuser zu renovieren in einem Dorf, was abgelegen ist und was verfällt.
00:31:47: Da gibt's inzwischen auch Anbieter ... Ich glaube das läuft so unter diesem Stichwort Holiday for help.
00:31:55: Das geht hin bis zur Sozialprojekten aufräumen arbeiten teilweise auch nach Katastrophen Was ich hatte ja von Costa Rica erwähnt.
00:32:05: da habe ich mehrere Menschen getroffen die auf speziellen Stationen arbeiten, wo sie sich mit Faultieren beschäftigen oder mit angefahrenen exotischen Tieren.
00:32:16: Die müssen teilweise – weil das so beliebt ist – sogar Geld sagen, dass Sie dort arbeiten dürfen.
00:32:21: Also es gibt einen Helping-Tourismus, was wir jetzt auch erlebt haben im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
00:32:29: Dass Leute mit Wohnmobilen und Lastwagen dort Projekte unterstützt haben Ausrüstungsgegenstände hingebracht haben oder Medikamente.
00:32:39: Also da passiert, finde ich schon eine Menge und dazu ist das Internet auch ideal um die entsprechenden Adressen zu finden.
00:32:46: Das habe ich auch bei mir jetzt ganz viel erlebt also nach dem Abi wie viele Leute da irgendwie so einen Voluntariat oder so gemacht haben.
00:32:53: Da war wirklich alles dabei von irgendwie Helfen in der Schule in Afrika bis hin zu Schildkrüten retten in Neuseeland.
00:33:00: Da waren wirklich alles mit dabei aber wirklich viele coole Sachen und ich dachte immer so wow!
00:33:06: Und was finde ich ganz toll ist das Stichwort House-Sitting.
00:33:10: Es gibt ja so viele Riesen, Fähen, Unterkümpfe und Finkers die alleine stehen und man kann sie dann praktisch für umsonst hat man eine tolle Finger die man bewachen muss.
00:33:22: Aber gibt es auch irgendwelche Reisearten heutzutage, die vielleicht ein bisschen leiser werden?
00:33:27: Also wir hatten jetzt ja schon Voluntariate.
00:33:29: Die aktuell ja irgendwie boomen und immer mehr werden.
00:33:32: aber gibt's auch was was irgendwie so ein bisschen gerade seinen Downfall erlebt.
00:33:36: also insgesamt ist ja die Branche immer noch auf Wachstum.
00:33:40: ich glaube was sich im Moment eher verschiebt is die Reisauswahl der Ziele.
00:33:46: das hat etwas damit zu tun dass die politischen Krisen enorm zugenommen haben.
00:33:52: Dadurch gibt es eigentlich einen großen Schiff.
00:33:54: Eigentlich die Traumreise-Destination für Deutsche war ja immer als Fernreiseziel die USA, das hat aus den bekannten Gründen gerade sehr abgenommen.
00:34:04: Kanada wummt dadurch.
00:34:07: der Trend geht auch ganz stark schon in den letzten Jahren nach Japan und dadurch dass jetzt die Golf Carrier nicht mehr fliegen oder auch sehr unregelmäßig Hängt da ja ein großer Rattenschwanz dran, was passiert mit dem ganzen Transfer und Flugästen die zum zwischen Europa.
00:34:25: Und sei es auch die aus den USA kommen weiter nach Asien fliegen in Neuseeland Australien.
00:34:31: diese Route ist im Moment gesperrt.
00:34:33: keiner weiß wie lange das ist.
00:34:36: plötzlich haben die Leute wieder direkt Flüge entdeckt dass sie nicht abends hier ins Flugzeug steigen nach der inneren Uhr nachts um drei in Abu Dhabi aussteigen, da müssen sie irgendwie shoppen.
00:34:46: Nach drei Stunden geht es irgendwie weiter.
00:34:48: Das ist ja viel bequemer als wenn man durchfliegt!
00:34:51: Ich glaube vom Reiseverhalten hat das eher was mit der Destination zu tun dass es da Veränderungen gibt.
00:34:58: Ich würde gerne nochmal auf den Reisejournalismus an sich darauf eingehen wollen.
00:35:05: Der hatte ja die Rolle Inspirationen zu schaffen.
00:35:08: Heute sind Inspiration und Informationen überall.
00:35:11: Und trotzdem suchen die Menschen immer noch nach mehr Orientierung, wie würdest du deine Rolle heute beschreiben als Reisejournalist?
00:35:19: Ja ich bin glaube ich jemand der auf Ziele aufmerksam macht und einordnet.
00:35:25: was sich sehr gerne mache ist anhand von Personen die vor Ort treffe etwas zu schildern dass man sich auch in die Lage dieser Person versetzen kann und darüber etwas lernt über diesen Ort.
00:35:38: Sonst hat sich, finde ich der Reisejournalismus in den letzten Jahren sehr verändert weil er weg sich vom Print ins Internet verlagert hat und die großen Reiseteile, die es früher eigentlich regelmäßig sei es Donnerstag oder am Wochenende in den Tageszeitungen gab sind sehr stark vereinheitlich oder auch verkürzt worden.
00:35:58: Und der Reisesjournalismus funktioniert auch ganz stark über Einladung.
00:36:03: da gibt es nicht immer Hinweise darauf, dass die Person, die darüber schreibt eingeladen wurde.
00:36:08: Ich finde das muss aber ganz klar kenntlich gemacht werden und als Journalist kann ich auch meine redaktionale Unabhängigkeit behalten – auch wenn ich eingeladen bin!
00:36:20: Aber die Vielfalt ist natürlich enorm durch das Internet wo man sich inspirieren lassen kann.
00:36:25: Und welche Reisegeschichten würdest du sagen gehen heutzutage verloren weil sie vor allem wegen der Digitalisierung nicht klickbar sind?
00:36:33: Geht ja immer nur um Clicks und Headlines am besten?
00:36:35: Ja, ich glaube es sind die langen Geschichten, die in die Tiefe gehen.
00:36:40: Die Porträts aber sie sind auch im Netz zu finden.
00:36:43: und das Gute ist glaube ich dass es Blocks gibt die auf eigene Initiative entstanden sind wo man so etwas findet.
00:36:51: Das wird dann aber nicht kommerziell betrieben von einem Verlagshaus oder von einer Firma.
00:36:57: Ein wichtiges Stichwort ist ja auch Overtourism.
00:37:00: Also ich kenne es selber aus meinem Heimatdorf, das ist ein Dorf direkt an der Ostsee und es
00:37:05: boomt!
00:37:06: Im Sommer brauchst du da gar nicht mehr an den Strand gehen.
00:37:08: Und meine Frage dahinter ist kann man konkretisieren wann ein Ort so beliebt wird dass er seine eigene Qualität verliert?
00:37:15: Ja in dem Moment wenn Eintrittsgeld genommen wird oder wenn man sich online anmelden muss und einen Timeslot bekommt, wo man diesen Ort besuchen kann Das ist eine Form von Reglementierung, aber die muss einfach automatisch kommen.
00:37:30: Ich habe ja schon vorhin dieses Beispiel aus Kyoto erzählt, dann hat es keinen Sinn mehr eigentlich dorthin zu reisen.
00:37:38: Also was würdest du als Journalist gar nicht mehr als Geheimtipp erzählen?
00:37:43: Also ich finde das Wort geheimtät ist ein Unwort und ich hab' es auch noch nie benutzt!
00:37:47: In dem Moment wenn man liest, dies ist ein Geheim-Tipp, ist er ja schon keiner mehr.
00:37:52: Wir kommen nun zu einem kleinen Perspektivwechsel Und zwar, wir kommen zu der C-Gruppe Gensi.
00:37:58: Wir haben immer regelmäßig in unserem Podcast eine kleine Gensispotreihe mit unserer Zielgruppe Der lieben Minu, der Gensie die ja aktuell ein großes Thema ist also natürlich auch die Ziegruppe nach dir.
00:38:12: aber doch die Gensii wird ja nachgesagt.
00:38:15: sie machen alles anders, die machen alles digital.
00:38:18: Die sind sehr meinungsstark und äußern Sie auch sehr gerne!
00:38:22: Wir wollen dieses Thema oder die Genzi nicht als Klischee quasi besprechen, sondern als Frage was verändert sich gerade wirklich im Reisen, im Planen, im Verhalten und im Warum?
00:38:34: Wenn du Jensielreiseverhalten beobachtest, Till.
00:38:37: Was sind die drei größten Unterschiede vielleicht zu Millennials wie mir oder zu Babyboomern wie dir?
00:38:43: Im Planen im Erwarten, im verhalten vor Ort.
00:38:46: also was machen sie am Ende des Tages wenn es ums Reisen geht anders als wir?
00:38:50: ich glaube die reisen sind kürzer.
00:38:53: Sie müssen preiswert sein.
00:38:54: Das sind, glaube ich, wichtige Kriterien.
00:38:56: Ist eigentlich mehr eine Frage für dich?
00:38:58: Ja doch!
00:38:59: Ich glaube leider die Gensi ist kurzliebiger und hat eine kürzere Aufmerksamkeit.
00:39:04: Spanne kann nicht vierzehn Tage an einem Ort sein bin ich gar nicht der Typ für ihn.
00:39:09: Ich glaube das ist sehr verbreitet in meiner Generation und ja preiswert.
00:39:14: Ich weiß nicht ob sich das verändern wird.
00:39:15: Ich meine aktuell ist meine Generation da trotzdem noch Studierende Generation, die noch ein bisschen ohne Budget ist und auch ohne Budget reißt.
00:39:25: Aber ich glaube auch trotzdem dass Bahnreisen mehr werden in meiner Generation wie wir schon angesprochen hatten das meine Generation sehr viel guckt.
00:39:37: okay kann ich da eigentlich auch einfach mit der Bahn hinfahren.
00:39:40: also wie oft ich das schon gehört habe dass Freunde von mir sowohl nach Skandinavien hochgefahren sind als auch bis nach Italien runter oder nimmt man halt Zeit in Kauf, dass man halt irgendwie bis zu fünfzehn Stunden in der Bahn sitzt.
00:39:54: Aber ich glaube das hat sich trotzdem verändert.
00:39:57: Wo würdest du sagen merkst du den stärksten Einfluss von zum Beispiel Social Media oder dem Thema Digitalisierung wenn es um den Reiseprozess an sich geht?
00:40:07: Ich glaub tatsächlich in der Gastronomie also ich glaub dieses auf TikTok in die Suchleiste eingeben Amsterdam Food Sports oder so ist sehr weit verbreitet Mach ich leider auch immer, aber ja.
00:40:20: Ich glaube das ist ein großer Einfluss und ansonsten natürlich Leider diese Suche nach irgendwelchen ästhetischen Fotospots oder so.
00:40:31: Ich glaub dass
00:40:32: der Feedback innerhalb derselben Generation stattfindet Und das war früher anders.
00:40:39: also man is mehr in der eigenen Blase.
00:40:40: Man gibt sich untereinander die Tipps Ja und es ist nicht mehr so vertikal vom Alter rauf und runter.
00:40:47: Früher hat man was gegoogelt oder hat etwas in einem Restaurantführer gesucht.
00:40:53: Die Zeiten sind längst vorbei, aber weil jede Generation auch so ihr eigenes Social Media-Umfeld hat bewegt man sich eigentlich dann eher unter Gleichgesinnten, was natürlich auch an sicherer Tipps sein kann.
00:41:06: Ja, aber wie du ja schon gesagt hast die Genzi hat ihre eigene Bubble, ist die Genzie da wirklich ein... sagen wir Katalysator für Trends oder macht sie eigentlich doch nur das was eigentlich sowieso passiert und verpackt es einfach anders?
00:41:21: Ich glaube, sie setzt natürlich schon ein Trend.
00:41:24: Wir können das auch vergleichen dass eigentlich die Rucksack-Touristen... Das ist so ein Begriff, das ist für mich so in den Achtzigern neunziger Jahre.
00:41:33: Die waren eigentlich nur die Vorreiter teilweise für den Massenterrismus.
00:41:37: also neben mir das Beispiel Thailand, die Inseln entdeckt haben, die total exotisch war wo es kaum eine Infrastruktur gab.
00:41:43: Die waren so wie die Vorhook für dann die touristischen Konzerne, die dann investiert haben und Hotels gebaut haben.
00:41:51: Und ich glaube mit den Gensies, die setzen auch ganz klar ihre Marken so wohin die Reise geht!
00:41:58: Und wenn du jetzt auf meine Generation auf die Gensie blickst?
00:42:03: Was zeigt die Gensei vielleicht über unsere Zeit und wie sich das Ganze verändert?
00:42:09: Also es hat etwas mit Geschwindigkeit zu tun... Alles ist schneller geworden, es ist kurzlebiger geworden.
00:42:17: Und jetzt bin ich mal ganz bissig vielleicht auch
00:42:19: oberflächlicher.".
00:42:24: Die GenZ reisenden vor Ort mehr echte Begegnung oder weniger erleben, weil alles im Grunde um sehr viel durch Apps durchläuft.
00:42:35: Die gelten ja als Superfanats und wollen sich connecten.
00:42:38: aber die Frage ist findet das eigentlich viel zu sehr verstärkt digital statt?
00:42:42: Als tatsächlich vor Ort?
00:42:45: was beobachtest du Till wie die GenZ am Ende des Tages das Erleben wirklich vor Ort durchlebt?
00:42:53: Ich glaube dass hängt von der Destination ab.
00:42:56: ich bin viele in den Bergen unterwegs und in den Alpen.
00:43:00: Und ich treffe eigentlich auf Bergbauernhöfen oder teilweise auch auf Hütten Gensies, die lange vor Ort sind, die sich miteinander austauschen.
00:43:11: Es gibt überall auch drahtlose Internetanschüsse – das ist kein Problem!
00:43:16: Da würde ich sagen, dass es das Gegenteil von Oberflächlichkeit ist.
00:43:19: Ich meine, es existiert immer viele Parallelwelten ohne dass man jetzt sagt Daumen hoch, Daumen runter.
00:43:27: Also ich glaube die Parallelität von verschiedenen Strömungen das ist ja eigentlich das Gute beim Reisen, dass man individuelle entscheiden kann.
00:43:36: Ich glaube dieselbe Person ist mehrmals im Jahr unterwegs mit ganz unterschiedlichen Aspekten Sei es Entspannung und ruhig sei es Aufregung sei es zu einem besonderen Event hinzufliegen.
00:43:50: Klar, da macht man das Foto im Konzert und lädt das hoch.
00:43:53: Die selbe Person kann beides machen.
00:43:56: Das ist finde ich eigentlich auch das Gute
00:43:57: daran.".
00:43:58: Ich würde gerne zum Abschluss unserer Jensie-Sektion mal so einen kleinen Meet-Hos-Check nochmal hier dropen!
00:44:06: Und ich würde gerne erst einmal wissen Till was du denkst bevor Minoo eigentlich antwortet und sagt wie es wirklich ist?
00:44:13: Erste Frage.
00:44:14: Jensi oder erste Aussage – Jensy reist nur fürs
00:44:17: Foto?!
00:44:18: Ja...
00:44:19: Ich sag auch ja.
00:44:20: Ja?
00:44:23: Also, ich mache Fotos aber Sarah du auch.
00:44:26: Ich würde sagen Saja reist für Fotos!
00:44:29: Ich glaube das ist nicht nur Gen Zee.
00:44:32: Das hat sich einfach verändert und ich glaube dass es an sich unsere Gesellschaft führt zu Tage
00:44:38: Aber ich muss mich jetzt eben auch mal outen.
00:44:41: Ich bin jemand...ich reise auch fürs Foto beruflich und das ist irgendwie das tolle einmal im Job, dass ich manchmal in die Situation reinkomme.
00:44:48: Und ich sehe was vor mir und sage, das mache jetzt quer von mir, das wird aufmachen ab Foto.
00:44:54: Also es geht mir auch so!
00:44:57: Die nächste Aussage ist eigentlich super easy haben wir schon während des Podcasts im Grunde beantwortet.
00:45:01: aber nochmal, dass es auch wirklich jeder gehört hat.
00:45:04: Jensi reist öfter aber kürzer.
00:45:06: Ja.
00:45:08: Punkt.
00:45:11: Ist Nachhaltiger, fliegt aber trotzdem.
00:45:14: Ich sag ja!
00:45:15: Jain ist sehr in sich ein Widerspruch
00:45:17: Es kommt auf die Personen?
00:45:19: Also ich glaube da gibt es einfach eine sehr große Kluft zwischen nachhaltig und bewusst Und dem guten Wort YOLO You only live once, ich fliege und das ist mir alles egal und ich will mein Leben leben.
00:45:30: Und die letzte Aussage Gen ZI ist spontan plant aber digital total durch.
00:45:36: Ja
00:45:37: Jain
00:45:38: Jain, ich glaub es kommt auf den Urlaub drauf an.
00:45:40: Also ich glaube, wenn es jetzt irgendwie in die Sonne geht und das ist ein Entspannungsurlaub.
00:45:44: Ich glaube da ist die Genzi sehr spontan.
00:45:47: Aber wenn's von der Städtereise geht, glaub' ich, ist es tatsächlich so dass man sich digital verhält und auch plant?
00:45:54: Wie würdest du denn sagen, wenn du in einer Großstadt in Süde Europa bist und du hast Hunger und willst essen gehen, lässt du dich treiben oder holst sie dein...
00:46:05: Also da bin ich leider ein sehr großes Opfer für Turi fallen.
00:46:07: Ich würde in die nächste Turi-Falle laufen!
00:46:11: Also nicht dein Handy befragen?
00:46:13: Doch, ich würde mein Handy befragen und gucken wahrscheinlich auf Google Maps gucken.
00:46:17: was hat hier die beste Bewertung?
00:46:18: natürlich kann das auch alles gekaufte Bewertungen sein es ist mir alles bewusst aber trotzdem fahre ich damit ganz gut und ich glaube dann wird Google Maps ausgepackt und das nächste gut bewertete Restaurant das wird's dann.
00:46:33: Jetzt wollen wir uns nochmal so ein bisschen mit einem Ausblick fürs Reisen beschäftigen.
00:46:37: Welche Reisentrends würdest du sagen sind bereits da und werden verstärkt noch in den kommenden nächsten Jahren?
00:46:46: Und welche verändern vielleicht auch stark, wie wir planen und wie wir reisen werden in der Zukunft?
00:46:51: Der Trend zu Slow Travel wird zunehmen genauso auch der Trend nicht mehr die Orte des Over-Tourismens zu besuchen.
00:47:02: Ich denke, es wird auch so eine Art Gegenbewegung geben.
00:47:05: Stelle ich jetzt mal als These auf – ich habe das teilweise auch schon festgestellt.
00:47:09: Das sieht man in dem wungenen Kreuzfahrt-Turismus, dass sich dort andere Formen entwickeln, dass Redereien auch Schiffe bestellen, die nicht noch größer sind sondern sie gehen zum Kleinen und zurück weil Sie merken, das wollen die Leute gar nicht mit sieben Tausend Passagieren zusammen.
00:47:27: die dann einfallen, mit dreißig Bussen zu irgendeiner Destination fahren.
00:47:32: Ich würde sehr die Lanze auch brechen für ein anderes Reisen was bewusster ist wo man sich auch vorher informiert was wir vorhin auch schon angesprochen haben es mit diesem volunteer Tourismus.
00:47:45: Es gibt ja auch noch Formen wie dieses Pack for Purpose also wo man Projekte unterstützen kann.
00:47:54: aber Nach wie vor denke ich, wenn sich die Situation auch was die Golf Airlines angeht wird es danach gleich wieder ein Boom geben.
00:48:04: Und was würdest du gerne noch Menschen mitgeben damit das Reisen in digitalen Zeiten eben nicht nur effizient sondern auch tief bleibt?
00:48:12: Vielleicht einfach das Handy in der Tasche lassen und sich einfach hinsetzen in einen Kaffee.
00:48:17: Leute beobachten man lernt jemand dabei kennen entspannt zu sein.
00:48:22: Ich finde das ist so.
00:48:23: ein schönes Schlusswort
00:48:24: Bin ich auch.
00:48:29: Bevor wir rausgehen, machen wie immer konkret die Big Free drei Gedanken, die ihr aus dieser Folge mitnehmen könnt.
00:48:35: Erstens reisen es heute weniger die Entdeckung neuer Orte und mehr die Entscheidung, wie wir tatsächlich leben wollen.
00:48:42: in digitalen Zeiten können wir alles vorabsehen aber echte Tiefe entsteht nicht durch perfekte Planungen sondern vor allem Durchhaltung also Neugieroffenheit und die Mut zur Lücke.
00:48:52: Also weg von Overtourism und hin zu Slow Travel.
00:48:56: Zweitens, Digitalisierung macht Reisen leichter aber nicht automatisch freier.
00:49:01: Vorinformation kann Orientierung geben sie kann aber auch Erwartungsdruck erzeugen.
00:49:05: die Frage ist Nutzen wir Tools als Unterstützung oder lassen wir uns von Rankings Reals und Bewertungen vielleicht steuern?
00:49:13: Und zuletzt Die stärksten Reiseerinnerung entstehen fast immer durch Menschen.
00:49:18: heißt Sehenswürdigkeiten sind schön Aber das was bleibt sind Begegnungen kleine Situation echte Verbindungen.
00:49:25: Und genau dafür brauchen wir Zeit, Respekt und Räume in denen Begegnung überhaupt passieren kann.
00:49:30: Und damit sind wir auch schon am Ende unserer heutigen Folge angekommen!
00:49:34: Till, danke dir für deine Perspektiven, deine Einordnung und dafür dass du uns gezeigt hast wie sehr Reisen heute zwischen Sehnsucht Digitalisierung und echter Erfahrung steht.
00:49:44: Natürlich auch an euch da draußen.
00:49:45: wenn euch die Folge gefallen hat dann abonniert gerne bring dich mit bewertet dem Podcast und teilt ihn gerne mit jemandem der gerade Reisepläne hat oder bringt mal raus müsste.
00:49:55: Checkt natürlich auch gerne unsere Social Media Kanäle aus, alle Links dazu findet ihr in den Show notes!
00:50:23: Tschüss!
00:50:25: Ich danke euch, sage tschüß und gute Reise.
Neuer Kommentar